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Freitag, 18. Dezember 2020

Bondora: Trashanleihen für 1000€

Am 2.6.20 war ich risikofreudig genug ein Experiment mit der absolut höchsten Risikoklasse zu fahren: ausgefallene Kreditanteile bei Bondora. Mein Ziel ist es, auf Sicht von 4-6 Monaten meinen Einsatz zurückzuerhalten und langfristig mindestens 100% Gewinn zu vereinnahmen. Hauptsächlich durch Verkauf zunächst. Schaun wir mal. Ich werde fortlaufend berichten und analysieren.

Tag 0: Einkauf.

Bei Bondora kann man ja ganze Pakete kaufen, und das habe ich hier gemacht. Gut 9.300€ Nominalwert, Kaufpreis glatte 1k, alles ausgefallene Kredite. 89% Rabatt. Gut durchmischt, alle Länder dabei, Kredite, die laufend bezahlen bis zu solchen mit höchst unwahrscheinlicher Rückzahlung.

Im Moment bekommt man spätestens bei 94% Rabatt alles los. Von daher könnte der maximale Verlust 50% betragen.


Ein bisschen etwas zur Verteilung: der Anteil an estnischen Krediten ist unerwartet hoch. Natürlich vorwiegend schlechtere Risikoklassen.

Auch wenn das nicht soviel aussagt: 2300€ stehen noch an Rückzahlungen aus, rund 7k sind verpasste Zahlungen, und dann wären da noch etwa 30k an unbezahlten Zinsen und Strafzahlungen.

Ich stelle etwa die Hälfte sofort in den Verkauf, mit Abschlägen zwischen 35% (mit laufenden Zahlungen) bis 90% (write off wg Bankrott, krimineller Absicht, etc).
Insgesamt sind es knapp 600 Anteile, davon nur eine Handvoll mit einem Nennwert unter 1€.

Immerhin 160 davon haben die letzten 30 Tage eine Zahlung geleistet. Das sind 2600€ Nennwert und wenn ich diese mit 50% Abschlag verkaufen kann, bin ich schon gut im Gewinn.

250 mit einem Nennwert von knapp 5000€ haben schon länger als ein Jahr nichts mehr bezahlt. Diese sollte ich eher versuchen ohne größere Verluste loszuwerden.

Tag 1 zäher Beginn

Nach einem Tag habe ich knapp 7% meines Kapitals zurückerhalten. Davon 81ct als Rückzahlung, den Rest per Verkauf. Ich hatte etwa 220 Kredite/5000€ in den Verkauf gestellt. Der durchschnittliche Gewinn lag bei gut 90%. 28 Kredite wurden verkauft, 60%EE, 30%FI und 10% ES.
Statistik zu treiben macht jetzt noch keinen Sinn.
Auch wenn das noch kein großartiger Rücklauf ist, 7% sind deutlich mehr als die Rückzahlquote bei Go & Grow, und die Rendite ist deutlich besser :)

Und noch etwas Statistik zu den Krediten:

Amount bezieht sich auf meinen Kaufpreis, die Ausfallprozente auf die Gesamtsumme des Kredits.
Natürlich gibt es noch keine Rückzahlungen oder gar Zinseinnahmen, das bisherige Recovery ging an den Vorbesitzer. Nicht alle Kredite mit Inkassozahlungen zahlen immer noch.

Tag 3: Wenig Änderungen

Zweitmarkt ist gerade ziemlich Ebbe, sowohl beim Angebot als auch bei der Nachfrage. Das wird sich erfahrungsgemäß zur Monatsmitte wieder beleben, wenn die Hauptrückzahlungen kommen.
Kurzer Zwischenstand:


InvestedRepaidSold    InterestsOutstandingUnpaidReturned

1000€1.67€72.92€0€0+0+2274.746735.07€7.46%

Ein bisschen was zum Zeitaufwand:
  1. Angebot zufällig beim Stöbern gefunden (10min)
  2. Überprüft, da Rabatt wirklich selten attraktiv war. Festgestellt, dass es eine gute Durchmischung ist und keinswegs nur im Status "write off" (10min) und deshalb gekauft.
  3. Grobe Sichtung und Einstellen in den Verkauf (gut 1h)
  4. Dokumentation, hauptsächlich hier im Blog (1h)
  5. Je Kurzauswertung - s.o. - ca 2-3min.
  6. Kredite aus dem Verkauf löschen und neu einstellen ca. 2min (angedacht einmal pro Woche).

Tag 6 Läuft doch

Heute gab es sogar die ersten Zinszahlungen. Da war ich schon etwas erstaunt.  Im Paket waren wohl auch 3 Kredite dabei, die schon alles Kapital zurückbezahlt hatten (die gab es daher gratis obendrauf) und bei denen noch wenige Euro Zinsen ausstehen.
Im Verkauf hehen eher die "schlechten" Anteile mit sehr hohem Abschlag weg. Ist mir auch Recht. Ich verkaufe ja auch, um Liquidität zu bekommen. Ich möchte im Moment bei Bondora kein Geld nachschießen, aber jederzeit für Schnäppchen bereit sein. Sonst hätte ich ja auch diesen Deal nicht machen können.

12,5% in unter einer Woche - das passt auf jeden Fall.

Aktueller Stand, 8.6.:

InvestedRepaidSold   InterestsOutstandingUnpaidReturned

1000€4.58€120.95€0.03€0+0+2223.916484.7€12.56%

Tag 11 Nur Rückzahlungen

Wenig passiert in letzter Zeit. 14,3% Rückfluss, davon knapp 2% durch Inkasso. Der Zweitmarkt schwächelt.

Tag 16 Inkasso zieht an 

Inzwischen sind über 30€ aus Inkasso zurückgekommen, das ist sehr positiv. Ich habe keine weiteren Anteile in den Verkauf gestellt, da tut sich auch wenig. Knapp 17% sind an Kapital zurückgeflossen.

Nach einem Monat

 .. sind gut 20% zurückgeflossen. Die letzten beiden Wochen fast ausschließlich aus Inkasso. Das trifft völlig mein am Anfang notiertes Ziel (das Kapital nach einem halben Jahr zurückzuhaben). Allerdings hätte ich die Verkaufsaussichten besser eingeschätzt. Vielleicht muss ich da irgendwann mal mit den Preisen runter. Da hatte ich jetzt 70% Gewinnspanne und das waren sicher nicht die besten der Kredite gewesen.
Inkassozahlung gab es bei 157 der Kredite, wie man sicher vermutet bei EE-Kreten mehr als bei FI oder gar ES. Die nächsten 2 Wochen werde ich alles mal weiterlaufen lassen.

Nach 6 Wochen (12.7.20)

 Wie gesagt, läuft alles und ich halte mich zurück. Es gibt momentan keinen Bedarf cash zu generieren. Alles läuft nach Plan und ich befinde mich weiterhin im Zielbereich.
Aktueller Stand von heute:


InvestedRepaidSold   InterestsOutstandingUnpaidReturned


1000€80.24€173.53€0.03€0+0+1884.956399.34€25.38%


Ca. 11% verkauft. Outstanding sind zukünftige, Unpaid verpasste Zahlungen.

Nach 8 Wochen (25.7.20)

Wieder sehr viel Rückzahlungen, diesmal hauptsächlich von spanischen Krediten.

InvestedRepaidSold   InterestsOutstandingUnpaidReturned


1000€127.86€176.59€0.03€0+0+1770.266431.53€30.45%


Durch nicht geleistete Zahlungen verschiebt sich die Summe von Outstanding->Unpaid.
Innerhalb der letzten 30 Tage gab es bei 152 Anteilen Rückzahlungen.
 

Nach gut 10 Wochen (14.8.)

 Inzwischen sind rund 46% zurückgeflossen. 185€ Inkasso + 273€ per Verkauf.

Insgesamt kann sich das Aufkaufen roter Kredite bei langem Atem schon lohnen. Ich habe ca. 5,8k in solche investiert (exklusive bereits verkaufter). 2,7k davon sind durch Inkassozahlungen bereits zurückgeflossen. Der verbleibende Nominalwert beträgt gut 15k, ohne Zinsen. Das wird gut. Wieder verkauft habe ich rund 1,5k. Das war insgesamt praktisch ein Nullsummenspiel (2% Gewinn).

Nach 3 Monaten (3.9.)

Alles geht gemächlich seinen Lauf. Die Rückflüsse aus Zahlungen haben fast die der Verkäufe erreicht, das Ziel nach einem halben Jahr den Einsatz zurückbekommen zu haben scheint erreichbar. Erste Kredite sind (mit deutlichen Abschreibungen) "abbezahlt". Beobachtung: Kredite aus Estland zahlen eher regelmäßig, andere Länder eher unregelmäßig. Aktueller Stand:


InvestedRepaidSold   InterestsOutstandingUnpaidReturned


1000€262.05€278.62€0.03€0+0+1365.46005.67€54.07%

Verkauft wurden überwiegend nicht zahlende Kredite mit sehr hohem Abschlag. Deshalb stehen jetzt "nur noch" 7370€ aus (von rund 8700€).

Nach 5 Monaten (27.10.) Planes have been changed


InvestedRepaidSold   InterestsOutstandingUnpaidReturned


1000€406.62€313.15€1.61€0+0+1027.276016.64€72.14% 

Ich bin weiterhin sehr zufrieden mit der Entwicklung, habe allerdings meine Ziele angepasst. Gegenüber dem Anfang steht nun nicht mehr der Verkauf im Fokus.

19 Kredite sind "abbezahlt", was leider nicht heißt, dass das Geld vollständig zurückgekommen ist. Das war nur bei einem einzigen der Fall. Immerhin habe ich für knapp 19€ Einsatz über 90€ zurückerhalten + 1,6€ Zinsen.

Bei 95 Krediten (Nennwert 1200€) bin ich im Plus - mehr zurückbezahlt als ausgegeben.

Bei ziemlich genau der Hälfte der Kredite hat seit dem Kauf eine Zahlung stattgefunden.

Nochmal zur Verdeutlichung: das war wirklich ein interessantes Schnäppchen, da der Verküfer nicht vorsortiert hat. Die meisten Kredite waren aus dem Jahr 2015, wenige auch aus 14 und 16. 60% sind schon seit mehr als 4 Jahren im Inkasso.

Ich schätze, dass ich bis Februar in die Gewinnzone komme. Da mein Kapitaleinsatz bereits jetzt schon sehr klein ist, winken enorme Renditen. 

Zwischenfazit: Ich hätte auch das Doppelte bezahlt (80% Abschlag).

 Nach gut 7 Monaten

Das Ziel ist fast erreicht, 93% sind bis heute zurückgeflossen. Allerdings anders als ich mir das vorgestellt hatte: weniger durch Verkäufe, der deutlich größere Anteil über Rückzahlungen. Bei den Verkäufen habe ich rund 30% verdient, allerdings habe ich fast nur die "schlechten" verkauft. Mit Leichtigkeit liese sich über den Verkauf der rechtlich gut 6k überwiegend zahlenden Anteile ein weiterer Tausender erzielen. Schade, dass es solche Angebote nicht öfter gibt. Ich habe nie wieder etwas vergleichbares gefunden.

Nach gut einem Jahr (22.8.21)

Das Ziel ist längst erreicht. 180% sind zurückgeflossen. Viele der Kredite, die noch im Depot sind, zahlen regelmäßig und es gibt absolut keinen Grund, sie zu verkaufen. Mehr als die Hälfte und mehr als die Anlagesumme kam über Inkassozahlungen zurück. Natürlich so gut wie keine Zinsen. Bislang gerade mal 12,5€.

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Bondora ist bei mir eine erfolgreiche Anlageplattform mit zweistelligen Renditen und vielen Möglichkeiten, unterschiedliche Strategien auszuprobieren. Allemal riskant aber sehr spannend!

Wer es auch probieren will bekommt über diesen Anmeldelink 5€ Startbonus.
Bitte informiert euch vor dem Investieren, Bondora ist nicht einfach zu durchschauen.
Bei go&grow kann man mit eine "Sparplan" bis zu 400€/Monat anlegen (das war mal unbegrenzt, aber die Nachfrage ist zu hoch). Darauf bekommt man 6,7% Jahreszinsen, täglich gutgeschrieben. Im Prinzip ist das Geld jederzeit in beliebiger Höhe wieder abhebbar - im Frühjahr 2020 kam es jedoch zu Verzögerungen und Wartezeiten, da zu viele Rückzahlungsanfragen sonst die Liquidität gefährdet hätten. Nach ca. 3 Monaten war der Stau jedoch aufgelöst und jeder hatte sein Geld zurück, selbstverständlich bis zur Auszahlung verzinst.

Samstag, 26. September 2020

Studieren geht über Probieren - Bondora für Anfänger

Es liegt mir wirklich fern, über andere zu lästern oder mich für schlauer zu halten. Die Vorgehensweise beim "Ultimativen Bondoratest" bringt mich allerdings dazu, doch auf ein paar unvorsichtige Vorgehensweisen hinzuweisen.

Zuvor möchte ich allerdings dem Autor danken für seinen ehrlichen Bericht. Hier versucht eben mal nicht jemand mit zu optimistischen Aussagen möglichst hohe Werbeprovisionen zu generieren, ja ich habe noch nicht einmal einen Affli-Link zu Bondora entdecken können. Die beschriebene Situation dürfte wirklich für viele eher uninformierte Neuanleger typisch sein. Und ja, auf diese Weise wird man Geld verlieren oder zumindest keine auch nur über Go&Grow liegende Rendite einfahren.

Ich habe schon öfter darauf hingewiesen: Bondora ist unter den p2p-Plattformen etwas besonderes. In positiver Hinsicht, aber auch was das Risiko bezüglich einzelner Anlagen angeht. Es gibt eben kein buy back. Der hilft zwar im Fall der Fälle auch nicht unbedingt, wie man bei einigen Plattformen und Kreditvergebern bei mintos in diesem Jahr sehen konnte, vermindert aber das Risiko für Fehlentscheidungen beträchtlich.

"Blutige Anfänger" in p2p-Dingen können bei Bondora investieren. Dann aber möglichst in Go&Grow. Zwar ist dort die Rendite auf knapp 7% begrenzt, dafür ist ein Ausstieg in der Regel sehr schnell und ohne Verlust möglich und auch in Krisenzeiten wie im März kam man binnen weniger Wochen mit entsprechender Verzinsung wieder an sein Geld. Das Angebot ist seit kurzem auf ein Invest von 1000€/Monat und Anleger begrenzt. Das ist kein Tagesgeld - es gibt keinerlei Garantien für diese Anlagen - aber nach meinem Ermessen zumindest im Moment noch eine eher risikoarme Anlage. Wie es sich gehört. Hohe Zinsen, hohes Risiko.

Der Autor hat eine mittlere Summe (aus meiner Sicht, für ihn mögen es peanuts gewesen sein) recht flott mit dem Bondora Portfolio Manager angelegt. Und ich möchte wetten, auf diese Weise recht viele hochprozentige Kredite aus Spanien oder Finnland erworben. Die fallen halt aus. So läuft das Spiel. Die fallen zu nicht geringem Prozentsatz auch gleich ganz am Anfang aus. Von daher erreichen die tatsächlichen Zinsen in der Tat nie den Stand der Planung.

Macht nichts, sagt Bondora. Alles eingepreist. Die Zinsen sind so hoch, dass diese Ausfälle kompensiert werden können. Wenn man durchhält. Und nichts verkauft. Und schon gar nicht ohne Aufschlag. Für Kredite mit Zinssätzen von 50%-80%, die in diesem Segment üblich sind bekomme ich, sobald die ersten Zahlungen erfolgreich (auch verspätet waren), einen Aufschlag zwischen 10 und 20%. Und die sind binnen Stunden verkauft. Leider habe ich nur wenige davon. Und ob ich die überhaupt hergeben will, ist die Frage. Denn die zahlen mir, wenn alles gut geht, 2-3mal so viel zurück wie ich eingesetzt habe. Und diesen Gewinn brauche ich dringend um andere Verluste auszugleichen.

Portfoliomanager ist keine gute Entscheidung. Der Manager Pro lässt viel mehr Wahlmöglichkeiten. Noch bessere Auswahl bekommt man auf dem Zweitmarkt. Selbst ein Aufschlag von 1-3% lohnt sich bei zweistelligen Zinssätzen sehr schnell, wenn man dadurch die Wahrscheinlichkeit der Ausfälle deutlich verringert. Das Angebot ist groß und es gibt auch Tools für automatisches Investieren, wenn auch nicht von Bondora. Meist ist dafür ein kleiner Obulus fällig, aber auch dieser lohnt sich bei einem Investment im vierstelligen Bereich sehr schnell und das Aushecken eines solchen Tools ist nicht jedermanns Sache und doch einiges an Arbeit.

Wie naiv sich der Autor anstellt, zeigt schon das Vertrauen auf die von Bondora angezeigten Zahlen. Da gab es (angeblich) einen Gewinn von knapp 1800€ auf einen Einsatz von 6k innerhalb von 1,5 Jahren. Das soll einer Rendite von 6,6% entsprechen? Bei mir wären das überschlagmäßig 20%. Aber wenn man wirklich liest was dasteht, ist das die Rendite bis zum Ende der Laufzeit. Prognostiziert selbstredend. Und unter der Voraussetzung, dass man die Anlage durchhält und alles in etwa so weiterläuft wie bisher. Aus meiner Sicht eher optimistisch. Und nur dann zu erzielen, wenn einiges über Inkasso realisiert wird. Und natürlich nur dann, wenn man nicht das Tafelsilber verschleudert.

Bondora warnt selbst davor, dass der Zweitmarkt zu hohen Risiken führt. Man muss also wissen, was man tut. Ihre ganzen Hochrechnungen basieren auf der Annahme langfristiger Anleger. Panisches Verkaufen wirkt kontraproduktiv - denn die Käufer sind überwiegend Profis, wissen was sie tun, picken sich die Rosinen heraus und lassen die faulen Äpfel liegen. Was die Rendite vermasselt. Dazu führt, dass man jahrelang überwiegend nur noch miese Kredite im Depot hat. Unverkäuflich. Durchaus mit Rückzahlungen, die sich aber über Jahre hinziehen und am Ende nur selten Zinsen einbringen.

So würde man nicht vorgehen, wenn man sich zuvor informiert hätte. Denn wir erfahrene Anleger geben gerne ein paar Tipps. Der wichtigste lautet: langsam angehen. Die Spielregeln bei Bondora muss man erst erlernen. Und anderen Anlegern glaubt man nicht so gerne. Bei Bondora kann man viele Anteile zu je 1€ kaufen. Dadurch kann man schon mit 500€ einiges durchspielen, ohne sich richtig die Finger zu verbrennen. Und mal eben so - warum eigentlich? - auf einen Schlag sein ganzes Portfolio in den Verkauf zu stellen, davon hätte jeder abgeraten. Es kann Situationen geben, wo man das machen muss. Weil man Geld brauch, oder weil sich woanders gerade eine sehr gute Investitionsmöglichkeit auftut. Aber ansonsten - brennt ja so schnell nichts (weiter) an.

Und wo kann man fragen? Meine erste Anlaufadresse ist das Forum von Claus Lehmann. Da sollte man sich vor der ersten Investition mal einige Stunden einlesen - das ist bestens investierte Zeit. Erst danach kann man dann auch ein paar Fragen stellen. Oder von Bondora Abstand nehmen. Eine passive Investition ist das nämlich abseits von Go&Grow nicht. Eher ein Hobby. Mir gefällt es und meine Renditen sind vorzeigbar. Aber ob der unbedarfte Anleger auch ohne die oben beschrieben Fehler mit Gewinn herauskommt, ist noch nicht geklärt. Von daher sind solche ehrlichen Berichte durchaus wichtig - wir sind auf den 2. Teil gespannt.

Auf den Affli-Link verzichte ich aus Gründen diesmal auch.

Mittwoch, 16. September 2020

Bondora unter der Steuerlupe

Vorbemerkung/disclaimer: das wird ein längerer Artikel und ein mögliches how-to. Der Autor ist kein Steuerberater. Von daher wird hier keinerlei Empfehlung gegeben, sondern lediglich angegeben, worauf man achten muss und wie es möglich ist, sich die benötigten Daten überhaupt zu beschaffen. Bei höheren Einkünften empfiehlt sich eine Fachfrau (Steuerberaterin) hinzuzuziehen oder den Fall mit dem Finazamt zu besprechen. Auf viel Erfahrung mit p2p-Erträgen wird man dort allerdings nicht stoßen.

Grundlagen

Einkommen sind zu versteuern. Einkünfte zu verschweigen kann empfindliche Strafen nach sich ziehen. Aus Steuereinnahmen werden grundliegende Staatsaufgaben finanziert. Auch wenn nicht jedem jede Ausgabe als sinnvoll erscheint, so wurden die Entscheidungen doch von demokratisch gewählten Vertretern getroffen und sind daher zu respektieren. Einen Teil der Kapitaleinkünfte an das Gemeinwesen abzugeben und damit u.a. Infrastruktur oder Kindergärten zu finanzieren sollte daher nicht nur negativ betrachtet werden. Über Gerechtigkeit lässt sich sicherlich streiten. Die momentane Situation der (in den meisten Fällen geringeren) Kapitalertragsteuer benachteiligt Anleger zumindest nicht gegenüber anderen Einkünften.

Alles, was den persönlichen Freibetrag überschreitet unterliegt der Besteuerung. Bei der Einkommenssteuererklärung wird die Berechnung auf Grundlage der Angaben in der Einkommenssteuererklärung automatisch vorgenommen. Bei inländischen Kapitalerträgen zieht die Bank (nach Abzug des eingereichten Freistellungsauftrags) die Steuern bereits ab, so dass die Anlegerin meistens eher Geld zurück erhält. Bei p2p-Anlagen ist dieser Quellensteueransatz im Moment nicht gegeben, egal ob im Inland (z.B. auxmoney) oder im Ausland (z.B. bondora). Die entsprechenden Plattformen können allerdings zu Kontrollmitteilungen an das zuständige Finanzamt aufgefordert werden. 

Solche unversteuerten Erträge sind anzugeben und, auf Aufforderung, zu belegen. Idealerweise bekommt man daher von der jeweiligen Bank/Plattform eine Jahressteuerbescheinigung. Dann muss man für die Steuererklärung nur ein paar Summen berechnen, den Rest macht dann das Finanzamt und fordert die Steuern ein. Je nach Ertragslage wird das auch zu Vorauszahlungen für die Folgejahre führen. Das schmerzt dann gleich doppelt: Nachzahlung und Vorauszahlung für das laufende Jahr sind dann sofort fällig.

Im folgenden beschränke ich mich auf Bondora, wo die Ertragsermittlung besonders kompliziert ist.

Folgende Ertragsarten können bei Bondora anfallen:
  • Zinsen, Verzugszinsen, Strafzinsen aus Kreditanteilen. Diese stellen kein Problem dar, weil sie von Bondora gut ausgewiesen werden und auch auf der Steuerbescheinigung korrekt sind.
  • Zinsen aus Go&Grow. Hier fährt Bondora eine eigenwillige Ansicht, dass die Zinsen, obwohl jeden Tag berechnet und gutgeschrieben, erst bei endgültigen Auflösen des Kontos anzurechnen sind. Ob das Finanzamt diese Ansicht teilt ist fraglich. Zudem können Nachteile entstehen, wenn z.B. Freibeträge dadurch nicht ausgeschöpft werden oder der Steuersatz in Zukunft höher liegt (wofür leider eine gewisse Wahrscheinlichkeit besteht).
  • Gewinne aus Zweitmarktgeschäften. Diese werden grundsätzlich bescheinigt und sind für die meisten Anleger so auch brauchbar, insbesondere wenn man keine oder wenige Zweitmarktkäufe tätigt oder wenn man zumindest keine Kreditanteile mit starken Abschlag kauft und behält. Anderenfalls zahlt man (zunächst) deutlich zuviele Steuern, wenn man sich an die Bondoraberechnungen hält. Warum? Bondora rechnet den Unterschied zwischen Kaufpreis und ausstehendem Kapital (zu pari!) als Sofortgewinn. D.h. wer einen Inkassokredit mit 100€ Nennwert für 15€ kauft, hat, bis zum Wiederverkauf oder endgültigem Ausfall 85€ Gewinn gemacht und muss diese versteuern. Dazu später mehr.
  • Gebühren aus Inkassozahlungen mindern, sobald die ausstehenden Zinsen "aufgebraucht" sind das Eigenkapital des Kredits und sind als Verluste abschreibbar. Ebenso werden manche (eher wenige) Inkassokredite auch vor der kompletten Rückzahlung endgültig abgeschrieben und führen zu Verlusten. Diese Verluste werden auf der Steuerbescheinigung ausgewiesen. Sie können gegengerechnet werden - gegen was alles fragt bitte euren Steuerberater. Ob nur gegen Verkaufsgewinne oder auch Zinsen, oder Einnahmen bei einer anderen Plattform, schwierige Frage.
  • Gewinne können auch erzielt werden, wenn ein mit Abschlag eingekaufter Kreditanteil mehr (Tilgung) zurückbezahlt hat als den Kaufpreis. Nach meinem Verständnis in dem Jahr, in dem die "Überzahlung" stattfand. Das führt zu komplizierten Berechnungen.

Prinzipiell ist die Steuerbescheinigung von Bondora konfigurierbar. Überlegt euch also bevor ihr etwas beim Finanzamt abgebt gut, welchen Posten ihr da stehen haben möchtet. Go&Grow ist leider nicht enthalten. Wie gesagt, ein einfaches Weglassen ist keine Lösung. Wenn ihr korrektere Ertragsberechnungen verwenden wollt, müsst ihr diese selbst durchführen und gegebenfalls dem Finanzamt gegenüber schlüssig begründen können. Das können dann leicht mal einige hundert bis zehntausende Einzelbuchungen werden. Von Hand ist da sowieso nichts mehr zu machen.

Vorschläge zur Berechnung folgen.

Ideen zur Ermittlung

Go&Grow lasse ich mal außen vor. Ich denke, Bondora wird früher oder später noch die gutgeschriebenen Zinsen in den Report in der summarischen Übersicht mit aufnehmen, ansonsten ist das einfachste am Jahreende jedes Mal einen Screenshot zu machen und die Differenz zu bilden. PDF in Excel umwandeln geht auch.

Zinsen und Abschreibungen werden wie gesagt korrekt im TaxReport ausgewiesen, wir werden sie aber zu Kontrolle auch selbst noch berechnen.

Ich bin noch in der Testphase, aber bislang sieht alles machbar aus. Ich generiere die Zahlen aus dem "income report" genauer gesagt brauche ich zwei davon. Einen nenne ich "Vorgeschichte", er umfasst den kompletten Zeitraum bis mein Steuerjahr anfängt, also z.B. von 2012-31.12.2019. Der zweite, "Aktuell" ist dann das Jahr, für das Steuern anfallen, also 1.1.20-31.12.20.

Meine Auswertungen werde ich mit access vornehmen, denn es handelt sich bei mir um rund 20.000 Zeilen. Soviele Kredite haben cashflow generiert (nicht unmittelbar Einnahmen).

Nun gibt es einige Fälle zu unterscheiden:

  1. Interest und penalties - wie gesagt, nur zur Kontrolle, werden einfach alle aufsummiert.
  2. Das gleiche fürWriteOffPrincipal und DebtServicingCostPrincipal - die Abschreibungen.
  3. Jetzt verknüpfe ich die beiden Tabellen anhand der Kreditnummer. Dafür gibt es in access den Right Join-Befehl. Anschaulich gesprochen füge ich an die Tabelle Aktuell rechts alle Felder von Vorgeschichte mit der gleichen Kredit(anteils)nummer an.
    Aus den Daten der Vorgeschichte ermittle ich einen "virtuellen Kaufpreis". Er ist das Maximum aus (echtem) Kaufpreis und zurückbezahltem Kapital. Warum? Übersteigt die Rückzahlung im Vorjahr bereits den Kaufpreis, dann habe ich diesen Gewinn bereis versteuert.
  4. Für jeden Kredit ist die Differenz aus Kapitalrückzahlung im aktuellen Jahr und virtuellem Kaufpreis (früherer Kauf) bzw. tatsächlichen Kaufpreis (im aktuellen Jahr) als Zugewinn zu rechnen. Sofern positiv.
  5. Das gleiche gilt für die Verkäufe. Hier kann ja bereits ein Teil des Zugewinns in den Vorjahren versteuert worden sein. D.h. die Berechnung ist die selbe wie unter 4.

Das ganze lässt sich umsetzten, aber nicht mal eben in einer Stunde. Fortsetzung folgt. Gerne diskutiere ich Schwächen in meinem Ansatz oder Verbesserungsvorschläge. 

Aussehen würde das Ganze in etwa so:

Übersicht 1-6/2020
Land Verkaufsgewinne Rückzahlungsgewinne Zins Abschreibungen ZinsGesamt vKaufpreis
EE 269,55 € 187,22 € 2.268,20 € -479,93 € 8.314,21 € 68.812,53 €
ES -41,19 € 2,38 € 46,03 € -5,95 € 81,61 € 2.844,65 €
FI -90,54 € 83,30 € 252,35 € -50,44 € 912,53 € 7.328,20 €
SK -262,82 € 0,58 € 10,22 € 0,00 € 26,18 € 597,46 €
Summe
-125,00 € 273,48 € 2.576,80 € -536,32 € 9.334,53 € 79.582,85 €

Dabei bedeutet der Verkaufsgewinn der in diesem Jahr erzielte Gewinn ohne Rückzahlungsgewinne aus den Vorjahren, Rückzahlungsgewinn = Differenz aus Rückzahlungen und Kaufpreis im aktuellen Jahr, Zins=gezahlte Zinsen und Strafen, Abschreibungen=abgeschriebenes Principal und zu Deckung von Inkassokosten genutztes Principal, der Rest sind einfach ein paar Zusatzinfos.

Die Zinsen stimmen bei mir nicht ganz exakt mit denen aus anderen Reporten überein, da vermutlich im income Bericht Fehler sind (Anfrage bei Bondora läuft).

Das accessfile gibt es hier zum Download.

Disclaimer: Die Ausgabe ist nicht zur Vorlage beim Finanzamt gedacht. Der Autor ist nicht kompetent in Fragen Steuern zu beraten und tut das ausdrücklich nicht. Die Berechnungen können inhaltliche Fehler enthalten (falsche Grundidee) oder Fehler bei der Umsetzung der Formeln.

Verwendung: Datei herunterladen und in einem Ordner speichern. Bei Bondora zwei Income reports erzeugen. Der erste vom Beginn der Investitionen bis Ende des Vorjahrs. Der zweite über den relevanten Zeitraum. Datei öffnen, Inhalt aktivieren. Rechter Mausklick auf Aktuell, Tabellenverknüpfungsmanager aufrufen. Beide Kästchen anhaken. Immer zur Eingabe... (unten) anhaken. OK klicken. Zuerst die Datei mit dem relevanten Zeitraum aussuchen. Öffnen. Nun die Datei mit der Vorgeschichte öffnen. (Fenster) schließen. Doppelklick auf Übersicht, und Voilá.

Montag, 6. März 2017

Bondora: Bot-Familie komplett

Seit Ende 2015 bietet Bondora eine API-Schnittstelle und ich bin von Anfang an mit verschiedenen Applications dabei. Zum einem, um meine Programmierfähigkeiten auszubauen. Zum anderen natürlich, um Geld zu verdienen bzw. Zeitaufwand zu minimieren.

In letzter Zeit nutze ich die Bondora-eigene Seite eigentlich gar nicht mehr. Mein Plugins bieten ein viel komfortableres Verwalten meiner Anlage. Und jetzt laufen auch die meisten Käufe automatisiert.

Nachdem der Erstmarktbot ein großer Erfolg war und flexible Regeln bietet, habe ich das Konzept nun auch auf den Zweitmarkt angewendet.

Seit etwa einem Jahr hatte ich Bots auf den Zweitmarkt losgelassen. Diese bestanden aus nur gut 100 Zeilen Code und alles war hart kodiert. Flexible Anpassungen waren also nicht möglich. Trotzdem waren diese Bots im ersten halben Jahr ein durchschlagender Erfolg, da es kaum Konkurrenz gab. So konnte man einfach alle grünen Loans mit z.B. 5% Abschlag einkaufen. Das brachte mir 2016 einen Gewinn deutlich im vierstelligen Bereich. Geht aber nicht mehr. Sowohl der PM von Bondora selbst als auch andere Programmiererer durchkämmen den Zweitmarkt längst im Sekundentakt und fischen alles ab, was nach Gewinn ohne Risiko aussieht. Mehr als 1-2 Gebote pro Woche sind auf diese Art nicht mehr drin.

Die Hardware

Sicherlich hätte man eine Webservice bauen können. Da meine Tools jedoch alle als Firefoxplugin laufen, und ich keine Lust hatte, mich auch noch in RasPi oder so etwas einzuarbeiten, läuft ein kleiner Windows Rechner rund um die Uhr. Ich habe mich hier stilregerecht für ein Crowfunding Gerät entschieden, den GOLE1, inkl. Zoll etwa 120€.

Das Kühlblech ist eigentlich unnötig, denn warm wird er nur beim Akku laden. Ansonsten läuft darauf ein Windows 10 home mit 4GB Hauptspeicher und einer sehr knapp bemessenen 28GB Platte. Zunächst musste ich noch einen Remotdesktop installieren, jetzt geht alles per Fernzugriff (der Touchscreen ist nicht so gut für meine zu großen Finger). Natürlich ließe sich auch Tastatur, Maus und Monitor anschließen, aber eigentlich sollen ja nur ein paar Prozesse laufen...
Energiesparmodus etc. sind natürlich ausgeschalten. Die ersten drei Tage keine Probleme.

Der Bot 

Sieht natürlich genauso aus wie meine anderen APPS.

Ich habe allerdings ein eigenes LOG-System ergänzt um ein bisschen nachverfolgen zu können, was so passiert ist. Auch gibt es Beschränkungsmöglichkeiten wie Tagesumsatz, Gebote pro Benutzer oder minimaler Cashbestand.
Wie man sieht ist nicht einmal eine Abfrage von ca. alle 10s ein Garant dafür, dass der Anteil auch gekauft werden kann. Zumindest nicht, solange man kein Aufgeld akzeptieren möchte.

Von der Logik her ist einiges anders als auf dem Erstmarkt. Nicht nur deutlich zeitkritischer, auch braucht man sehr gute Filter, da man nicht ständig alle über 150.000 Angebote durchsuchen kann und sich auch bestehende Angebote durch Rückzahlungen ändern können.

Die Regeln

Ich habe daher die Regeln zweigeteilt. Erst einmal für die Suche an sich, also Einstellungen wie max. Markup, Status etc. Die Einstellungen sollten auf nicht mehr als 1000 Anteile zutreffen, soviele gibt Bondoras API nämlich  auf eine Anfrage hin zurück. Und in diesen Treffern kann nun weiter gefiltert werden.

U.a. lässt sich nach ausstehenden Zahlungen, bereits bezahlten Raten, nächstem Zahlungsdatum etc. selektieren. Mehrere Agenten (abgebildet ist einer mit verschiedenen Regeln) werden immer reihum ausgeführt.

In den ersten 10 Stunden in Betrieb hat der Bot schon über 200€ in etwa 30 Anteile investiert. Fast alle waren kleine estnische B-Loans ohne Aufgeld mit einer längeren Zahlungsgeschichte um die 15% verzinst. Schnäppchen waren noch keine dabei.

Eine kleine Falle habe ich auch bemerkt: Status "grün" kann bedeuten, dass der Anteil trotzdem in Verzug ist, da er die am aktuell fälligen Tag zu zahlende Rate nicht beglichen hat. Das kann man aber z.B. mit "maxDelay":0 lösen.

To do

Leider sind in den Daten eines Angebots auf dem Zweitmarkt nicht alle Kennzahlen enthalten. In einer Erweiterungsstufe werde ich deshalb weitere Details eines Kredits abrufbar machen. Das ist vor allem für Gebote auf Anteile mit Aufgeld interessant, die nicht so zeitkritisch sind, dafür aber deutlich gründlicher selektiert werden müssen.

In ein paar Wochen kann ich sagen, ob sich die Arbeit gelohnt hat.



Dienstag, 14. Februar 2017

Bondora nähert sich wieder der Realität

Schon öfter wurde hier angesprochen, dass Bondora recht eigentwillige Interpretationen in Bezug auf Statistiken z.B. bei Ausfällen pflegt. In der Regel welche, die das Depot weit besser aussehen lassen, als dies die meisten von uns sehen würden.

Diese Woche hat man hier wieder ein wenig zurückgerudert. Zwar ist die "neue alte" Grafik erst nach einer aktiven Umstellung der Ansicht möglich, aber immerhin...

Das Bild dürfte, wie bei mir, bei vielen von der Farbe Rot dominiert werden:

Fast die Hälfte aller Anlagen ist "ausgefallen" bzw. seit mehr als 60 Tagen überfällig.

Auch diese Form der Darstellung widerspiegelt nicht unbedingt die Realität am Ende. Immerhin hat Bondora eine sehr gute Inkassoquote. Knapp die Hälfte meiner "roten" Kredite zahlen mehr oder weniger regelmäßig. Tilgung und zunehmend auch Zinsen aus Inkassozahlungen machen mittlerweile einen erklecklichen Teil meiner monatlichen Einnahmen aus.

Leider führt auch die Gebühr von i.d.R. 35% auf alle Inkassozahlungen inzwischen zu deutlich geminderten Erträgen. Ob diese Änderung wirklich für die Anleger einen Vorteil darstellet, da es mehr Inkassozahlungen gibt, kann ich noch nicht erkennen. Auch kommt es mittlerweile immer mal wieder und ohne erkennbaren Grund (der liegt vermutlich schon vor) zu Komplettabschreibungen ausstehender Restsummen. Auch oder gerade bei Kreditnehmern, die immer mal wieder bezahlt haben. Vermutlich irgendwelche Deals. Etwas Transparenz wäre auch hier wünschenswert, das Vorgehen selbst muss nicht schlecht sein. Im Vergleich zu FC oder auxmoney kommt ja deutlich mehr aus Inkasso wieder beim Kreditgeber an.

Und dass Ausfälle bei Zinssätzen von 10%, 20% und deutlich darüber zur Tagesordnung gehören sollte ja jedem Anleger klar sein. Jede am Ende vor Steuern noch zweistellige Rendite im heutigen Umfeld ist ja irgendwie ein kleines Wunder.

Ja ich weiß. Twino, swaper & Co. Aber die ticken ganz anders. Bei Bondora ist jeder Kredit mit Zinsen hinterlegt, die direkt an den Anlieger fließen. Man finanziert also eine Person und nicht wie dort nur die Kapitalgesellschaft selbst.

Ach so: die Grafiken findet man im Statistik-Abschnitt seines Kontos. Man kann die Darstellung über das Zahnrad auswählen und konfigurieren. Mein plugin konnte das schon viel länger. Und siehe da - die Werte stimmen überein.

Dasselbe gilt übrigens für die untere Grafik, deren Sinn sich bislang für mich noch nie erschlossen hatte. Jetzt sieht da zwar nicht schön aus, aber zumindest realistisch:


Die zurückbezahlten Anteile sind hier ausgeblendet, weil sie von den verkauften völlig überlagert werden. Allerdings stimmt der Anteil orange/rot überhaupt nicht. Bondora geht auf das Ansprechen solcher Fehler leider überhaupt nicht ein. Wie gehabt.

Samstag, 11. Februar 2017

Bondora: ein neuer Bot für den Erstmarkt

Nachdem es kaum noch möglich ist, händisch am Erstmarkt von Bondora zu bieten, wenn man nicht gerade ständig vor der Kiste lauert, habe ich ein neues Plugin für Firefox geschrieben, was für mich bietet, solange der Rechner läuft.



Obwohl ich viele Routinen wiederverwenden konnte, war es wieder ein ganzes Stück Arbeit, bis alles alles so funktionierte, wie es sollte.

Das Ergebnis sieht im Moment so aus:


Die Regeln werden über das CONFIG-Menu von Hand eingegeben/aus der Vorlage editiert. Pro Regel sind mehrere Einstellungen möglich, pro Regel können auch mehrere Gebote auf einmal abgegeben werden.

Die Regeln werden dann von oben nach unten abgearbeiten, der erste Match setzt sich durch und alle weiteren werden ignoriert. Das Abarbeiten der Regeln kann man sich anzeigen lassen, wenn man per Doppelklick auf About den Debug-Modus aktiviert.

Auf jeden Kreditnehmer wird pro Tag höchstens einmal geboten (oder bis zum Neustart des Plugins). Alle 5 Minuten findet ein Suchlauf statt. Da die Gebote mindestens 10 Minuten eingestellt bleiben und der Gebotszeitraum nach Aussagen von Bondora keine Rolle spielt, sollte das genügen.

Und der Bot bietet erfolgreich. Auch wenn viele Gebote am Ende nicht gewinnen. So habe ich z.B. heute folgende Loans ergattert:

... und da sind schon drei weitere A-Loans sofort mit 2% Aufgeld weggegangen.

Weitere Infos und die Möglichkeit eine freie Version sowohl für Firefox als auch für Chrome (BETA) herunterzuladen findet man unter http://p2p4oktaeder.blogspot.de/p/first-market-bot.html (auf englisch, ich will nicht alles doppelt schreiben).

 Einzige Einschränkung sind maximal vier Regeln und nur jeweils ein Gebot pro Regel.

Diskussion dazu gerne. Am besten im p2p-Forum unter
http://www.p2p-kredite.com/diskussion/oktaeder-firefox-plugin-bot-thread-t4724.html

Donnerstag, 26. Januar 2017

Riskante Spielchen bei Bondora

Alles wiederholt sich. Und wer lange genug dabei ist, erkennt gewisse Muster wieder. Viel Kapital, wenig (auswählbare) Anlagemöglichkeiten - ideale Situation für Finanzhaie, die als Zwischenhändler agieren.
Dazu muss man zunächst ein bisschen smarter sein als der Rest der Welt. Und natürlich risikofreudiger. Und man benötigt einiges an Cash. Dann kauft man auf dem Erstmarkt - also zu pari - jede Menge Kredite, von denen man sich sicher ist, sie wieder los zu werden. Nach Möglichkeit natürlich mit Aufgeld.
So kommt es, dass (mal wieder) kurz nachdem ein Kredit auf den Markt kam, dieser in kleinen Teilen mit verschiedenen Aufgeldern von 1%-40% auf dem Zweitmarkt zu finden ist. Und zwar viele Teile. Bis zu 100 habe ich feststellen können. Natürlich in relativ kleinen Stücken, 5€ bis ca. 30€, also gut verkäuflich.

Das ist jetzt nichts per se schlechtes oder verwerfliches - der Erstkäufer trägt schließlich ein erhebliches Risisko. Denn irgendwann, das hat auch die Vergangenheit gezeigt, ist der Markt dann doch gesättigt und dann bleibt er auf seinen ganzen Anteilen sitzen. Die er in dieser Menge gar nicht wollte, vermutlich. Dann ist zum einen die Liquidität weg, zum anderen fallen die vielleicht gleich bei der ersten Zahlung aus. Dumm gelaufen.

Noch gibt es ein tolles Sicherheitsnetz: diese wenig smarten Portfoliomanager kaufen alle grünen, kleinen Anteilte auf dem Zweitmarkt mit Abschlag oder zu pari sofort auf. So bleibt, im Moment, das Risiko auf ein paar Wochen unverzinste Anlagezeit begrenzt.

Aber darin wiederum liegt dann der Vorteil des Käufers. Er kann nicht nur in Ruhe den Anteil aussuchen, den er aus welchen Gründen auch immer gerne hätte, sondern er bekommt die erste Zinszahlung ggf. auch sehr viel schneller. 6 Wochen bei 16% Zins sind dann schon die 2% Aufgeld wieder eingespart (falls der Verkäufer so bescheiden bleibt).

Ich agiere auch so (als Verkäufer), aber ich kaufe prinzipiell nur von den Krediten, die ich haben will, ein paar mehr. Das sind dann also (aus meiner Sicht) gute Kredite - die man auch gut und mit gutem Gewissen mit einem kleinen Aufschlag verkaufen kann. Wenn nicht, auch kein Problem. Ich bin so breit gestreut aufgestellt, dass mir auch mal 100-150€ in einen einzigen Kredit nicht schaden. Bei smava früher, da hatte ich ganz andere Summen auf eine Karte gesetzt...

Ach ja - bleibt die Frage, wie kommt man eigentlich an solche Kredite? Da gibt es zwei Möglichkeiten: entweder per PM. Dann muss man darauf achten, dass die Stückelung recht klein bleibt (macht zwar nachher mehr Arbeit beim Einstellen, lohnt sich aber).
Die Alternative, die ich zumeist nutze, ist per API zu bieten. Dazu kann man sich einen Bot schreiben (ist mir zu riskant ob der immer das richtige heraussucht) oder eben von Hand bieten. Und höhere Gesamtgebote erhöhen die Chance auf einen Zuschlag.

Allerdings ist recht schnell sehr viel Kapital gebunden. Damit sollte man rechnen.

Samstag, 1. Oktober 2016

Bondora Update 9-16

Der September ist um und ich schaue auf einen bewegten Monat bei Bondora zurück.

Wieder einmal gab es viele Änderungen am System, einmal mehr ist die Richtung in die sich alles entwickelt nicht ganz absehbar.

Zunächsteinmal haben sich die Rückzahlungsbeträge sehr erfreulich entwickelt. Von den Krediten im Inkasso kam fast doppelt soviel zurück wie in den Vormonaten. Insgesamt lag meine Rückzahlung um fast 20% über meinen Erwartungen, die wie schon öfter erwähnt Ausfallraten mit berücksichtigen.


Betrachtet man die tatsächlichen Rückzahlungen im Vergleich zu den erwarteten (ohne Abzug) so kommt man auf gerade einmal 65%. Das ist etwas mehr als der Durchschnitt der letzten Jahre.
Nur auf die Tilgung bezogen beträgt die Quote übrigens 77% und Gesamtzahlung zu Tilgung gut 120%. Alles eine Frage der Bewertung also.

Leider steigen auch die Kosten an die Inkassounternehmen, und da sind wir beim großen Aufreger der vergangenen Wochen. Erst so langsam schafft es Bondora, die Zahlen sauber auszuweisen. Unangenehme Zahlen. Über 1/3 der Zahlungen mit Verspätung werden inzwischen einbehalten. Und zwar egal ob diese 10 Tage oder ein Jahr beträgt. Das ist weder fair noch rechtlich nachvollziehbar. Und wie so oft bei Bondora, die Rechnung kommt erst ziemlich am Ende.

Bondora hat sich das ja sehr clever ausgedacht. Zahlt ein Kreditnehmer im Inkasso z.B. eine Rate von 100€ über DCAs zurück, so werden davon 65€ principal getilgt, 35€ gehen an die DCAs und werden nach der neuen Kostenaufteilung an zukünftig zu zahlenden Zinsen der Investoren einbehalten. Nur geht das so eigentlich nicht. Auf Kreditnehmerseite werden, sollte ich mich nicht sehr stark täuschen, die Rückzahlungen immer und komplett als Tilgung gerechnet. Hmm.
Steuerlich ist das so natürlich besser. Rückzahlungen als Tilgungen sind nicht zu versteuern und erst wenn am Ende tatsächlich Zinsen gezahlt werden sind darauf Steuern fällig.

Die  Möglichkeit des Tradings am Zweitmarkt ging ebenso stark zurück wie die Verfügbarkeit von interessanten Krediten am Erstmarkt außerhalb des Portfoliomanager. Letzteres hat sich erst in den letzten Tagen wieder etwas gebessert.

Das kann aber auch ein gutes Zeichen sein: wenn so viele Kredite so schnell finanziert werden, ist zumindest die Gefahr geringer, dass Bondora irgendwann das Handtuch werfen muss. Die kommenden Umsatzzahlen können also durchaus mit Spannung erwartet werden.

Noch immer wieder kehren viele erfahrene Anleger Bondora den Rücken. Das liegt weiterhin an der Intransparenz (auch wenn beständige Fortschritte zu erkennen sind, das ganze geht meisten in so einem Chaos voran, dass die Verbesserungen kaum zu erkennen sind), am vollständigen Ignorieren von Anlegerwünschen (warum musste man die Accoutstatement-Seite abschaffen??), und am tiefen Misstrauen das sich bondora in den letzten zwei Jahren zugezogen hat.

Noch habe ich kein Geld abgezogen. Aber ich bin nahe daran. Wenn sich irgendwo eine gute Alternative bietet werde ich einen größeren Teil meines Gelds ebenfalls abziehen.


Freitag, 23. September 2016

Ist Bondora empfehlenswert?

Nun bietet als auch Bondora ein Referral-Link nach dem Motto Freunde werben Freunde. Macht man sich so Freunde oder verliert man sie eher? Wird man damit reich?

Die zweite Frage ist schnell beantwortet: der Geworbene bekommt 5€, der Werbende (also ich) 5% der Anlagesumme der ersten 30 Tage. Das ist ein sehr kurzer Zeitraum, denn nach 30 Tagen weiß man noch kaum, wie Bondora eigentlich funktioniert.

Kann ich Bondora empfehlen? Ja, aber. Ich habe mich ja bereits in vielen Blogbeiträgen kritisch mit Bondora auseinandergesetzt. In aller Kürze: wenn man die Ansprüche nicht zu hoch ansetzt (10% Rendite ist eigentlich schon ganz schön viel, oder?), wenn man weiß was man tut und entweder gute Nerven hat oder viel Spaß am Betreuen seines Kontos.

Mir persönlich gefällt Bondora als eine Anlagealternative. Man sollte sich das ruhig mal ansehen (und dabei natürlich die 5€ mitnehmen), dann schnell weiterempfehlen und auf diese Weise wird man dann reich :)

Ob die automatische Anlagemöglichkeit empfehlenswert ist, darüber wird viel gestritten. Als Anfänger kommt man daran schlecht vorbei. Der Portfoliomanager bringt dann das Geld recht schnell an die Kreditsuchenden - weswegen man sich mit der ersten Einzahlung eher zurückhalten sollte.

Wer Bondora ersthafter betreiben will und gerne auf dem PC mit Firefox arbeitet, sollte sich mein plugin unbedingt ansehen. Das kann ich euch empfehlen :)

Mittwoch, 21. September 2016

Little bondora API account wrapper

Hi bondora investors,

I coded a little account wrapper to see your bondora balance and last transctions outside from the overloaded dashboard. It's a simple php app using bondora's API.

You have to login at bondora to receive a token for the app. There is no data stored on server and no cookie used.
We need report rights because report is the only way to get account history.

Use https://tinyurl.com/BOaccount what sends you to https://ml-tipps.de/BO_API/landing.php (which you can use as well).

You can only use one instance, if you have used app on another device you have to reload and login again.

There is no warrenty and you use it on your own risk.

Donnerstag, 8. September 2016

Bondora Zahlenspiele

In einem Blogeintrag hatte Bondora die jüngsten Portfolioergebnisse vorgestellt. Erstmal musste man zugeben, dass in der Vergangenheit bei Anlagen außerhalb von Estland auch mal schmerzliche Verluste erwirtschaftet wurde. Was die Anleger schon immer wussten, wer in Estland investiert ist vergleichsweise auf der sicheren Seite, in anderen Ländern sah der Einstieg eher katastrophal aus. Und noch ist bei den meisten Krediten die Laufzeit nicht zuende.

Gut und transparenet ist das in der folgenden Grafik dargestellt:

Quelle: https://www.bondora.com/blog/bondora-portfolio-performance-august-2016/
OK. Sehen wir uns mal Spanien näher an. Die zahllosen ausgefallenen Kredite sorgen nun übrigens auch dafür, dass die Kosten für die DCAs sprunghaft in die Höhe schnellten, was wiederum alle Anleger betrifft, da die Kosten auf alle Kredite mit Zahlungsverzögerungen über 7 Tage umgelegt werden. Das nur nebenbei.

Offensichtlich ist die Rendite Jahr für Jahr besser geworden und für 2015 liegt sie schon über dem Gesamtdurchschnitt dieses Jahres. Für 2016 setzt sich dieser Trend fort, auf erstaunliche 28-32%.
So schreibt dann auch Bondora: "The turnaround of making loans in Spain is continuing and growing more profitable each quarter."

Nun wollte ich es aber mal genauer wissen. Wieviel von diesem Renditeanstieg ist tatsächlich einem besseren Scoring geschuldet, wieviel liegt einfach an der Modellierung?

Zeit, per excel eine Simulation durchzuführen, wie sich der bondoraeigene XIRR-Wert unter gewissen Umständen mit der Zeit entwickelt. Die Umsetzung stellte sich leider als recht knifflich heraus, da XIRR nur mit direkt zusammenhängenden Bereichen arbeitet. Mit Hilfsblättern und indirekten Verweisen habe ich es dann aber doch hinbekommen.

Der Einfachheit halber ist das meine Berechnungsmethode, sie sollte mit der von bondora übereinstimmen.
  • Bei einem festgelegten Zinssatz fallen x Prozent der Kredite sofort aus (das ist die Vereinfachung)
  • Jeden Monat zahlt der Rest pünktlich, ggf. wird bei einem einstellbaren Prozentsatz ein einstellbarer Wert an DCA-Fees fällig (Spätzahler).
  • Des unbezahlte Prinzipal der Ausfälle wird abgeschrieben.
  • Um XIRR zu diesem Zeitpunkt zu berechnen, wird das Principal aller Kredite, auch der ausgefallen, zu 100% auf Habensseite verbucht.
  • Frühzahlungen und Recovery sind (noch) nicht berücksichtigt.
Legen wir mal los. Bei einem typischen spanischen F-loan liefert Bondora die Angaben 45% Zinsen, 30% Ausfallwahrscheinlichkeit. Bei 10k Anlagesumme wäre die monatliche Rückzahlungsrate gut 421€, bezahlt werden aber nur knapp 295€.

Die ersten 10 Monate ergibt sich ein XIRR-Wert von 32% (Aha. Kommt uns irgendwie bekannt vor...)
Nach zweieinhalb Jahren ist er immer noch bei 30%. Spitze. Und am Ende 22%. Auch nicht schlecht. Aber doch deutlich weniger. Das liegt daran, dass bei Ratenkrediten am Anfang die höchsten Zinsen bezahlt werden, die die Verluste deutlich überkompensieren, am Ende jedoch nur noch Tilgungen, so dass jeden Monat ein realer Verlust verbucht wird.

Schalten wir nun die DCA-fees dazu. 15% Verzüge, 20% Gebühren scheint mir eher am opimistischene Ende zu sein. Das senkt die Anfangsrendite um 2%, die Endrendite um 4%.

Ja, man sollte nach spätestens der Hälfte verkaufen. Geht aber nicht. Sind ja spanische ausgefallene Anteile. Und die sind unverkäuflich.

OK. Was passiert, wenn 40% ausfallen? Ohne DCAs?
Die Anfangsrendite sinkt auf 25%, die Endrendite auf 5%.
Mit DCAs wird das zu einem Nullsmmenspiel. 0% Gesammtrendite! Allerdings 4000€ zu versteuernde Zinsen eingenommen. Nicht witzig.

Gehen wir in den HR-Bereich.
66% Zinsen, 64% Ausfallwahrscheinlichkeit erzählt mir da Bondora.
Da liegt man die erste 16 Monate über 20% "Rendite". Am Ende bleibt ein zweistelliger Verlust.
OK, das war nun doch sehr krass eingestellt. Reduzieren wir mal auf 50% Ausfall. Dafür aber wieder 15% Spätzahler.
Die Rendite der erste 18 Monate geht über 30%. Am Schluss bleiben noch 5%. Immerhin. Aber 5000€ zu versteuern - nicht vergessen...

Wie die Überschrift sagt: Zahlenspielereien. Was man aber daraus lernen kann:
Bondoras Berechnungsmodell ist zwar mathematisch korrekt, inhaltlich aber absoluter Blödsinn was die Prognose der Rendite bei hochverzinsten Krediten angeht. Das dicke Ende kommt immer erst im letzten Drittel der Laufzeit, vorher sieht alles wunderbar aus. Im August mit Zahlen vom laufenden Jahr zu argumentieren ist also bestenfalls unseriös.

Ich will daraus nicht folgern, dass bei Bondora am Ende keine guten Renditen stehen können. Aber gerade der Anfänger sollte sich tunlichst auf gute Bonitäten A-C konzentrieren und nicht von den Zahlen blenden lassen. Das sieht auch Bondora selbst so:

"Don’t just chase yield. Remember there is risk in the risk/return equation too. Invest wisely."
Es ist aber nicht nur das Risiko sondern systemimmanent.

Samstag, 3. September 2016

Open letter to bondora

Hi bondora,

I'm an investor since 2012 and had bought a 6-digit amount of loans. Overall I'm rather satisfied with my returns of investment being a bit anxious looking to all the defaulted loans I own.

You did some changes the last two years unfriendly to your investors. Some of them you had to do from legal reasons i.g. not to demand any penalities for late paid loans from the borrowers. Others, so you tried to explain us, would be good for us investors: higher returns from defaulted loans and much less defaults at all. There has been an interesting poll on facebook where as good as all investors impugned that this would be a good idea but all of bondora's employees liked this changement.

Looking on your calculation sheet you can see that there have been paid more then 120'000€ to DCAs and other third parties since april. All paid by the investors now. Most of this sum I guess had to be paid anyway even without changement by anybody.

I don't like that the investors have to pay all these fees now but I understand that bondora can not pay these either. It is important for us investors that bondora doesn't make losses all over the next years because in this cause we cannot invest any more soon.

So I (and this is only my opinion) don't care if there are now such fees for the investors. But they have to be reasonably and transparent. So if I get i.g. 80% of the principal and some interests back from defaulted loans this may be not a bad deal. And if I have to share the recoveries 4:1 with the DCAs I won't moan.

BTW most of the DCA fees had been paid from penalty and extra interest. On the one hand this is good because not a big impact to my returns on the other hand those penalties will die off AND most of the fees are paid from loans I never had ANY fees in mind when I bought them. But ok. For me isn't that the main problem.

I try to be constructive. So now my questions and suggestions to bondora.

1. Please make clear what write offs mean. There is a mess with

a) Write offs where the outstandings are no more collectable. Please show us a short reasons in such cases.

b) Write offs that are fees to DCA, court and so on. Please write FEES to those. There are reasons from taxation too and not only in few cases (criminal, bankrupty...)

2. Nobody (real nobody, there was a poll at facebook too) does understand how you calculate the fee writeoffs. Please explain that accurate and understandable. Please show us the percentage that will be cut off whenever it changes and don't change it arbitrarily.

3. Don't mix overdue fees and default fees. There are a lot of borrowers that pay some 10-30 days to late, I doubt that a DCA does here a great job but even so it is very simple and there has never to be a haircut of more the 20% of the interests.

4. Many people don't like mixing up collection fees anyway. If you do so you have to explain what you are doing and why. There should be legal reasons to do so too.

5. Never tell us again "it is all explained and we have nothing to tell more". We are your clients. If you don't get money from the investors you won't have money to lend. If there are so many questions this is only your fail and you have to fix it.

6. There are lot of loans with absurde write offs form over 50 up to 80%. There are loans where write offs are made with the first repayment what was only 2 days late. We cannot trust your system at all. Please give as a possibility to check if there have been mistakes from technical reasons. If there is one (ore more) fixed and announced cut percentages it would be much easier.

As said I tried to be constructive and not emotional. Nevertheless I'm rather upset about the threatment from bondora. I don't need your PR videos please fix all these bugs before you wast your time with those.

Montag, 29. August 2016

Mal wieder: Bondora und anderer Leute Geld

Also, trotz allem, ich mag ja Bondora eigentlich. Die API-Schnittstelle, die sie zur Verfügung stellen. Die breite Bandbreite an Investitionsmöglichkeiten an Erst- und Zweitmarkt. Die kompletten Datensätze, die sie uns zur Verfügung stellen. Aber. Großes Aber.

  • Die IT bringt's ja mal gar nicht. Oder genauer gesagt, das QM. Da werden Seiten und Daten auf die Außenwelt losgelassen, die noch nicht mal halbgar sind. Von ihrer CSS-Entwickung mal ganz abgesehen.
  • Die Naivität mit der an viele Dinge herangegangen wird. Das kann man ja so machen, wenn man ein Handyspiel entwickelt. Abder doch bitte nicht im Finanzbereich.
  • Die Kommunikation. Immer nur das zugeben, was man aufgrund objektiver Fakten nicht mehr abstreiten kann. Dazu gleich mehr. Jede Woche x mehr oder weniger uninteressante Newsletter. Aber wichtige Veränderungen werden erst einmal unterschlagen. Bis es dann mal wieder auf Facebook einen Shitstorm gibt.
Trotz alledem scheint das größtenteils zu klappen. Warum - weil es die meisten Anleger gar nicht interessiert. Mal ganz ehrlich: wie viele legen noch bei auxmoney an. Da werden sie am Ende ihr Geld nicht wiedersehen. Passt ja in die Zinslandschaft, ok. Aber bei Negativzinsen auf dem Girokonto von 0,2% wäre das Geschrei riesig - kann man nicht machen. Wenn bei AM am Ende -3% (pro Jahr) übrig bleiben, merken das die wenigstens. Mathematische Kompetenz in Punkto Geldanlage?  In Deutschland?? XIRR??? Wenn da auf der Webseite 15% Rendite steht (komisch bei Zinssätzen, die allesamt darunter liegen), ist der Anleger zufrieden und muckt nicht auf.
Ähnlich macht das ja Bondora. Per default sieht man da irre Ertragszahlen. Nur dass die Berechnungsmethode dazu etwas eigen ist, nicht falsch, aber recht einzigartig. Mehr dazu kann man (auf Englisch) hier nachlesen.

Ich nähere mich gleich wieder dem in der Überschrift versprochenen Thema, keine Angst :)
Ob man bei Bondora Gewinn und Verlust macht, hängt bei fast allen Anlegern sehr stark an dem Erfolg der Eintreibung ausgefallener Kredite. Bei Bondora fallen viele Kredite aus, bei nicht wenigen Anlegern sind das über 50%. Wenn man die Rate konservativ ausrechnet, und nicht so kreativ wie im o.a. Link erläutert.
Wie groß ist die gesamte Ausfallrate? Die Zahl sah zu bedrohlich aus, deshalb wurde sie von Bondoras Webseite entfernt. In ihrem Blog kann man dazu einiges zur Performance nachlesen, aber, wir erinnern uns, kreative Berechnungsmethode.

In ähnlicher Weise findet man im Blog auch Angaben über den Recoveryprozess. Das Bauchgefühl bleibt, die Zahlen scheinen irgendwie nicht zu stimmen. Bei über 2000 Anteilen im default müsste doch eine gewisse Koinzidenz auftreten.

Natürlich kann man sich aus den veröffentlichten Daten per eigener Berechnung die gewünschten Werte beschaffen. Auf Grundlage der kompletten Kreditbasis, Vollerhebung. Dankenswerterweise macht das Arne jeden Monat für uns und hier findet ihr die Werte vom August 2016. Total 31% Ausfälle, 14% davon recovered. Klassisch konservativ berechnet.

Ok, jetzt endgültig back to topic. Seit April werden ja sämtliche Zahlungsstörungen nach spätestens drei Wochen an externe Agenturen, die DCAs abgegeben. Die sich da natürlich schön bezahlen lassen. Und Bondora gibt die Rechnung an die Anleger weiter ("Geld anderer Leute").

Wie das funktioniert, zeichnet sich allmählich ab. Ich erkläre jetzt mal, was ich mir nach vielen Facebook- und Forenposts so zusammengereimt habe. Das ist vermutlich immer noch nicht ganz das Richtige, das ist aber egal, wird sowieso in ein paar Wochen wieder geändert.

Es gibt einen Pool, in dem alle Kredite mit Zahlungsstörungen zusammengefasst werden. Ob es einen Pool gibt oder je nach Land einen, ob Overdues und Defaulted zusammengefasst werden oder nicht, ist nicht geklärt. (Wie schön war da doch smava. Da wurden monatlich transparent die Zahlungsquoten dargestellt).

Wenn jetzt eine Zahlung an einen dieser Kredite aus dem Pool eingeht, wird von dieser eine Gebühr einbehalten. Egal ob eine solche tatsächlich anfiel oder nicht. Egal ob der Kredit über einen Gerichtsvollzieher seit Jahren zuverlässig seine Rate abstottert oder sagen wir mal per Vorzeigen eines Baseballschlägers 5€ erlöst werden konnten - von allen wird der gleiche Prozentsatz abgezogen. Das waren zunächst mal gut 15%. Zum Teil gab es Verwirrungen, weil das mit dem zeitnahen Abziehen nicht so geklappt hatte und dann gebündelt nachgeholt wurde, aber nun gut.

Die Abzugsrate, also der Prozentsatz wird nach Belieben und zu einem beliebigen Zeitpunkt von Bondora festgelegt. Im August waren die Kosten ziemlich hoch - viele Gerichtsverfahren wurden gestartet - jetzt sind auf einmal 35% fällig. Der Anleger wird darüber im Unklaren gelassen und es erfordert einiges Interesse und einige Kenntnisse um solche "Anpassungen" überhaupt zu bemerken.

Nun habe ich einiges Verständnis dafür, dass auch ein fintec-Startup irgendwann mal in Richtung schwarze Zahlen gehen muss. Dieser ganze Inkasso- und Mahnungszirkus verursacht natürlich immensen Zeitaufwand und dem muss man sich stellen. Es ist ja völlig unrealistisch, dass die Anleger 20% Erträge einnehmen und der Plattformbetreiber verbrennt nur Geld. Nachdem die Abwälzung der Kosten auf die Kreditnehmer nach Aussage von Bondora gesetzlich nicht mehr möglich ist (in Deutschland geht dass, dafür sind hier aber so extrem hohe Zinssätze verboten), gehen die Gebühren jetzt halt zu Lasten der Anleger (glaubt nicht, dass das bei anderen Anlageplattformen anders ist).

Nur, dann muss man das halt a) offen kommunizieren und nicht als "Verbesserungen im Inkassoverfahren" bezeichnen und b) seriöse Regeln festlegen nach denen diese Abzüge festgelegt werden. Und diese Änderungen wiederum kommunizieren.

Ich wiederhole noch einmal, an sich ist das Inkassoverfahren effizient und besser als bei jeder deutschen Plattform. Und hohe Zinsen sind auf jeden Fall mit hohen Ausfällen korreliert, das ist alles kein Problem. Auch die Gebühren an sich nicht. Aber bitte nicht rückwirkend, klammheimlich und intransparent einführen und jedes Detail erst nach einem Shitstorm preisgeben.

Jetzt mal wieder zurück, warum ich Bondora mag: man hat hier die Zahlen veröffentlicht welche Konkreten Eintreibungen es gab und wie sich der Betrag auf Anleger und DCAs verteilt. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist das der Zeitraum von April - 28.8.2016 und zwar über alle von Dritten betroffenen Anlagen (DCA und Bailiff=Gerichtsvollzieher). Wenn das alles für bare Münze genommen werden kann (s.o.), eigentlich keine schlimmen Werte.
Bislang ist da "nicht viel verlorengegangen" - die meisten Abzüge gingen zu Lasten von Penalties (=Strafzinsen). Tut nicht weh. Bedeutet aber, dass hauptsächlich alte Kredite betroffen sind (rückwirkende Vertragsänderung) und außerdem wurden die Strafzinsen vor über einem Jahr ja abgeschafft. Das bleibt also nicht so. Die alten Kredite (die wenig Kosten verursachen und STrafznsen einbringen) sterben mit der Zeit aus.

Fazit: ich mag Bondora irgendwie immer noch. Aber man könnte so vieles ganz einfach besser machen. Scheint aber die Mühe nicht wert zu sein, denn die meisten Anleger schauen ja nur auf die Standard XIRR-Grafik, schalten den Portfoliomanager ein und sind zufrieden. Das Dutzend, das die Hintergründe durchschaut und rumnöhlt, ist eh im Wesentlichen auf dem Absprung. Weil 12% Rendite zu wenig sind? Oder weil man Bondora nicht mehr traut? Von beidem ein wenig. Noch gebe ich nicht auf. Schließlich kann man sich seine Anzeigen mittlerweile selbst konfigurieren und die folgenden treffen es bislang ganz gut:

Und die sagen mir 14,2% Rendite vor Steuern voraus. Damit lässt sich doch leben.

Sonntag, 28. August 2016

Bondora - was änderte sich in einem halben Jahr?

Dieser Eintrag ist ein Rückblick auf

Bondora Stand Februar 2016

Ich versuche, die gleichen Berechnungen durchzuführen und die Änderungen kurz zu kommentieren.

Bei Bondora sieht immer noch alles bestens aus...



Spitzen Rendite (fast unverändert), hohe Erträge von über 60% des eingesetzten Kapitals. Ausstände trüben das Bild daher nur wenig:

Keinerlei Änderung bei den Verzügen. Erstaunlich.
Inkasso scheint ja gut zu funktionieren, im Schnitt schon die Hälfte oder so eingetrieben.

 Hier scheinen sich die Werte praktisch durchgehend leicht verschlechtert zu haben. Das liegt natürlich an der Berechnungsmethode. Inzwischen werden ja ein halbes Jahr zu leistende Zahlungen mehr als Basiswert genommen. Die Eintreibung kann damit nicht Schritt halten. Oder liegt es an den write-offs, den Gebühren an die DCAs?

Nun bei den unbezahlten Zinsen kommt allmählich etwas. Manche Schulden wurde inzwischen beglichen und dann gibt es Zinsen:


Ohne die absoluten Werte zu sehen, sind die Balken allerdings wenig aussagekräftig.
Die Risk-Grafik spare ich mir mal, ich habe sie eh noch nie verstanden. Ist gleich bunt geblieben.

Inzwischen bin ich auf den 9. Platz abgerutscht. Stört mich nicht ;)

Jetzt die Rückseite der Medaile

Die weiteren Daten stamme aus dem gestern generierten Investmentreport, aufgearbeitet durch mein Plugin.




Etwa 57% ausgefallene, jeweils knapp 7,5 bzw 4% mit Principal/nur Zinsen im Verzug, 31,5% pünktliche Zahler. Das hat sich deutlich verbessert. Ein Teil davon liegt daran, dass ich mein Kapital um etwa 10% aufgestockt habe. Aber es läuft auch besser, vor allem bei den Verzügen.
Spanier sind natürlich nicht besser geworden. Inzwischen rund 95% ausgefallene. Den Rest habe ich auch eher verkauft.


 Alle Daten zu Ausfällen und Recovery übersichtlich auf dem aktuellen Stand:



Die Zahlen könnt ihr ja selbst vergleichen. Insgesamt hat sich das recovery deutlich verbessert. Auf den ersten Blick sieht es auch nach einer höheren Ausfallquote aus, das liegt aber auf der Bezugsbasis. Diesmal sind die Werte auf den von mir gekauften Principalanteil bezogen. Aus den Daten ist im Moment der Ausgangsanteil der Loans nicht mehr ablesbar.

Meine risikobereinigten Prognosen sind im letzten halben Jahr von etwa 8% auf 13% erwartete Jahresrendite angestiegen. Weiterhin kommen beträchtliche Anteile aus dem Zweitmarkt. Nach Steuern strebe ich über 5% Rendite an.



Verkaufte ausgefallene Kredite

Auch hier ein Update: wie ist  die Bilanz bei verkauften Inkasso-Krediten?
Dazu im Folgenden einige Tabellen, die mit der Februarversion verglichen werden könn. Zunächst der Überblick.Lohnsumme ist immer der Principalwert zum Zeitpunkt des Kaufs.

Default_verkauft

Country Lohnsumme Kaufpreis BezahlteZinsen EAD1 Gewinn
EE 14.083,86 € 12.849,17 € 1003,09 13.112,75 € -438,61 €
ES 6.291,48 € 3.486,85 € 120,88 6.520,24 € 632,86 €
FI 8.979,76 € 6.604,38 € 163,53 8.787,88 € 701,24 €
SK 642,64 € 538,45 € 29,83 624,80 € 42,05 €

29.997,74 € 23.478,85 € 1317,33 29.045,67 € 937,54 €

Insgesamt kein schlechtes Geschäft. Allerdings sind viele der Anteile erst im späteren Verlauf, nachdem ich sie verkauft hatte, ausgefallen. Deshalb ein genauerer Blick:


Nach_Default_verkauft

Country Lohnsumme Kaufpreis   BezahlteZinsen EAD1             Gewinn
EE 3.769,03 € 3.126,00 € 278,64 3.817,01 € -1115,84
ES 3.518,13 € 1.109,83 € 30,41 3.910,44 € 400,03
FI 3.584,30 € 1.738,33 € 33,77 3.694,67 € 219,65
SK 127,48 € 58,56 € 3,33 132,74 € -3,95

10.998,94 € 6.032,72 € 346,15 11.554,86 € -500,11
 
Da bleibt dieses Mal, auch unter Berücksichtigung der Zinsen, ein kleines Minus. Allerdings sind darunter 450€ durch den Verkauf eines einzigen estnischen Kredits, ein absoluter Anfängerfehler mit praktisch Totalverlust.


Im Default ge- und verkauftIm Default ge- und verkauftnach Ländern
Country Lohnsumme Kaufpreis BezahlteZinsen EAD1 Gewinn
EE 986,86 € 509,12 € 28,50 € 1.113,50 € 166,53 €
ES 2.951,48 € 707,11 € 0,57 € 3.373,26 € 344,66 €
FI 2.556,77 € 906,88 € 5,60 € 2.676,29 € 357,33 €
SK 72,73 € 13,18 € 0,00 € 79,86 € 6,30 €

6.567,84 € 2.136,29 € 34,67 € 7.242,91 € 874,82 €

Ohne diese sind erwartungsgemäß verkaufe Inkassokredite ein Minusgeschäft.
Und was ist mit denen, die ausgefallen gekauft wurden, aber bislang nicht verkauft?



Gekaufte unverkaufte Defaults nach Ländern
Country Lohnsumme Kaufpreis BezahlteZinsen EAD1 Recovery
EE 1.500,49 € 963,52 € 69,26 3.103,41 € 2.018,74 €
ES 1.552,44 € 294,35 € 18,37 2.853,38 € 1.635,98 €
FI 499,04 € 273,09 € 22,54 1.550,71 € 1.159,80 €
SK 188,80 € 41,22 € 1,48 218,23 € 32,67 €
Summe 3.740,77 € 1.572,18 € 111,65 7.725,73 € 4.847,19 €

Die trüben natürlich die Bilanz. Jedoch waren auch nicht alle für den Verkauf gedacht. Leider täuscht die Spalte "Recovery" etwas, denn das sind alle Erträge, auch die des Vorbesitzers. Für die Zinsen gilt das nicht.

Hinweis: Die letzten beiden Tabellen wurden überarbeitet; es gibt da problematische Formatierungsunterschiede bei den Kauf- und Defaultdaten, eventuell stören diese die Vergleiche trotz versuchter Konvertierung.
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