Donnerstag, 4. August 2022

Meine p2p-Trends im August

Quick and dirty, und völlig subjektiv

Bondora: habe ich mehr oder weniger aufgegeben. Lediglich go&grow bleibt einiges stehen im Moment. Kompensiert die Inflation, zumindest zum größten Teil.

Peerberry: nach der jüngsten Zinssenkung habe ich ca. 30% abgezogen. 10% sind mir nicht risikoangemessen. Es gibt aber ab und an auch noch ein paar die ganz ok sind. 3 Monatsgredite zu 11% aus Litauen, ja.

Swaper: läuft deutlich besser, kaum noch cashdrag, bleibt.

Omaraha: weiß nicht. Die ganze Zeit zäh mit investieren, das hat sich gebessert. Aber doch deutliche Ausfälle. Rendite noch zweistellig, aber wer weiß. Ist halt eine der noch wenigen echten P2P-Plattformen.

estateguru: viel Umgeschichte die letzten Tage. Inkasso etwas abgebaut (eigentlich deutlich, 40% für mich persönlich). Keine deutschen Kredite für mich. Rendite eher einstellig, warum genau verstehe ich nicht - Zinszahlungsaufschübe?

lendermarket: läuft eigentlich prima. Aber mein Bauchgefühl sagt reduzieren. Darauf höre ich. Werde mal um 25-35% reduzieren.

Ablrate: wird abgewickelt. Hoffentlich kommt da noch was. Wenn die Hälfte meiner doch noch ordentlichen Anlagesumme zurückkommt, bin ich aus dem Schneider. Könnte schon gutgehen.

afranga: da werde ich etwas zulegen. 14%, läuft gut und ich habe noch nicht viel investiert.

monacera: wenn man mit 9-10% Zinsen zufrieden ist, völlig ok. Werde ich nicht ändern.

Zum Herbst hin brauche ich Cash, das passt also.

Sonntag, 17. Juli 2022

P2P schlägt Wertpapierdepot

Mitte Juli 2022 mal wieder ein Blick auf die Rendite meiner Geldanlagen. Ich habe immer das aktuelle Jahr und den letzten 2-Jahreszeitraum im Blick.

In diesem Jahr reicht es insgesamt nur knapp in die Gewinnzone, ein halbes Prozent habe ich zugelegt.

Auf zwei Jahre bezogen liegt der IZF dann schon bei 8,5%. Das ist zugleich auch die niedrigste Rendite, die mir ein (laufendes) P2P-Depot einbrachte, namentlich Estateguru. Dort reicht die Spannweite aber bis über 15% (lendermarket) und 16% (swaper).

Ein paar Abschreibungen gab es bei Bondora. Mein Depot dort wird aber langsam auslaufen. Längst habe ich meine Einzahlungen wieder erwirtschaftet und abgezogen. Auf g&g ist einiges zwischengeparkt und gleicht zumindest mehr oder weniger die Inflation aus.

Mein größtes Aktiendepot mit Einzelwerten brachte übrigens auch 15% auf die letzten beiden Jahre. Das lag hauptsächlich an GESCO, meinem größten Einzelinvest überhaupt. Da wird zudem bald eine vierstellige Summe an Dividenden ausbezahlt. 

ETFs hingegen waren insbesondere dieses Jahr überhaupt nicht der Bringer. Da das alles Sparpläne mit einem Zeithorizont von noch 8 Jahren+ sind, regt mich das nicht weiter auf. Aber einmal mehr zeigt sich, dass cleveres P2P-Sparen eine wirklich gute Ergänzung darstellt.

Schon sind aber die Zinsen wieder am Rutschen, afraga geht mal wieder von 14% auf 12% und auch peerberry hat deutliche Zinssenkungen angekündigt. Angeblich Sommerflaute. Ich werde umschichten.




Sonntag, 19. Juni 2022

p2p im Juni 2022

Ist p2p noch eine Alternative, gerade im Bärenmarkt? Halten sich die zweistelligen Renditen? Einige kurze Einsichten in meine laufenden Investitionen.

Bondora ist praktisch tot. Ich habe noch einiges in go&grow zu 6.75%, die "echten" Anlagen sind nicht mehr verfügbar.

Swaper läuft zwar sehr erfolgreich mit Zinsen von 16%, aber ich ertrinke im cashdrag. Inzwischen über 1/3 uninvestiert, mehr als im gesamten Juni (heute ist der 19.) überhaupt investiert wurde. Schade.

Estateguru ist wenig auffällig. Wenig Ausfälle. Die Zinsen geben wieder nach und bewegen sich um die 10%. Nachinvestieren eher schwierig weil ich keine deutschen, finnischen oder gar spanische Immobilien finanzieren möchte.

Lendermarket Anlegen zu 15% (30 Tage) kein Problem, aber die Rückzahlungen stocken. Eigentlich müssten bei meinen Anlagehorizont im Monat über 80% rollieren. Bis heute waren es um die 10%.

peerberry Die nicht vom Krieg betroffenen Kredite laufen prima, kein Grund weiter Geld abzuziehen. Aus RU kamen bislang ca 25% zurück.

afranga Die Zinsen haben wieder auf 12% nachgegeben. Läuft ansonsten problemlos.

Omaraha Hier stocke ich jeden Monat ein wenig auf. Allzuviel Investment ist bei kleiner Stückelung nicht möglich. Rendite deutlich zweistellig.

ablrate Hmm. Nicht gut. Die meisten Kreditnehmer gönnen sich eine Zahlungspause.

Noch läuft also im Wesentlichen alles deutlich besser als auf dem stock-market. Trotzdem werde ich vorsichtiger und ziehe eher Geld ab. Brauche ich auch für eine größere Investition (Wärmepumpe).

Mittwoch, 25. Mai 2022

Bondora schreibt unvermittelt massiv Kredite ab

Zehn Jahre habe ich nun bei Bondora investiert und diese Zeiten neigen sich dem Ende zu.

Zumindest gehe ich mit Gewinnen, das steht mittlerweile fest. Und ich werde noch einige Jahre mehr oder weniger passiv dabei sein (müssen).

Längst hat sich Bondora völlig gewandelt, und nach meiner Meinung nach nicht zum Guten. Die zweistelligen Renditen sind hier schon lange nur noch in Ausnahmefällen möglich. Andere Plattformen bieten die weiterhin, z.B. Estateguru (mit recht überschaubarem Risiko) oder buy-back-Plattformen wie lendermarket (bis 16%, durchaus mit Risiko).

Bei Bondora kann man "klassisch", also in Einzelkredite, nicht mehr investieren. Ob sich das lohnen würde bleibt also dahingestellt.

Bleibt go&grow mit aktuell 6,75% (stark gedeckelt) oder sogar nur 4% (ungedeckelt). Beides auf der gleichen Kreditpool-Grundlage mit deutlich über 50% finischen Krediten, riskant, mit unseriösen Verzinsungsmodellen.

Und, Bondora macht sowieso was es will. Jetzt kam es schon zum zweiten Mal vor, dass unvermittelt ein großer Batzen "ausgefallener" Kredite (die aber teilweie durchaus noch was bezahlen) wohl an ein Inkassounternehmen verkauft worden sind. Vermutlich. Denn was passiert, sagt Bondora ja nicht. Die tun es einfach. Mit meinem Geld. Buchverlust: bis zu 95%.

Nun weiß ich natürlich, dass diese Kredite deutlich weniger wert sind als der vermeintliche Restwert. Auch wenn da noch sehr viele Zinsen auf dem Papier stehen. Aber in den Kreditverträgen stand niemals, dass man so vorgehen könnte.

Bondora zwackt sich bei jeder Zahlung aus dem Inkasso rund 35% der Rückzahlungen ab. Auch dass war nie so vereinbart. Seit ein paar Jahren weiß man das, akzeptiert es stillschweigend, rechnet damit. Man rechnet auch damit, dass einige Kreditnehmer nie zurückzahlen werden. Alles klar.

Aber Anteile zu unter 10% vom Nominalwert an Finanzhaie zu verkaufen war nie mein Plan. Ich konnte damit auch nicht rechnen.

Jetzt ist genug und ich werde fortan deinvestieren. Bondora stört das nicht. Es gibt genug Dumme, die ihnen auch mit nicht garantierten 4% das Geld nachtragen. Klingt ja super. Dass da ein Risiko drinsteckt, habe ich gerade erlebt. Das kann auch bei g&g jederzeit passieren. Dann wird halt mal das Gesamtportfolio um 30% "bereinigt". Steht ja fett da, dass das Kapital im Risiko steht.

Ich sage jetzt nicht, dass das für jeden schlecht sein muss. Aber ich habe gerne selbst zumindest teilweise die Kontrolle oder möchte zumindest transparent informiert werden.

Jetzt darf ich erstmal dem Finanzamt erklären, warum die fetten Jahre vorbei sind. Das gibt per Saldo keine schwarze Null mehr dieses Jahr. War eingepreist, klar. Aber nicht so unvermittelt.

Donnerstag, 19. Mai 2022

Aktuell 2% Bonus bei der P2P-Plattform Lendermarket

Lendermarket fällt immer wieder positv durch cashback-Aktionen auf. Zusätzlich zu den Zinsen zwischen 12% und 16% gibt es dann noch (einmalig) 2% absolut obendrauf. D.h. je nach Anlagezeitraum ist die effektive Verzinsung noch deutlich höher.

Diesmal nur für Neukunden, die sich von "Freunden" werben lassen. Zum Glück legen das die Anbieter immer sehr großzügig aus - eine Freund ist jemand, der einem Einladungslink folgt.

Wichtig ist, dass ihr euch bis spätestens zum 7.6. angemeldet haben müsst (lieber etwas Puffer einplanen) und dann gibt es diese 2% auf alle Einlagen der ersten 30 Tagen (siehe hier, auch mit Link auf die genauen T&C zum Download).

Sieht jetzt nach Werbung aus, aber wie ihr wisst, empfehle ich nie etwas, von dem ich nicht selbst auch überzeugt bin. Natürlich will Lendermarket erreichen, dass ihr das Geld nicht nach wenigen Monaten wieder abzieht. Sondern mehr und mehr anlegt. So geht es mir gerade, denn es gibt immer wieder verführerische Aktionen auch für Bestandskunden (und deren frisches Geld, selbstredend). Auch kann man zwischendurch durchaus mal etwas abheben und dann ein paar Wochen oder Monate später mit neuem Bonuns "zurückbringen". Meist haben mich die doch sehr attraktiven Zinsen aber von solchen Spielchen abgehalten.

Nun aber zu meinen Erfahrungen: ich bin seit knapp zwei Jahren dabei und meine bislang (selbst nachgerechnete) Rendite liegt bei über 14% p.a. Zur Zeit ist das Zinsniveau noch etwas höher und auch bei einmonatiger Laufzeit sind 15% erzielbar. Soweit wurde alles den Bedingungen gemäß zurückbezahlt. Die meisten Kredite sind aus Polen oder Spanien.

Lendermarket bietet buy-back an, genauer gesagt ist Lendermarket nur die Plattform und die (meisten) Kredite sind von Creditstar. Diese Firma hat schon eine längere Geschichte u.a. bei mintos. Und keinen schlechten Ruf.

15% ist Junk-Level, das sollte jedem klar sein. Das eingesetzte Geld ist im Risiko. Dafür verdoppelt es sich halt auch nach knapp 5 Jahren. Bislang konnte ich nur eine Schwäche ausmachen: der Kapitalbedarf von Creditstar scheint stark zu schwanken. Ist er groß, so kommt es mir vor, als werden mehr Kredite später zurückbezahlt. Laufzeiten von 30 Tagen weiten sich dann schnell auf 90 Tage (manchmal noch mehr bei "offizieller" Verlängerung) aus. Wird aber alles verzinst. Nur: es gibt keinen Zweitmarkt und daher keine Ausstiegsmöglichkeit, man sollte also nicht tagesgenau auf die Rückzahlung angewiesen sein.

Ansonsten: einfache und übersichtliche Oberfläche, sehr gutes Autoinvestments, fast immer ausreichend Kredite vorhanden (kein cash-drag).

Wer es auspobieren will, geht hier lang: https://www.lendermarket.com/ref/6dqyz1ub?lang=de

Viel Erfolg beim Investieren!