Mittwoch, 26. August 2026

Scalable: KI-verknüpfbar!

Sie wollten schon immer wissen, wann die nächsten Ausschüttungen in Ihrem Depot stattfinden werden? Welcher Anzeil an Musk-Unternehmen eigentlich in Ihren ETFs steckt? Das ist dank KI-Zugriff bei Scalable jetzt möglich.


 

Seit etwa 2 Jahren nutze ich für meine eher spekulativen Trading-Anlagen ein Scalable-Depot. Ich bis inzwischen sehr zufrieden damit, habe die Pro-Version für 4,99€/Monat und zahle damit keine Gebühren für Transaktionen ab 300€. Und das waren ganz schön viele dieses Jahr!

Auf dem zugeordneten TG.Konto gibt es immerhin 2,5%, ein Umbuchen ist in fast Echtzeit möglich, so dass ich mit einen (ungenutzten) Wertpapierkredit gut mit Limits arbeiten kann, ohne dass mich zu viele Käufe kalt erwischen.

Vor knapp einem Jahr hat man sich von der Baderbank getrennt und verwahrt die Papiere selbst auf. Das macht einiges einfacher. Bislang gab es keine Unstimmigkeiten. Auf Spreads, insbesondere außerhalb der US-Öffnungszeiten ist natürlich zu achten.

Was ist neu? Seit gestern kann man das Konto mit chatGPT oder claude verknüpfen. Die KI hat dann Zugriff, kann alle Daten auslesen und auch Aufträge  erteilen, die aber vom Investor rückbestätigt werden müssen. Ich habe chatGPT alle verfügbaren Möglichkeiten auslesen lassen:
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Ich sehe aktuell 39 Scalable-Capital-MCP-Funktionen. Für diese Übersicht habe ich nur deren bereitgestellte Schnittstellenschemata gelesen – keine Kontodaten abgerufen, keine Vorschau erzeugt und keine Änderung oder Transaktion ausgeführt.

Allgemeines:

  • Viele Funktionen akzeptieren optional portfolioId. Ohne Angabe wird nur dann automatisch gewählt, wenn genau ein Depot zugänglich ist.
  • Instrumente werden überwiegend über isin, Kryptowerte über ticker identifiziert.
  • Nahezu alle Antworten können error: { code, message } enthalten.
  • Geldwerte kommen je nach Funktion als Dezimal-string oder number.
  • Schreibende Funktionen sind unten ausdrücklich gekennzeichnet.

Konto, Depot und Liquidität

FunktionWesentliche EingabenWesentliche Ausgaben
pingkeinestatus
get_account_profilekeineProfil: personId, displayName, firstName, lastName, locale; Anzahl/Status zugänglicher Depots
list_accessible_portfolioskeineportfolios[].portfolioId; automatische Auswahl oder selection_required
get_portfolio_overviewportfolioId?, includeYearToDate?Depotwert für Wertpapiere/Krypto/gesamt; Performance nach Zeitraum; Bewertungszeitpunkte
get_portfolio_holdingsportfolioId?Wertpapierpositionen mit isin, Name, Stückzahl filled/pending/blocked, aktuellem Mittelkurs und Sparplan; Kryptopositionen und hinterlegte ETPs
get_portfolio_cash_breakdownportfolioId?cashBalance, buyingPower, ausstehende Kauforders, geschätzte Steuern; Kreditlinie und Derivate-Kaufkraft
get_portfolio_performanceportfolioId?Allokationen und Gewichtungen, beitragende Instrumente, Marktgrößenstile, Anleiheratings, Health-Checks, Szenarien, Ausschüttungen und Zinsen
get_overnight_summarysavingsAccountId?Kontobezeichnung, Saldo, Zinssatz, bisher aufgelaufene Zinsen, erwartete nächste Auszahlung und Datum

get_portfolio_performance liefert umfangreiche Analysefelder, aber keinen allgemeinen realisierten Gewinn/Verlust je Verkauf.

Kurse, Charts, Nachrichten und Suche

FunktionWesentliche EingabenWesentliche Ausgaben
search_securitiesquery, portfolioId?Treffer mit isin, Name, Wertpapierart und aktuellem Mittelkurs
get_security_quoteisin, portfolioId?Geld-, Brief- und Mittelkurs, Währung, Zeitstempel, Aktualitätsstatus sowie Performance nach Zeitraum
get_security_chartisin, timeframeKurszeitreihe timestampUtc/midPrice, Währung und Referenzschlusskurs
get_security_newsisin, locale?kurze/lange Zusammenfassung sowie Quellen mit Überschrift, Anbieter und Veröffentlichungszeit
search_derivativesunderlyingIsin, derivativeType, strategy, limit?, offset?, portfolioId?Derivate mit ISIN, Emittent, Strike/Knock-out, Hebel, Delta, Laufzeit, Prämie und impliziter Volatilität
list_order_venuesportfolioId?verfügbare Handelsplätze: Gettex, Xetra und EIX

Chart-Zeiträume: one_day, seven_days, one_month, three_months, six_months, year_to_date, one_year, max.

Transaktionen und Abrechnungsdaten

FunktionWesentliche EingabenWesentliche Ausgaben
list_portfolio_transactionsZeitraum fromTime/toTime, isin?, cryptoTicker?, Status, Transaktionsarten, Suchtext, Seitengröße und CursorWertpapier-, Bar-, ELTIF- und Kryptotransaktionen; ID, Beschreibung, Status, Zeitpunkt, Seite, Betrag, Stückzahl, Kauf/Verkauf und ISIN/Ticker
get_transaction_detailstransactionId, portfolioId?vollständiger Statusverlauf, Ausführungsdaten, Dokumentverweise, Stückzahl, Ausführungspreis, Brutto-/Nettobeträge, Gebühren und aufgeschlüsselte Steuern

Besonders relevante Detailfelder:

  • securityTrade.averagePrice: durchschnittlicher Ausführungspreis
  • securityTrade.totalAmount: abgerechneter Gesamtbetrag
  • tradeTransactionAmounts.marketValuation: Brutto-Marktwert
  • tradeTransactionAmounts.taxAmount
  • tradeTransactionAmounts.transactionFee, venueFee
  • aggregatedTransactionTaxes.totalTax
  • capitalGainsTax, solidarityTax, churchTax, sourceTax, financialTransactionTax
  • documents[]: Dokument-ID, Bezeichnung und relativer Downloadverweis
  • history[]: Status, Zeitpunkt, ausgeführte Stückzahl und Ausführungspreis

Entscheidende Einschränkung: Das Schema enthält bei normalen Wertpapierverkäufen keinen steuerlichen Einstandswert und kein direktes Feld für realisierten Gewinn/Verlust. Die Steuerhöhe allein reicht wegen Freistellungsauftrag, Verlustverrechnung, Teilfreistellung und Steuererstattungen nicht für eine zuverlässige Rückrechnung.

Sparpläne

FunktionArtWesentliche Ein-/Ausgaben
list_savings_planslesendEingabe portfolioId?; Ausgabe Instrument, Betrag, Frequenz, Ausführungstag, Dynamisierung, Zahlungsweg, nächste Ausführung und Gesamtsparrate
get_savings_plan_configlesendEingabe isin, portfolioId?; Ausgabe Mindest-/Höchstbetrag, mögliche Frequenzen, Ausführungstage, Zahlungswege, Dynamisierungsraten und Standardwerte
preview_savings_planVorschau, noch keine ÄnderungEingabe isin, amount sowie optional Frequenz, Tag, Monat, Dynamisierung, Zahlungsweg; Ausgabe effektive Konfiguration, Ex-ante-Kosten, vollständige Kundenprüfung, Ablaufzeit und signiertes submission-Objekt
submit_savings_planschreibendEingabe ausschließlich das unveränderte, separat bestätigte submission der aktuellen Vorschau; Ausgabe Status, Instrument und endgültige Sparplankonfiguration
remove_savings_planschreibendEingabe isin, portfolioId?; Ausgabe removed

preview_savings_plan erstellt keine Änderung, ist aber Teil eines möglichen Änderungsprozesses. Erst submit_savings_plan verändert den Sparplan.

Kauf- und Verkaufsorders

FunktionArtWesentliche Ein-/Ausgaben
preview_buy_orderVorschauisin, Betrag oder Stückzahl, Orderart, Preis, Handelsplatz, portfolioId?; Ausgabe Kurs, geschätztes Volumen, Stückzahl, Kosten, Warnungen, Handelbarkeit, Dokumente und vollständige Kundenprüfung
preview_sell_orderVorschauisin, Stückzahl, Orderart, Preis, Handelsplatz, portfolioId?; gleiche wesentliche Prüfdaten wie beim Kauf
submit_buy_ordertransaktionalsigniertes submission aus der bestätigten Kaufvorschau plus erforderliche acknowledgementIds; Ausgabe orderId, Status und Einreichungszeit
submit_sell_ordertransaktionalsigniertes submission aus der bestätigten Verkaufsvorschau plus erforderliche Bestätigungen; Ausgabe orderId, Status und Einreichungszeit
cancel_orderschreibendorderId, portfolioId?; Ausgabe, ob der Stornoauftrag angenommen wurde

Unterstützte Orderarten:

  • Market
  • Limit mit limitPrice
  • Stop mit stopPrice

Handelsplätze: gettex, xetra, eix.

Kauf- und Verkaufsvorschauen enthalten außerdem:

  • marketQuote
  • calculation
  • exAnteCosts
  • priceWarnings
  • tradability
  • suitability
  • requiredAcknowledgements
  • regulatoryDisclosures
  • documentLinks
  • userReview
  • zeitlich begrenztes submission

Eine Einreichung ist technisch als separater zweiter Schritt vorgesehen und verlangt eine vorherige vollständige Darstellung sowie eine ausdrückliche Bestätigung in einer späteren Interaktion.

Watchlist und Preisalarme

FunktionArtWesentliche Ein-/Ausgaben
list_watchlist_itemslesendportfolioId?; Ausgabe ISIN, Name, Wertpapierart und aktueller Kurs
add_watchlist_itemschreibendisin, portfolioId?; Ausgabe Watchlist-Status
remove_watchlist_itemschreibendisin, portfolioId?; Ausgabe Watchlist-Status
list_price_alertslesendactiveOnly?, portfolioId?; Ausgabe Alarm-ID, Instrument, Zielpreis, Richtung, Aktivstatus und Auslösezeit
create_price_alertschreibendInstrument als Wertpapier-ISIN oder Krypto-Ticker, Zielpreis, portfolioId?; Ausgabe Alarm-ID und Status
remove_price_alertschreibendalertId, portfolioId?; Ausgabe removed

Eigene Depotgruppen

FunktionArtWesentliche Ein-/Ausgaben
list_portfolio_groupslesendportfolioId?; Gruppen, zugeordnete und nicht zugeordnete Positionen, Bewertung, Performance, Sparplanvolumen und Gruppenlimit
get_portfolio_grouplesendgroupId, portfolioId?; Name, Beschreibung, Positionen, Bewertung, Performance und ausstehende Orders
create_portfolio_groupschreibendName, optionale Beschreibung und portfolioId?; Ausgabe groupId
upsert_portfolio_groupschreibendgroupId, optional Name/Beschreibung beziehungsweise clearDescription; Ausgabe updated
add_portfolio_group_holdingsschreibendgroupId, Liste von isins, portfolioId?; Ausgabe zugeordnete ISINs
remove_portfolio_group_holdingsschreibendgroupId, Liste von isins, portfolioId?; Ausgabe entfernte Zuordnungen
remove_portfolio_groupschreibendgroupId, portfolioId?; Ausgabe removed

Damit sind 22 Funktionen rein lesend beziehungsweise diagnostisch, 3 reine Vorschaufunktionen und 14 kontoverändernde oder transaktionale Funktionen verfügbar.

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Im Moment habe ich meine Portfoliogruppen thematisch umgruppieren lassen und allerlei Analysen gefahren: realisierte/unrealisierte Gewinne nach Monat, Abhängigkeiten vom Dollarkurs, Analyse meiner Silberminentrades...

Auch ein korrekter Buchungsexport für PortfolioPerformance ist jetzt ein Kinderspiel.

Gefällt mir ausnehmend gut! 

 

Donnerstag, 6. August 2026

Sommerbilanz 2027

 Am meisten lohnt sich in den nächsten Jahren wohl, die Investition in Klimaanlagenhersteller. Immer neu Hitzerekorde... hier im Keller vor dem Rechner geht es noch einigermaßen.

Keine neuen Rekorde hingegen bei meinen P2P-Anlagen. Ich schichte ruhig ein wenig um. fahre eher zurück als neu anzulegen, weil das Zins-Risiko-Verhältnis nicht mehr überall stimmt.

Mein größter Posten ist seit etwa einem Jahr swaper. Was eigentlich exzellent performt, wär da nicht cashdrag. Neuanlagen sind seit etwa zwei Monaten nicht mehr möglich, dafür gibt es vorzeitige Rückzahlungen. Ich musste daher Geld abziehen. Das ging zu

Peerberry. Eine kleine Perle unter den Plattformen, insbesondere wenn man mit den knapp zwei Jahre laufenden Immobilienkrediten klarkommt, die 10% + evtl. Bonus bringen. Bei mir rollieren die durch, so dass alle 2-3 Monate welche fällig werden und die Liquidität einigermaßen gegeben ist.

Lendermarket  da halte ich immer noch ein paar 17-18% er, aber es weden immer weniger. Ich habe die Hälfte der Anlagen abgezogen und nur noch angelaufene Zinsen dort stehen. Die Rollierung ist hier Dineo mir 1 Monat (in realiter also 3) und 12%.

Das Ventus-Deseaster habe ich ziemlich unbeschadet überstanden, da ich im März über 30k dort verkauft hatte. 2k stehen dort noch, vermutlich für Jahre. Trotzdem gut zweistellige Rendite.

Devon  verwendet ja die selbe Technik, ist aber ganz anders aufgestellt. ich bleibe dabei, 14% Rendite ist in Ordnung.

Mein zum Glück recht kleines Depot bei Nordstreet sagt mir, dass es gut war vorsichtig zu sein. Wie werden keine Freunde werden. 

Eine so nicht erwarteter Totalausfall ist ecoligo. Auch hier habe ich seit langem aufgehört zu investieren, mich am Anfang aber zu sehr blenden lassen vom vermeindlichen Impact. Es ist ok, einen Teil meiner Gewinne investiere ich gerne zum Wohl des Planeten. Dass die Gesellschaft insgesamt eher fishy ist, wurde lange vermutet, zu viele Verschachtelungen. Die letzten beiden Zahlungstermine fielen komplett aus. Dass es weltweit zufällig gerade so viele Probleme geben soll bei boomenden Energiehunger ist nicht zu glauben.

Ebenso, wenn auch deutlich langfristiger, geht es mir mit forest finance. Ein teures Spendenprojekt. Schreibt durchgehend nur rote Zahlen, da wird man wenig Geld wiedersehen.

Obwohl Estateguru behauptet, dass alles glänzend läuft, ist bei meinen Altanlagen nicht viel davon zu sehen (nein nur etwa 400€ in deutsche Projeket). Inzwischen bin ich hier auch auf Zinsen runter. Die Rendite hat sich allerdings auf unter 3% (dieses Jahr) eingepegelt. Auf 5 Jahre waren es noch 8%. Auch nicht brilliant, deutlich unter meinen ETFs.

Afraga hat mein Geld von Stikcredit zurückbekommen und noch etwas obendrauf. Die Plattform entwickelt sich in eine gute Richtung, wenn auch langsam. Der seit einiger Zeit verspochene  Zweitmarkt ist noch nicht aufgetaucht (bei Lendermarkt warten wir indess schon Jahre). Das etwas seltsame Quellsteuerkonstrukt-Konstrukt schmälert die Freude, dafür gab es immer wieder Aktionen von 16% für drei Jahre, und auch die Kurzläufer schlagen

Bondora. Bietet ja nur noch Go & Grow an. Das ist für mich kein P2P. Ich bin da ziemlich angepisst, weil sie viele Jahre mein Geld genommen haben, das jetzt irgendwo in ihrem Verdauungssystem steckt und zwar noch Rückzahlungen generiert, aber hundetprozentig intransparent. Von daher, wenn sich irgendwo eine gute Chance bietet, werde ich das Geld abziehen. Geparkt, naja, besser als bei DKB & Co.

Ansonsten habe ich mehr Zeit in den Stockmarket investiert, mit Edelmetall-Minenaktien eine silberne Nase verdient (auch wenn die letzen Monate nich mehr so toll waren). Insgesamt kam die Hälfte meiner Kapitaleinkünfte aus diesem Bereich, einige realisierten Gewinne eingerechnet. Dividenden zwar spürbar, aber nicht der große Anteil.

Letztes Jahr habe ich mein Ziel mit knapp 2k netto pro Monat erstmals erreicht. Wird aber schwieriger. 

Freitag, 8. Mai 2026

P2P: Good And Bad News

 Es ist etwas ruhiger geworden an meiner P2P Anlagefront. Ich habe in letzter Zeit hauptsächlich konsolidiert.

 

Immer noch hervorragend rentiert sich Swaper, seit einigen Wochen ist bei mir der Cashdrag vorbei und ich bin voll an 24-Monat-Kredite mit (inklusive Bonus) 16% investiert. Die Zinsen werden dadurch konsequent am Monatsersten ausbezahlt und ergeben inzwischen knapp einen vierstelligen Betrag (vor Steuern). Ich stocke da weiterhin auf.

 Ein besonderes Angebot gilt gerade bei Afranga - wer sich über einen Webelink (wie diesen) registiert und mindestens 1000€ investiert, bekommt zusätzlich zu den ganz ordentlichen Zinsen einmalig 100€ obendrauf - die kann man sogar abheben. Die Plattform macht weiterhin einen soliden Eindruck, ich bin da schon mehrere Jahre dabei.

Lendermarket scheind wieder solider zu laufen, hat aber die Zinsen stark abgesenkt, deshalb von mir keine Empfehlung und konsequenterweie keinen Werbelink.

Jetzt die Schattenseiten. Ich versuche ja auch immer einen Teil meiner Anlagen in Impact investing zu stecken. Bislang habe ich damit jedoch zumindest finanziell nur schlechte Erfahrung gemacht. Ob es an der Naivität der Betreiber oder ihrer Abzockmentalität liegt, kann ich noch nicht sagen. Über Ecoligo hatte ich hier ja schon berichtet, zunächst positiv, dann zunehmend skeptischer. Diese Skepsis war durchaus berechtigt. Die letzten fälligen Zahlungen wurden allesamt nicht bedient. Da fast die ganze Kapitalrückzahlung erst am Laufzeitende stattfindet, steht da bei mir noch einiges im Feuer. Die Transparenz ist allenfalls opak. Jetzt warnt auch Stiftung Warentest. Sehr schade. Mir ging es hier nie um Maximale Rendite, aber der Unterscied zwischen Geldanlage und Spende sollte doch erkennbar bleiben.

Sonntag, 5. Oktober 2025

Ist die deutsche Energiewende gescheitert?

Wenn man in die Presse schaut, ist Deutschland Mitte Dezember 2024 nur sehr knapp der totalen Katastrophe entgangen. Um ein Haar wäre das Stromnetz zusammengebrochen, die KWh kostete über 1€, große Teile der Industrie waren lahmgelegt, kurz: DUNKELFLAUTE.

Dunkelflaute! Der Begriff hat gute Chancen, zum „Wort des Jahres 2025“ gewählt zu werden. Selbst in die englische Sprache hat es die deutsche Dunkelflaute schon geschafft, ähnlich wie etwa „Kindergarten“ oder „Rucksack“.
Und in kaum einer der kommenden Wahlkampfreden dürfte die Dunkelflaute fehlen, wenn es um die unterschiedlichen Vorstellungen der Parteien zur Bekämpfung des Klimawandels geht.        Tagesspiegel, 21.12.24


 Neu: Ein KI-generierter Überblick zum Thema

 

In der Tat hatte die Stromproduktion in Deutschland am 12.12.24 mit extrem widrigen Bedingungen zu kämpfen: praktisch kein Wind und, wenig erstaunlich, wenig Sonne bzw. nach 17h zappenduster. So blieb an Erneuerbaren nur etwa 1GW Windstrom und 2,5GW Wasserkraft, außerdem rund 5GW Biomasse, die längst schon als Grundlastkraftwerke durchlaufen, übrig. Der durchschnittliche Verbrauch liegt aber über 55GW (genauer: ca. 45-70GW, je nach Wetter, Tageszeit und Wochentag). Die Kohlekraftwerke liefen auf voller Leistung, Gas- und sogar Ölkraftwerke trugen ihren Teil bei. (ca. 18GW/17GW/0,6GW). 550g CO2/kWh markieren einen traurigen Spitzenwert.

Hat aber längst nicht ausgereicht. So importierte D an diesem Tag zwischen 10 und 15GW Strom aus den Nachbarländern, wo die Strompreise wie bei uns auf den Höchstpreis seit zwei Jahren hochschnellten. Um 17h waren es dann über 900€/MWh (90ct/kWh), Großhandelspreis, vor Abgaben, Netzentgelten etc. Wehe dem, der einen variablen Stromtarif hatte!

So zogen einige sehr stromintensive Betriebe, u.a. ein Stahlwerk, die Reissleine und machten den Betrieb kurzzeitig dicht. Aus Kostengründen, nicht weil ihnen jemand den Strom abgestellt hatte. Die Preise sind ja mindestens 24h im Voraus bekannt, und die Stromversorgen senden in solchen Fällen eine Warnung zu. Nebenbei: nur knapp 20% des Stroms werden überhaupt über die Börse verkauft, der Rest läuft über meist sehr langlaufende Verträge zum Fixpreis.

Das Echo in den Medien war gigantisch. Über 4000 Artikel erschienen dazu in den nächsten Wochen (genauer waren es knapp 500, wenn man die Dupletten herausrechnet). bei nicht wenigen wurde vor extremen Blackouts gewarnt oder die Energiewende für gescheitert erklärt (insbesondere Springerpresse und Focus).

 z.b: FAZ Welt Focus WiWo und viele mehr.

Nur wenige versuchten, sachlich Fakten darzustellen oder die Hintergründe zu beleuchten. Statt dessen wurde prognistiziert, dass uns "Schweden und Norwegen den Stromhahn" abdrehen wird, wir nur dank der französischen AKWs noch am Leben sind, bei der nächsen Dunkelflaufe reihenweise der Strom abgestellt würde etc.

Die kam übrigens über die Weihnachtsfeiertage, und keiner hat's gemerkt. 

Tatsache ist, dass solche Extremsituationen natürlich absehbar sind. Im Winter ist es immer dunkel, kalt außerdem was den Stromverbrauch in die Höhe treibt, und mit Flautentagen ist auch zu rechnen. Zwar sind letztere selten so extrem, leider manchmal aber deutlich länger anhaltend. Und dann reicht das bisschen, was wir an Speicher aufbieten können, nicht annähernd.

Tatsache ist, dass man nicht alle konventionellen Kraftwerke  (AKWs und Kohle) einfach abschalten kann, ohne eine neue Reservekapazität aufzubauen. Ob man da in letzter Zeit immer clever vorgegangen ist, kann durchaus in Frage gestellt werden. Dass das nicht kostenlos zu haben ist, steht auch außer Frage. Leider konnte die (nicht nur am Ende) völlig zerstrittene "Ampel" die entsprechenden Gaskraftwerke nicht auf den Weg bringen. 20-30Mrd Euro stehen als Baukosten im Raum.

Ist die Energiewende also gescheitert? Der Strom nachhaltig zu teuer? Müssen neue AKW her?

Die Zahlen sprechen eine ganz andere Sprache.

1. "Strom gibt es nur im Sommer, dann aber viel zu viel. Wir  zahlen drauf, den loszuwerden und kaufen ihn später zu zehnfachen Preis zurück"

Richtig: jede Menge Solarstrom im Sommer um die Mittagszeit lässt die Strompreise deutlich purzeln. Davon profitieren aber alle. Am Ende ergibt sich ja eine Durchschnittskalkulation.

Deutschland hat 2024 rund 77TWh importiert, für rund 5,3Mrd. Macht knapp 69€/MWh. Im Schnitt lag 2024 der Preis pro MWh bei ca 82€. Das war also kein schlechter Deal. Exportiert haben wir rund 48.5TWh für 3Mrd. Preis im Schnitt 62€. Also gut 10% weniger. Das ist nun wirklich nicht die Welt.
Quelle: ach gut, sicher kein linksversifftes Nachrichtenblatt.

(Um sauber zu bleiben: da kommen noch einige Posten für abgeregelten Strom hinzu. Welch eine Verschwendung. Aber das wird der Markt in naher Zukunft regeln. Konzerne haben längst entdeckt, dass man mit Batteriespreicher gute Arbitragegeschäfte machen kann. Sie werden nur noch von der Bürokratie ausgebremst...)

Der meiste importierte Strom ist übrigens CO2 arm. Da ist sicher auch Atomstrom dabei. Aber längst nicht nur. Das meiste ist Wind- und Wasserstrom aus dem Norden.

2. "Jetzt kam es raus: bei Flaute müssen die Kohlekraftwerke für die Erneuerbaren einspringen und produzieren Unmengenen an CO2!"

Umgekehrt wird ein Schuh daraus, Wir hatten seit über 60 Jahren nie so CO2-armen Strom wie 2024. Aus wenigen Tagen eine Bilanz zu ziehen ist Unsinn. Insgesamt haben die Sonnen- und Windkraftwerke jede Menge Kohle verdrängt. Und zusätzlich die AKWs ersetzt. Nur manchmal klappt das eben noch nicht. Daran muss gearbeitet werden. Eine solche Umstellung lässt sich nicht in wenigen Jahren durchziehen und erfordert ganz neue Technologien.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/energiewende-in-deutschland-kohlestrom-auf-rekordtief-boom-bei-photovoltaik-a-f6257bf3-f062-40bb-ad5b-655f5df280ee

3. "Der Strompreis ist so teuer wie noch nie! Harbeck tötet unsere Industrie"
Nein, der Industriestrom ist wieder auf das Niveau von 2017 zurückgegangen. Allerdings sind die Kosten andere - weniger die Erzeugungskosten als die Netzkosten. Letztere sind gewaltige Investitionen, von denen wir über Jahrzehnte profitieren werden.

4. "Wir brauchen dringend neue KKWs!"

Wie gesagt, es ist diskussionswürdig, ob die Abschaltung der AKWs zum jetzigen Zeitpunkt eine gute Idee war, und für beide Seiten gibt es gute Argumente. Grundlage war allerdings ein breiter Konsens in der Bevölkerung und im Parlament.

Neue AKWs jetzt zu bauen hilft aber niemanden. Mit 15Mrd für das jüngste französische AKW kann man statt 2 dieser Teile (3GW) schon alle benötigten Gaskraftwerke beschaffen. Die produzieren dann tatsächlich teureren Strom, aber das nur wenige Tage im Jahr. So billig ist der AKW-Strom übrigens auch nicht: allein die Abschreibungen inkl. buchhalterischer Aufzinsung bringt die Kosten in die Größenordnung von kleinen Solaranlagen (150€/MWh). 

5. "Alle anderen Länder sind vernünftiger. Sie bauen AKWs statt unzuverlässiger Windräder"

Falsch. Längst sind die Zuwachsraten weltweit bei Erneuerbaren in der Größenordnung von 20% und mehr pro Jahr. Kernkraft hingegen stagniert.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/energiepolitik-warum-donald-trump-die-transformation-nicht-stoppen-wird-kolumne-a-b055c406-bd74-4f04-afe8-437143ea88b7  

6. "Mehr Windräder und Solarzellen bringen in der Dunkelflaute auch nichts!"

Das stimmt größtenteils. Will man allerdings die Elekrifizierung z.B. bei Wärme und im Verkehr deutlich voran bringen, braucht man weitere Stromkapazitäten. Und letztendlich führt kein Weg an power2x vorbei. Das wird sich mit "Überkapazitäten" an Sonnentagen oder windreichen Tagen zunehmend lohnen. Dann wird der Markt das richten.

7. "Deutschland hängt nun endgültig am Tropf der Nachbarstaaten. Ohne Stromimporte können wir den Laden dicht machen! Das ist asozial!"

Falsch. Richtig ist, dass D im Moment Nettoimporteur ist (s.o). Das ist erst seit etwa zwei Jahren (wieder) so und trifft zeitlich mit dem Abschalten der letzten Atommeiler zusammen. Aber nicht ursächlich. Kapazität wäre noch genügend vorhanden. Aber wenig Interesse. Der fossile Strom ist schlichtweg zu teuer. Der Großteil der Importe besteht aus billiger und CO2-armer Windenergie. Das ist Marktwirtschaft und erstaunlicherweise doch genau das, was die Polemiker, die grüne Politik so sehr verteufeln doch gerade wünschen... Abgesehen davon verdient z.B. Norwegen auch Milliarden durch den Export kostengünstige produziertem Strom aus Wind- und Wasserkraft.

In anderen Ländern zündet die Energiewende gerade, auch ohne staatliche Eingriffe. Wir in Deutchland haben ein gutes Stück dazu beigetragen, diese Technologien voran zu bringen, darauf sollten wir stolz sein anstatt ständig herumzunörgeln.

Pakistan zum Beispiel. Nicht vergleichbar, völlig klar. Aber bei uns wird es auch irgendwann passieren, dass allein der Preis die Energiewende zu Ende bringt.

Der Weg ist noch weit, und er ist nicht ohne Hindernisse. Aber die Energiewende ist sicherlich nicht gescheitert.

Ahnliche Aussagen findet man z.B. auch hier: https://www.capital.de/wirtschaft-politik/erneuerbare-energien--gruenstromrekord-ist-nicht-nur-grund-zum-jubeln-35359826.html - trotz des Titels. Auch wenn ich den Aussagen nicht allen zustimmen, vgl. oben zum "verschenkten Strom".

Ob die Energiekonzerne den Preis im Dezember durch künstliche Verknappung forciert haben, wird noch von der Bundesnetzagentur untersucht. Glaube ich eher nicht, eher eine Fehlkalkulation.

Dass Teile der Presse gezielt Stimmungsmache durch bewusst lückenhafte Informationen machen, scheint mir wahrscheinlich. Z.B. hier werden Zusammenhänge aufgezeigt, die den Einsatz der Springerpresse gegen Erneuerbare Energien in etwas anderem Licht zeigen: https://www.lobbycontrol.de/lobbyismus-und-klima/springer-konzern-nutzte-hauptaktionaer-kkr-den-medienkonzern-fuer-politische-einflussnahme-118529/


 

Samstag, 4. Oktober 2025

Soweit so weit, so ertragreich - die ersten 3 Quartale 2025

 Auch wenn ich 2025 nicht mit allem zufrieden war, die Performance lässt sich sehen. 9,6% (oder 13% als Jahresrendite) soweit. Das liegt an ein paar besonderen Faktoren.

- großes Glück hatte ich bei meinen Aktienanlagen. Hecla Mining war der Jackpot. Ich hatte mir ja einige Gedanken gemacht, dass der Siberpreis dem Goldpreis stark nachhängt, aber einen solchen Erforlg hätte ich mir nicht träumen lassen. Aus Risikobegrenzung habe ich nach und nach die Hälfte meines Bestands verkauft (schade eigentlich) und immer noch mehr Depotwert, als ich eingezahlt hatte.

- Auch die anderen Aktien/EFTs liefen sehr gut. Nicht durchgehend, aber in der Summe.

- Mit Ventus Energy habe ich eine echte Performanceperle. Dank Cashback über 20% p.a. 

- Auch Devon machen sich gut, wenn man auf die Ertragswerte schaut. Risikolos sind Immobilienfinanzierungen nicht. Dazu später mehr. Mal sehen, wenn die ersten Rückzahlungen ausstehen.

- Lendermarket ist wieder im Spiel, liefert knapp 18% ab und zahlt seit einem Jahr ziemlich pünktlich.

- Stickredit ist nun wieder Afranga. So recht weiß ich noch nicht, was ich davon halten soll. Vor allem fehlt der Zweitmarkt.

- Bei swaper drückt immer mehr der Cashdrag, mitunter bis zu 20%. Die Zinsen sind gefallen, und eine neuer Anbieter aus Peru bietet nur noch 10%. Schade. Ich hatte da ziemlich aufgestockt. Trotzdem mein höchster Cashflow unter allen Anlagen.

- Bondora hat den Laden dicht gemacht und bietet nur noch g&g. Ich habe mein g&g-Konto (6%) im Wesentlichen aufgelöst, da bekomme ich überall mehr. Außerdem haben sie mehrfach Ihre Versprechen gebrochen. Ich habe noch mittlere 5stellige Summen in den klassischen Krediten, bei denen ich nur noch com Spielfeldrand aus zuschauen kann. Die laufen noch bis zu 10 Jahre. Meine Einlagen habe ich alle zurück. Die Rendite soweit war zweistellig.

- Nordstreet, ein weiterer Immofinanzierer, hat mittlerweile einege Kredite im Verzug. Ausgerechnet Solaranlagen. Rückzahlungen waren bislang noch keine fällig. Man wird sehen.

- Estateguru rangiert mit ca. 5% ganz am unteren Ende. Die guten Kredite sind längst zurückbezahlt und haben sehr gute Rendite gebracht. Die Sorgenkinder sind geblieben. Sehr viel eigenes geld steckt aber nicht mehr drin.

Wenn ich mal 10 Jahre zurückschaue, haben sich meine Anlagen verfünffacht. Allerdings stammen nur 30% aus Erträgen, der Rest aus Zufluss aus anderen Einnahmen.