Sommerzeit, Lesezeit. Bei der momentanen Hitze (38° im Schatten) bleibt
einem sowieso nichts anderes übrig, als zu lesen -aber ich tue es gerne.
Ob auf dem Kindle (vor allem unterwegs) oder ein echtes Buch oder auch
einmal ein Hörbuch - eigentlich vergeht kaum ein Tag ohne dass ich
wenigstens ein paar Seiten verschlinge.
Da ich selbst immer gerne Anregungen bekomme, nun umgekehrt ein paar Lesetipps.
Warum als amazon-Links? Natürlich damit ich reich werde :) Darüber
hinaus hat es aber den Vorteil, dass man sofort eine Inhaltsangabe und
Kommentare zu dem Buch sieht. Natürlich bestellt die Buchhandlung vor
Ort auch gerne jedes Buch für euch - sollte man ab und an
berücksichtigen, denn sonst gibt es diese in ein paar Jahren nicht mehr.
Jetzt aber die ersten Lesetipps:
Eine überraschende Story und absolut spannend. Ich hab's als Beifahrer
im Auto angefangen und war die nächsten zwei Tage kaum ansprechbar. Der
zweite Band ist gerade erschienen und fällt etwas ab (vielleicht lags
auch an meinen Englisckenntnissen, ich wollte nicht so lange warten...)
Eschbach ist fast immer eine Empfehlung (außer der "Todesengel"). Wie so oft - Superstory, ideenreich, gut erzählt.
Mal ein Klassiker: Robert Goddard sollte man mal ausprobieren. Hat ein
bisschen was von Michael Kohlhaas. Man kann den jeweiligen Protagonisten
ja schon ein wenig verstehen, aber wie man sich so selbst ins Unheil
hneinmanövriert... ich habe etliche der Romane gelesen und war immer
wieder gefesselt. Leider nicht mehr zu bekommen, nicht mal als ebook. Aber vielleicht mal in der Bücherei danach scheuen - oder bei ebay.
Egal welcher Suarez, lesenswert sind sie alle. Kill decision hat mich am
meisten gepackt. Wir sind da näher dran, als es uns lieb sein möchte...
Jugendbücher sind das keine. Gewaltmäßig geht es ganz schön zur Sache.
Und noch ein Klassiker. Eines meiner Lieblingsbücher, das man auch mehrmals lesen kann.
Auch von Bill Bryson habe ich fast alles gelesen. Oder - noch besser -
als Hörbuch gehört. Auch meine Jungs lieben diesen Autor. Unnachahmlich,
witzig und informativ. Schade, dass man sich nicht alles merken kann.
Hier geht es um Geldanlagen und meine Erfahrungen mit p2p-Krediten. U.a. bei Bondora, estateguru, Mintos, Twino und anderen. Es handelt sich um eine private Webseite mit vereinzelten Affli-Links ohne kommerziellen Hintergrund.
Samstag, 4. Juli 2015
Dienstag, 30. Juni 2015
Neues vom zencap zum Monatswechsel
Das Thema zencap lässt mich nicht los. Schon wieder gibt es einige Neuigkeiten die es zu erwähnen lohnt.
Schon nach wenigen Minuten stelle ich allerdings die ersten Unstimmigkeiten fest: die Summen von gezahlten Zinsen und Tilgungen stimmen nicht genau mit der Anzeige im Dashboard überein. Zwar handelt es sich nur jeweils um 1-2stellige Centbeträge - doch habe ich schon den Anspruch dass Abrechnungen auf den Cent genau stimmen müssen (Und wer jemals Stolls Kuckucksei gelesen hat, weiß auch, warum das wichtig ist).
Huch. In der Tat bessert man nach. Auch wenn ich nie verstehen werden, warum man sich nicht mal einen halben Tag Zeit genommen hat, sich smavas Webseite genau anzusehen, von der man immer noch viel lernen könnte. Nein, transparent ist zencap überhaupt nicht. Dazu würden gehören
- taggenaue Anzeige von Zahlungsstörungen
- taggenaue Statistiken über finanzierte Summen, Verzüge, Ausfälle
- zuverlässige Informationsmails
wie gesagt, smava hat da einiges vorgelegt. Von bondora ganz zu schweigen.
Im p2p-Forum (http://www.p2p-kredite.com/diskussion/viewtopic,p,55012.html#55012) haben wir uns mal die Freiheit genommen, selbst ein wenig Transparenz herzustellen. Das Ergebis ist erschreckend: es gibt inzwischen mindestens 16 Kreditprojekte mit deutlichem Verzug (statt der genannten 2 Tage sind es jetzt schon 2 Wochen!) und mindestens je einen Total- bzw. Teilausfall.
Erstaunlicherweise zeichnen sich zudem deutliche Parallelen zu lendico auf, die IMHO kein Zufall sind. Erst wird der Auszahlungstermin nach hinten verschoben, dann treten Zahlungsstörungen zu Tage. Und zwar massiv und anscheinend auch deutlich über die bisherige Kullanzzeit hinaus.
Meine Erwartung an mittelständische Geschäftsfinanzierungen war eine andere. Dass es früher oder später auch mal zu einem Zahlungsausfall kommen muss ist klar. Dass es aber so viele Spätzahlungen gibt, die keine sichtbaren Konsequenzen (z.B. an die Kreditgeber ausgekehrte Mahngebühren, Verzugszinsen für die verspätet bezahlten Summen etc,) haben, finde ich nicht optimal ausgestaltet. Die gebotenen Zinsen sind für das gefühlte Risiko deutlich zu niedrig.
Ich werde mein Investitionen nicht mehr fortführen.
Verbesserungen auf der Webseite
Mit einigem Getöse ("Geld anlegen bei Zencap noch komfortabler") stellt zencap nun endlich Informationen zur Verfügung, die ich eigentlich von Anfang an erwartet hätte: eine Zahlungshistorie mit excel-Exportmöglichkeit.Schon nach wenigen Minuten stelle ich allerdings die ersten Unstimmigkeiten fest: die Summen von gezahlten Zinsen und Tilgungen stimmen nicht genau mit der Anzeige im Dashboard überein. Zwar handelt es sich nur jeweils um 1-2stellige Centbeträge - doch habe ich schon den Anspruch dass Abrechnungen auf den Cent genau stimmen müssen (Und wer jemals Stolls Kuckucksei gelesen hat, weiß auch, warum das wichtig ist).
Mangelnde Transparenz
"Transparenz und einfache Handhabung Ihrer Investitionen gehören zu unseren höchsten Zielen." (Zitat zencap blog).Huch. In der Tat bessert man nach. Auch wenn ich nie verstehen werden, warum man sich nicht mal einen halben Tag Zeit genommen hat, sich smavas Webseite genau anzusehen, von der man immer noch viel lernen könnte. Nein, transparent ist zencap überhaupt nicht. Dazu würden gehören
- taggenaue Anzeige von Zahlungsstörungen
- taggenaue Statistiken über finanzierte Summen, Verzüge, Ausfälle
- zuverlässige Informationsmails
wie gesagt, smava hat da einiges vorgelegt. Von bondora ganz zu schweigen.
Im p2p-Forum (http://www.p2p-kredite.com/diskussion/viewtopic,p,55012.html#55012) haben wir uns mal die Freiheit genommen, selbst ein wenig Transparenz herzustellen. Das Ergebis ist erschreckend: es gibt inzwischen mindestens 16 Kreditprojekte mit deutlichem Verzug (statt der genannten 2 Tage sind es jetzt schon 2 Wochen!) und mindestens je einen Total- bzw. Teilausfall.
Erstaunlicherweise zeichnen sich zudem deutliche Parallelen zu lendico auf, die IMHO kein Zufall sind. Erst wird der Auszahlungstermin nach hinten verschoben, dann treten Zahlungsstörungen zu Tage. Und zwar massiv und anscheinend auch deutlich über die bisherige Kullanzzeit hinaus.
Meine Erwartung an mittelständische Geschäftsfinanzierungen war eine andere. Dass es früher oder später auch mal zu einem Zahlungsausfall kommen muss ist klar. Dass es aber so viele Spätzahlungen gibt, die keine sichtbaren Konsequenzen (z.B. an die Kreditgeber ausgekehrte Mahngebühren, Verzugszinsen für die verspätet bezahlten Summen etc,) haben, finde ich nicht optimal ausgestaltet. Die gebotenen Zinsen sind für das gefühlte Risiko deutlich zu niedrig.
Ich werde mein Investitionen nicht mehr fortführen.
Nachtrag: Aussage von zencap: "Mit zukünftig zu erwartenden weiteren Verzügen und Kredit-Ausfällen werden wir den Erfolg unserer Analyse transparent machen,[...]"
(www.p2p-kredite.com/diskussion/viewtopic,p,55177.html#5517)
Nett gesagt :) (Und bewusst völlig aus dem Zusammenhang gerissen).
Man scheint also im Plan zu liegen. Ich empfinde jeden Verzug und erst recht jeden Ausfall als einen Misserfolg der Analyse. Und wie gesagt, bei Firmenkrediten sollte man mit härteren Bandagen vorgehen. Das ist wie bei einer gewerblichen Vermietung: einmal Mietrückstand=fristlose Kündigung. Wir sind hier nicht auf dem Ponyhof und wer so einen Kredit aufnimmt, sollte dessen Raten nicht nach unten auf dei Prioritätenliste setzen.
Donnerstag, 25. Juni 2015
Zencap wurschtelt weiter
Gestern war mal wieder Zahltag bei zencap. Alles im grünen Bereich, zumindest bei mir. 40 von 40 Raten wurden pünktlich ausbezahlt. Trotzdem bleibt ein gewisses Grummeln:
- weiterhin erkenne ich keinen Grund dafür die Auszahlung gegenüber dem Zahlungseingang bei zencap und der Fälligkeit der Rate um eine Woche zu verzögern. Ok, ich akzeptiere das jetzt. Auch wenn ich es nicht verstehe.
- Die Statusanzeige wurde erst heute nach und nach angeglichen. Das hat IMHO unmittelbar bei Zahlungseingang zu erfolgen (und kann bei RLS ja korrigiert werden)
- viele Prozesse dauern einfach zu lange
- vieles macht den Eindruck von händischem Nachpflegen anstatt zuverlässiger automatischer Abwicklung
- die Webseite ist weiterhin teilweise fehlerhaft und wirkt ungetestet.
Alles noch kein Grund zur tieferen Beunruhigung. Aber auch keiner zur Euphorie. Dazu sind zudem die erzielbaren Renditen zu gering, das Risiko noch zu unabwägbar.
Zencap wäre gut beraten, transparenter zu werden und auch Ausfallraten auf ihrer Webseite anzugeben. Oder per Newsletter. Es interessiert mich herzlich wenig, welche Kreditsumme bis dato finanziert wurde. Das sind Zahlen für die Aktionärsversammlung. Ich will wissen, wie hoch die bisherige Ausfallrate ist (ich denke gar nicht so schlecht!), wie hoch der Anteil an Verzügen ist und wie schnell diese durchschnittlich nachbezahlt werden.
Als ich noch richtig viel bei smava investiert hatte, war genau dieses transparente Drumherum das, was mit Vertrauen einflößte (ist auch Geschichte. Die Zahlen gibt es zwar immer noch sind aber nur für Insider auffindbar).
Und ich will dass die Webseite keinen einzigen Fehler enthält und aktuell ist. Jederzeit.
Mein Fazit: ich investiere (wieder) weiter, aber vorsichtig. Ich werde mein Gesamtengagement nicht erhöhen sondern höchstens die Rückflüsse wieder anlegen. Mangels Alternative. In der Hoffnung, dass zencap in einem weiteren Jahr man zumindest den beta-Status erreicht. Immer wieder erschauernd vor der Naivität indem ein milliardenscheres Börsenunternehmen an eine Neugründung herangeht - trotz vieler Beispiele, von denen man hätte lernen können. Und weil mir lendico noch weniger gefällt.
Update (27.6.): zencap hat mich belogen. Jetzt sind doch zwei Projekte im Verzug. 12 Tage nach dem Fälligkeitsdatum der Raten werden sie mit "2 Tage im Verzug" angezeigt. Das ist wirklich nicht in Ordnung. Ich werde die Investitionen stoppen.
- weiterhin erkenne ich keinen Grund dafür die Auszahlung gegenüber dem Zahlungseingang bei zencap und der Fälligkeit der Rate um eine Woche zu verzögern. Ok, ich akzeptiere das jetzt. Auch wenn ich es nicht verstehe.
- Die Statusanzeige wurde erst heute nach und nach angeglichen. Das hat IMHO unmittelbar bei Zahlungseingang zu erfolgen (und kann bei RLS ja korrigiert werden)
- viele Prozesse dauern einfach zu lange
- vieles macht den Eindruck von händischem Nachpflegen anstatt zuverlässiger automatischer Abwicklung
- die Webseite ist weiterhin teilweise fehlerhaft und wirkt ungetestet.
Alles noch kein Grund zur tieferen Beunruhigung. Aber auch keiner zur Euphorie. Dazu sind zudem die erzielbaren Renditen zu gering, das Risiko noch zu unabwägbar.
Zencap wäre gut beraten, transparenter zu werden und auch Ausfallraten auf ihrer Webseite anzugeben. Oder per Newsletter. Es interessiert mich herzlich wenig, welche Kreditsumme bis dato finanziert wurde. Das sind Zahlen für die Aktionärsversammlung. Ich will wissen, wie hoch die bisherige Ausfallrate ist (ich denke gar nicht so schlecht!), wie hoch der Anteil an Verzügen ist und wie schnell diese durchschnittlich nachbezahlt werden.
Als ich noch richtig viel bei smava investiert hatte, war genau dieses transparente Drumherum das, was mit Vertrauen einflößte (ist auch Geschichte. Die Zahlen gibt es zwar immer noch sind aber nur für Insider auffindbar).
Und ich will dass die Webseite keinen einzigen Fehler enthält und aktuell ist. Jederzeit.
Mein Fazit: ich investiere (wieder) weiter, aber vorsichtig. Ich werde mein Gesamtengagement nicht erhöhen sondern höchstens die Rückflüsse wieder anlegen. Mangels Alternative. In der Hoffnung, dass zencap in einem weiteren Jahr man zumindest den beta-Status erreicht. Immer wieder erschauernd vor der Naivität indem ein milliardenscheres Börsenunternehmen an eine Neugründung herangeht - trotz vieler Beispiele, von denen man hätte lernen können. Und weil mir lendico noch weniger gefällt.
Update (27.6.): zencap hat mich belogen. Jetzt sind doch zwei Projekte im Verzug. 12 Tage nach dem Fälligkeitsdatum der Raten werden sie mit "2 Tage im Verzug" angezeigt. Das ist wirklich nicht in Ordnung. Ich werde die Investitionen stoppen.
Sonntag, 21. Juni 2015
Handel im Nebel - der Bandora Zweitmarkt
So sehr mir Bondora anfangs gefallen hat, so sehr ärgere ich mich darüber, dass man vernünftige Vorschläge einfach nicht aufgreift, ja ob aus Unwissen oder Geschäftsinteresse die Sachen sogar weiter verschlimmert.
Meine Bilanz ist äußerst zwiespältig. Einerseits eine "Rendite" von über 25%, auf der anderen Seite Kredite im Inkasso, die inzwischen fast 2/3 meiner ursprünglichen Einlagen ausmachen. Hört sich schlimmer an als es ist (was nicht heißt, das es nicht schlimm ist), denn meine Summe ist mittlerweile um etwa 50% angewachsen. Und es gibt kontinierliche Rückflusse aus den defaulted loans - in bezug auf estnische Kredite würde ich mir auch keine Sorgen machen. Aber halt, back to topic.
Gestern ist es mir gerade mal wieder aufgefallen: da kauft jemand Anteile bei mir zu pari, die gleichzeitig mit 5% Rabatt im Angebot sind. Ich könnte also sofort wieder nachkaufen und hätte 2% verdient. Mache ich manchmal. Oft auch nicht, denn ich habe die Kredite ja meist nicht ohne Grund in den Verkauf gestellt.
Es ist aber nicht einfach herauszufinden. Weder für den unbekannten Käufer noch für mich. Vor allem, da ich inzwischen 15 Seiten mit verkauften Krediten habe.
Schuld daran ist, dass bondora seit längerem die Namen der Kreditnehmer nicht mehr anzeigt. Eine vernünftige Begründung dafür habe ich, trotz vielfachem Nachfragens, nie bekommen.
Hat man den Namen erst, kann man danach suchen. Das geht über die Detaileinstellungen im Zweitmarkt, oder schneller per plugin. Den Namen findet man, wenn man per Link auf das Ausgangsangebot geht (als Käufer).
Als Verkäufer ist es sehr schwierig, Einzelheiten herauszufinden und das ist eigentlich ein Unding. Bei den Kontodetails wird mir der "Namen" des Käufers angezeit. In der Regel uninteressant, ja sogar datenschutzrechtlich bedenklich. Ich muss also in allen meinen verkauften Krediten nach dem aktuellen Datum suchen. Auch dann ist der Link auf die Kreditdetails gesperrt. Wieder fehlt der Kreditnehmername. Erst dann könnte man zumindest im Zweitmarkt, wenn es noch weitere Anteile gibt, ein bisschen mehr darüber erfahren, was man da verkauft hat.
Detaillierte Informationen gibt es letztlich nur in der schier endlos großen Exportdatei, die man sich herunterladen z.B. in Excel ansehen kann. Über diese kann man sich dann auch die Angaben z.B. für die Steuer zusammensuchen.
Bondora bietet wirklich einen sehr schlechten Service - dabei ist die Gebühr für Transaktionen mit insgesamt 3% ganz schön happig.Ich habe insgesamt schon ca. 800€ an Gebühren bezahlt.
Noch schlechter ist die Schnittstelle, wenn man sich entschließt, Anteile aus dem Verkauf zu nehmen (siehe http://p2p4oktaeder.blogspot.de/2015/04/bondora-tutorial-anteile-aus-dem.html).
Auch werden bei der Suche die wichtigsten Kriterien - Abschlag oder erwartete XIRR - nicht als Suchkriterium angeboten. Das Land des Kreditnehmers ist nur schwierig einzusehen, aber wenigsten in der Suche vorselektierbar - noch, wie böse Zungen behaupten.
Vieles wäre so einfach umsetzbar. Schade, dass bondora so wenig auf konstruktive Kritik eingeht.
Meine Bilanz ist äußerst zwiespältig. Einerseits eine "Rendite" von über 25%, auf der anderen Seite Kredite im Inkasso, die inzwischen fast 2/3 meiner ursprünglichen Einlagen ausmachen. Hört sich schlimmer an als es ist (was nicht heißt, das es nicht schlimm ist), denn meine Summe ist mittlerweile um etwa 50% angewachsen. Und es gibt kontinierliche Rückflusse aus den defaulted loans - in bezug auf estnische Kredite würde ich mir auch keine Sorgen machen. Aber halt, back to topic.
Gestern ist es mir gerade mal wieder aufgefallen: da kauft jemand Anteile bei mir zu pari, die gleichzeitig mit 5% Rabatt im Angebot sind. Ich könnte also sofort wieder nachkaufen und hätte 2% verdient. Mache ich manchmal. Oft auch nicht, denn ich habe die Kredite ja meist nicht ohne Grund in den Verkauf gestellt.
Es ist aber nicht einfach herauszufinden. Weder für den unbekannten Käufer noch für mich. Vor allem, da ich inzwischen 15 Seiten mit verkauften Krediten habe.
Schuld daran ist, dass bondora seit längerem die Namen der Kreditnehmer nicht mehr anzeigt. Eine vernünftige Begründung dafür habe ich, trotz vielfachem Nachfragens, nie bekommen.
Hat man den Namen erst, kann man danach suchen. Das geht über die Detaileinstellungen im Zweitmarkt, oder schneller per plugin. Den Namen findet man, wenn man per Link auf das Ausgangsangebot geht (als Käufer).
Als Verkäufer ist es sehr schwierig, Einzelheiten herauszufinden und das ist eigentlich ein Unding. Bei den Kontodetails wird mir der "Namen" des Käufers angezeit. In der Regel uninteressant, ja sogar datenschutzrechtlich bedenklich. Ich muss also in allen meinen verkauften Krediten nach dem aktuellen Datum suchen. Auch dann ist der Link auf die Kreditdetails gesperrt. Wieder fehlt der Kreditnehmername. Erst dann könnte man zumindest im Zweitmarkt, wenn es noch weitere Anteile gibt, ein bisschen mehr darüber erfahren, was man da verkauft hat.
Detaillierte Informationen gibt es letztlich nur in der schier endlos großen Exportdatei, die man sich herunterladen z.B. in Excel ansehen kann. Über diese kann man sich dann auch die Angaben z.B. für die Steuer zusammensuchen.
Bondora bietet wirklich einen sehr schlechten Service - dabei ist die Gebühr für Transaktionen mit insgesamt 3% ganz schön happig.Ich habe insgesamt schon ca. 800€ an Gebühren bezahlt.
Noch schlechter ist die Schnittstelle, wenn man sich entschließt, Anteile aus dem Verkauf zu nehmen (siehe http://p2p4oktaeder.blogspot.de/2015/04/bondora-tutorial-anteile-aus-dem.html).
Auch werden bei der Suche die wichtigsten Kriterien - Abschlag oder erwartete XIRR - nicht als Suchkriterium angeboten. Das Land des Kreditnehmers ist nur schwierig einzusehen, aber wenigsten in der Suche vorselektierbar - noch, wie böse Zungen behaupten.
Vieles wäre so einfach umsetzbar. Schade, dass bondora so wenig auf konstruktive Kritik eingeht.
Sonntag, 14. Juni 2015
Renditen meiner Anlagen Juni 15
Ab und an verschaffe ich mir per XIRR-Tabelle einen Überblick über die laufenden Renditen der Vergangenheit. Mögliche Risiken durch Ausfälle sind sehr schlecht abzuschätzen, ich versuche aber immer ein realistisch/pessimistisches Szenario einzuplanen (in Klammern). Zum Teil sind die Anlagebeträge sehr klein, durch nicht angelegte Beträge auf dem Cashkonto wird dann die Rendite erheblich nach unten gezogen. Alle angegebenen Werte sind vor Steuern und nach Gebühren.
smava 5,2% (4,9%)
auxmoney 6,5% (5%)
bondora 26% (4%)
mintos 11%
estateguru 10%
lendico 6,5% (ohne Kulanzangebot 5%)
zencap 5,8% (4,5%, reine Schätzung)
Wenn es ganz schlecht läuft, könnte es bei bondora sogar zu Verlusten kommen. Realistisch sind im Moment, je nach Inkassoerfolg, etwa 10%. Je höher die Abweichung durch Verluste, desto mehr wirken sich zudem die Steuer negativ aus. Leider ist der Freibetrag bei Gesamterträgen von ca. 4k relativ bald ausgereizt. Im aktuellen Jahr werde ich sowohl bei auxmoney als auch smava negative Erträge haben, allerdings ist die angelegte Summe mittlerweile auch sehr stark zusammengeschrumpft.
Bei lendico und zencap gab es zudem noch einige Werbeaktionen, die nicht in die Rendite einfließen.
smava 5,2% (4,9%)
auxmoney 6,5% (5%)
bondora 26% (4%)
mintos 11%
estateguru 10%
lendico 6,5% (ohne Kulanzangebot 5%)
zencap 5,8% (4,5%, reine Schätzung)
Wenn es ganz schlecht läuft, könnte es bei bondora sogar zu Verlusten kommen. Realistisch sind im Moment, je nach Inkassoerfolg, etwa 10%. Je höher die Abweichung durch Verluste, desto mehr wirken sich zudem die Steuer negativ aus. Leider ist der Freibetrag bei Gesamterträgen von ca. 4k relativ bald ausgereizt. Im aktuellen Jahr werde ich sowohl bei auxmoney als auch smava negative Erträge haben, allerdings ist die angelegte Summe mittlerweile auch sehr stark zusammengeschrumpft.
Bei lendico und zencap gab es zudem noch einige Werbeaktionen, die nicht in die Rendite einfließen.
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