Mittwoch, 26. August 2026

Scalable: KI-verknüpfbar!

Sie wollten schon immer wissen, wann die nächsten Ausschüttungen in Ihrem Depot stattfinden werden? Welcher Anteil an Musk-Unternehmen eigentlich in Ihren ETFs steckt? Das ist dank KI-Zugriff bei Scalable jetzt möglich.


 

Seit etwa 2 Jahren nutze ich für meine eher spekulativen Trading-Anlagen ein Scalable-Depot. Ich bis inzwischen sehr zufrieden damit, habe die Pro-Version für 4,99€/Monat und zahle damit keine Gebühren für Transaktionen ab 300€. Und das waren ganz schön viele dieses Jahr!

Auf dem zugeordneten TG.Konto gibt es immerhin 2,5%, ein Umbuchen ist in fast Echtzeit möglich, so dass ich mit einen (ungenutzten) Wertpapierkredit gut mit Limits arbeiten kann, ohne dass mich zu viele Käufe kalt erwischen.

Vor knapp einem Jahr hat man sich von der Baderbank getrennt und verwahrt die Papiere selbst auf. Das macht einiges einfacher. Bislang gab es keine Unstimmigkeiten. Auf Spreads, insbesondere außerhalb der US-Öffnungszeiten ist natürlich zu achten.

Was ist neu? Seit gestern kann man das Konto mit chatGPT oder claude verknüpfen. Die KI hat dann Zugriff, kann alle Daten auslesen und auch Aufträge  erteilen, die aber vom Investor rückbestätigt werden müssen. Ich habe chatGPT alle verfügbaren Möglichkeiten auslesen lassen:
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Ich sehe aktuell 39 Scalable-Capital-MCP-Funktionen. Für diese Übersicht habe ich nur deren bereitgestellte Schnittstellenschemata gelesen – keine Kontodaten abgerufen, keine Vorschau erzeugt und keine Änderung oder Transaktion ausgeführt.

Allgemeines:

  • Viele Funktionen akzeptieren optional portfolioId. Ohne Angabe wird nur dann automatisch gewählt, wenn genau ein Depot zugänglich ist.
  • Instrumente werden überwiegend über isin, Kryptowerte über ticker identifiziert.
  • Nahezu alle Antworten können error: { code, message } enthalten.
  • Geldwerte kommen je nach Funktion als Dezimal-string oder number.
  • Schreibende Funktionen sind unten ausdrücklich gekennzeichnet.

Konto, Depot und Liquidität

FunktionWesentliche EingabenWesentliche Ausgaben
pingkeinestatus
get_account_profilekeineProfil: personId, displayName, firstName, lastName, locale; Anzahl/Status zugänglicher Depots
list_accessible_portfolioskeineportfolios[].portfolioId; automatische Auswahl oder selection_required
get_portfolio_overviewportfolioId?, includeYearToDate?Depotwert für Wertpapiere/Krypto/gesamt; Performance nach Zeitraum; Bewertungszeitpunkte
get_portfolio_holdingsportfolioId?Wertpapierpositionen mit isin, Name, Stückzahl filled/pending/blocked, aktuellem Mittelkurs und Sparplan; Kryptopositionen und hinterlegte ETPs
get_portfolio_cash_breakdownportfolioId?cashBalance, buyingPower, ausstehende Kauforders, geschätzte Steuern; Kreditlinie und Derivate-Kaufkraft
get_portfolio_performanceportfolioId?Allokationen und Gewichtungen, beitragende Instrumente, Marktgrößenstile, Anleiheratings, Health-Checks, Szenarien, Ausschüttungen und Zinsen
get_overnight_summarysavingsAccountId?Kontobezeichnung, Saldo, Zinssatz, bisher aufgelaufene Zinsen, erwartete nächste Auszahlung und Datum

get_portfolio_performance liefert umfangreiche Analysefelder, aber keinen allgemeinen realisierten Gewinn/Verlust je Verkauf.

Kurse, Charts, Nachrichten und Suche

FunktionWesentliche EingabenWesentliche Ausgaben
search_securitiesquery, portfolioId?Treffer mit isin, Name, Wertpapierart und aktuellem Mittelkurs
get_security_quoteisin, portfolioId?Geld-, Brief- und Mittelkurs, Währung, Zeitstempel, Aktualitätsstatus sowie Performance nach Zeitraum
get_security_chartisin, timeframeKurszeitreihe timestampUtc/midPrice, Währung und Referenzschlusskurs
get_security_newsisin, locale?kurze/lange Zusammenfassung sowie Quellen mit Überschrift, Anbieter und Veröffentlichungszeit
search_derivativesunderlyingIsin, derivativeType, strategy, limit?, offset?, portfolioId?Derivate mit ISIN, Emittent, Strike/Knock-out, Hebel, Delta, Laufzeit, Prämie und impliziter Volatilität
list_order_venuesportfolioId?verfügbare Handelsplätze: Gettex, Xetra und EIX

Chart-Zeiträume: one_day, seven_days, one_month, three_months, six_months, year_to_date, one_year, max.

Transaktionen und Abrechnungsdaten

FunktionWesentliche EingabenWesentliche Ausgaben
list_portfolio_transactionsZeitraum fromTime/toTime, isin?, cryptoTicker?, Status, Transaktionsarten, Suchtext, Seitengröße und CursorWertpapier-, Bar-, ELTIF- und Kryptotransaktionen; ID, Beschreibung, Status, Zeitpunkt, Seite, Betrag, Stückzahl, Kauf/Verkauf und ISIN/Ticker
get_transaction_detailstransactionId, portfolioId?vollständiger Statusverlauf, Ausführungsdaten, Dokumentverweise, Stückzahl, Ausführungspreis, Brutto-/Nettobeträge, Gebühren und aufgeschlüsselte Steuern

Besonders relevante Detailfelder:

  • securityTrade.averagePrice: durchschnittlicher Ausführungspreis
  • securityTrade.totalAmount: abgerechneter Gesamtbetrag
  • tradeTransactionAmounts.marketValuation: Brutto-Marktwert
  • tradeTransactionAmounts.taxAmount
  • tradeTransactionAmounts.transactionFee, venueFee
  • aggregatedTransactionTaxes.totalTax
  • capitalGainsTax, solidarityTax, churchTax, sourceTax, financialTransactionTax
  • documents[]: Dokument-ID, Bezeichnung und relativer Downloadverweis
  • history[]: Status, Zeitpunkt, ausgeführte Stückzahl und Ausführungspreis

Entscheidende Einschränkung: Das Schema enthält bei normalen Wertpapierverkäufen keinen steuerlichen Einstandswert und kein direktes Feld für realisierten Gewinn/Verlust. Die Steuerhöhe allein reicht wegen Freistellungsauftrag, Verlustverrechnung, Teilfreistellung und Steuererstattungen nicht für eine zuverlässige Rückrechnung.

Sparpläne

FunktionArtWesentliche Ein-/Ausgaben
list_savings_planslesendEingabe portfolioId?; Ausgabe Instrument, Betrag, Frequenz, Ausführungstag, Dynamisierung, Zahlungsweg, nächste Ausführung und Gesamtsparrate
get_savings_plan_configlesendEingabe isin, portfolioId?; Ausgabe Mindest-/Höchstbetrag, mögliche Frequenzen, Ausführungstage, Zahlungswege, Dynamisierungsraten und Standardwerte
preview_savings_planVorschau, noch keine ÄnderungEingabe isin, amount sowie optional Frequenz, Tag, Monat, Dynamisierung, Zahlungsweg; Ausgabe effektive Konfiguration, Ex-ante-Kosten, vollständige Kundenprüfung, Ablaufzeit und signiertes submission-Objekt
submit_savings_planschreibendEingabe ausschließlich das unveränderte, separat bestätigte submission der aktuellen Vorschau; Ausgabe Status, Instrument und endgültige Sparplankonfiguration
remove_savings_planschreibendEingabe isin, portfolioId?; Ausgabe removed

preview_savings_plan erstellt keine Änderung, ist aber Teil eines möglichen Änderungsprozesses. Erst submit_savings_plan verändert den Sparplan.

Kauf- und Verkaufsorders

FunktionArtWesentliche Ein-/Ausgaben
preview_buy_orderVorschauisin, Betrag oder Stückzahl, Orderart, Preis, Handelsplatz, portfolioId?; Ausgabe Kurs, geschätztes Volumen, Stückzahl, Kosten, Warnungen, Handelbarkeit, Dokumente und vollständige Kundenprüfung
preview_sell_orderVorschauisin, Stückzahl, Orderart, Preis, Handelsplatz, portfolioId?; gleiche wesentliche Prüfdaten wie beim Kauf
submit_buy_ordertransaktionalsigniertes submission aus der bestätigten Kaufvorschau plus erforderliche acknowledgementIds; Ausgabe orderId, Status und Einreichungszeit
submit_sell_ordertransaktionalsigniertes submission aus der bestätigten Verkaufsvorschau plus erforderliche Bestätigungen; Ausgabe orderId, Status und Einreichungszeit
cancel_orderschreibendorderId, portfolioId?; Ausgabe, ob der Stornoauftrag angenommen wurde

Unterstützte Orderarten:

  • Market
  • Limit mit limitPrice
  • Stop mit stopPrice

Handelsplätze: gettex, xetra, eix.

Kauf- und Verkaufsvorschauen enthalten außerdem:

  • marketQuote
  • calculation
  • exAnteCosts
  • priceWarnings
  • tradability
  • suitability
  • requiredAcknowledgements
  • regulatoryDisclosures
  • documentLinks
  • userReview
  • zeitlich begrenztes submission

Eine Einreichung ist technisch als separater zweiter Schritt vorgesehen und verlangt eine vorherige vollständige Darstellung sowie eine ausdrückliche Bestätigung in einer späteren Interaktion.

Watchlist und Preisalarme

FunktionArtWesentliche Ein-/Ausgaben
list_watchlist_itemslesendportfolioId?; Ausgabe ISIN, Name, Wertpapierart und aktueller Kurs
add_watchlist_itemschreibendisin, portfolioId?; Ausgabe Watchlist-Status
remove_watchlist_itemschreibendisin, portfolioId?; Ausgabe Watchlist-Status
list_price_alertslesendactiveOnly?, portfolioId?; Ausgabe Alarm-ID, Instrument, Zielpreis, Richtung, Aktivstatus und Auslösezeit
create_price_alertschreibendInstrument als Wertpapier-ISIN oder Krypto-Ticker, Zielpreis, portfolioId?; Ausgabe Alarm-ID und Status
remove_price_alertschreibendalertId, portfolioId?; Ausgabe removed

Eigene Depotgruppen

FunktionArtWesentliche Ein-/Ausgaben
list_portfolio_groupslesendportfolioId?; Gruppen, zugeordnete und nicht zugeordnete Positionen, Bewertung, Performance, Sparplanvolumen und Gruppenlimit
get_portfolio_grouplesendgroupId, portfolioId?; Name, Beschreibung, Positionen, Bewertung, Performance und ausstehende Orders
create_portfolio_groupschreibendName, optionale Beschreibung und portfolioId?; Ausgabe groupId
upsert_portfolio_groupschreibendgroupId, optional Name/Beschreibung beziehungsweise clearDescription; Ausgabe updated
add_portfolio_group_holdingsschreibendgroupId, Liste von isins, portfolioId?; Ausgabe zugeordnete ISINs
remove_portfolio_group_holdingsschreibendgroupId, Liste von isins, portfolioId?; Ausgabe entfernte Zuordnungen
remove_portfolio_groupschreibendgroupId, portfolioId?; Ausgabe removed

Damit sind 22 Funktionen rein lesend beziehungsweise diagnostisch, 3 reine Vorschaufunktionen und 14 kontoverändernde oder transaktionale Funktionen verfügbar.

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Im Moment habe ich meine Portfoliogruppen thematisch umgruppieren lassen und allerlei Analysen gefahren: realisierte/unrealisierte Gewinne nach Monat, Abhängigkeiten vom Dollarkurs, Analyse meiner Silberminentrades...

Auch ein korrekter Buchungsexport für PortfolioPerformance ist jetzt ein Kinderspiel.

Gefällt mir ausnehmend gut! 

 

Donnerstag, 6. August 2026

Sommerbilanz 2027

 Am meisten lohnt sich in den nächsten Jahren wohl, die Investition in Klimaanlagenhersteller. Immer neu Hitzerekorde... hier im Keller vor dem Rechner geht es noch einigermaßen.

Keine neuen Rekorde hingegen bei meinen P2P-Anlagen. Ich schichte ruhig ein wenig um. fahre eher zurück als neu anzulegen, weil das Zins-Risiko-Verhältnis nicht mehr überall stimmt.

Mein größter Posten ist seit etwa einem Jahr swaper. Was eigentlich exzellent performt, wär da nicht cashdrag. Neuanlagen sind seit etwa zwei Monaten nicht mehr möglich, dafür gibt es vorzeitige Rückzahlungen. Ich musste daher Geld abziehen. Das ging zu

Peerberry. Eine kleine Perle unter den Plattformen, insbesondere wenn man mit den knapp zwei Jahre laufenden Immobilienkrediten klarkommt, die 10% + evtl. Bonus bringen. Bei mir rollieren die durch, so dass alle 2-3 Monate welche fällig werden und die Liquidität einigermaßen gegeben ist.

Lendermarket  da halte ich immer noch ein paar 17-18% er, aber es weden immer weniger. Ich habe die Hälfte der Anlagen abgezogen und nur noch angelaufene Zinsen dort stehen. Die Rollierung ist hier Dineo mir 1 Monat (in realiter also 3) und 12%.

Das Ventus-Deseaster habe ich ziemlich unbeschadet überstanden, da ich im März über 30k dort verkauft hatte. 2k stehen dort noch, vermutlich für Jahre. Trotzdem gut zweistellige Rendite.

Devon  verwendet ja die selbe Technik, ist aber ganz anders aufgestellt. ich bleibe dabei, 14% Rendite ist in Ordnung.

Mein zum Glück recht kleines Depot bei Nordstreet sagt mir, dass es gut war vorsichtig zu sein. Wie werden keine Freunde werden. 

Eine so nicht erwarteter Totalausfall ist ecoligo. Auch hier habe ich seit langem aufgehört zu investieren, mich am Anfang aber zu sehr blenden lassen vom vermeindlichen Impact. Es ist ok, einen Teil meiner Gewinne investiere ich gerne zum Wohl des Planeten. Dass die Gesellschaft insgesamt eher fishy ist, wurde lange vermutet, zu viele Verschachtelungen. Die letzten beiden Zahlungstermine fielen komplett aus. Dass es weltweit zufällig gerade so viele Probleme geben soll bei boomenden Energiehunger ist nicht zu glauben.

Ebenso, wenn auch deutlich langfristiger, geht es mir mit forest finance. Ein teures Spendenprojekt. Schreibt durchgehend nur rote Zahlen, da wird man wenig Geld wiedersehen.

Obwohl Estateguru behauptet, dass alles glänzend läuft, ist bei meinen Altanlagen nicht viel davon zu sehen (nein nur etwa 400€ in deutsche Projeket). Inzwischen bin ich hier auch auf Zinsen runter. Die Rendite hat sich allerdings auf unter 3% (dieses Jahr) eingepegelt. Auf 5 Jahre waren es noch 8%. Auch nicht brilliant, deutlich unter meinen ETFs.

Afraga hat mein Geld von Stikcredit zurückbekommen und noch etwas obendrauf. Die Plattform entwickelt sich in eine gute Richtung, wenn auch langsam. Der seit einiger Zeit verspochene  Zweitmarkt ist noch nicht aufgetaucht (bei Lendermarkt warten wir indess schon Jahre). Das etwas seltsame Quellsteuerkonstrukt-Konstrukt schmälert die Freude, dafür gab es immer wieder Aktionen von 16% für drei Jahre, und auch die Kurzläufer schlagen

Bondora. Bietet ja nur noch Go & Grow an. Das ist für mich kein P2P. Ich bin da ziemlich angepisst, weil sie viele Jahre mein Geld genommen haben, das jetzt irgendwo in ihrem Verdauungssystem steckt und zwar noch Rückzahlungen generiert, aber hundetprozentig intransparent. Von daher, wenn sich irgendwo eine gute Chance bietet, werde ich das Geld abziehen. Geparkt, naja, besser als bei DKB & Co.

Ansonsten habe ich mehr Zeit in den Stockmarket investiert, mit Edelmetall-Minenaktien eine silberne Nase verdient (auch wenn die letzen Monate nich mehr so toll waren). Insgesamt kam die Hälfte meiner Kapitaleinkünfte aus diesem Bereich, einige realisierten Gewinne eingerechnet. Dividenden zwar spürbar, aber nicht der große Anteil.

Letztes Jahr habe ich mein Ziel mit knapp 2k netto pro Monat erstmals erreicht. Wird aber schwieriger. 

Freitag, 8. Mai 2026

P2P: Good And Bad News

 Es ist etwas ruhiger geworden an meiner P2P Anlagefront. Ich habe in letzter Zeit hauptsächlich konsolidiert.

 

Immer noch hervorragend rentiert sich Swaper, seit einigen Wochen ist bei mir der Cashdrag vorbei und ich bin voll an 24-Monat-Kredite mit (inklusive Bonus) 16% investiert. Die Zinsen werden dadurch konsequent am Monatsersten ausbezahlt und ergeben inzwischen knapp einen vierstelligen Betrag (vor Steuern). Ich stocke da weiterhin auf.

 Ein besonderes Angebot gilt gerade bei Afranga - wer sich über einen Webelink (wie diesen) registiert und mindestens 1000€ investiert, bekommt zusätzlich zu den ganz ordentlichen Zinsen einmalig 100€ obendrauf - die kann man sogar abheben. Die Plattform macht weiterhin einen soliden Eindruck, ich bin da schon mehrere Jahre dabei.

Lendermarket scheind wieder solider zu laufen, hat aber die Zinsen stark abgesenkt, deshalb von mir keine Empfehlung und konsequenterweie keinen Werbelink.

Jetzt die Schattenseiten. Ich versuche ja auch immer einen Teil meiner Anlagen in Impact investing zu stecken. Bislang habe ich damit jedoch zumindest finanziell nur schlechte Erfahrung gemacht. Ob es an der Naivität der Betreiber oder ihrer Abzockmentalität liegt, kann ich noch nicht sagen. Über Ecoligo hatte ich hier ja schon berichtet, zunächst positiv, dann zunehmend skeptischer. Diese Skepsis war durchaus berechtigt. Die letzten fälligen Zahlungen wurden allesamt nicht bedient. Da fast die ganze Kapitalrückzahlung erst am Laufzeitende stattfindet, steht da bei mir noch einiges im Feuer. Die Transparenz ist allenfalls opak. Jetzt warnt auch Stiftung Warentest. Sehr schade. Mir ging es hier nie um Maximale Rendite, aber der Unterscied zwischen Geldanlage und Spende sollte doch erkennbar bleiben.

Sonntag, 5. Oktober 2025

Ist die deutsche Energiewende gescheitert?

Wenn man in die Presse schaut, ist Deutschland Mitte Dezember 2024 nur sehr knapp der totalen Katastrophe entgangen. Um ein Haar wäre das Stromnetz zusammengebrochen, die KWh kostete über 1€, große Teile der Industrie waren lahmgelegt, kurz: DUNKELFLAUTE.

Dunkelflaute! Der Begriff hat gute Chancen, zum „Wort des Jahres 2025“ gewählt zu werden. Selbst in die englische Sprache hat es die deutsche Dunkelflaute schon geschafft, ähnlich wie etwa „Kindergarten“ oder „Rucksack“.
Und in kaum einer der kommenden Wahlkampfreden dürfte die Dunkelflaute fehlen, wenn es um die unterschiedlichen Vorstellungen der Parteien zur Bekämpfung des Klimawandels geht.        Tagesspiegel, 21.12.24


 Neu: Ein KI-generierter Überblick zum Thema

 

In der Tat hatte die Stromproduktion in Deutschland am 12.12.24 mit extrem widrigen Bedingungen zu kämpfen: praktisch kein Wind und, wenig erstaunlich, wenig Sonne bzw. nach 17h zappenduster. So blieb an Erneuerbaren nur etwa 1GW Windstrom und 2,5GW Wasserkraft, außerdem rund 5GW Biomasse, die längst schon als Grundlastkraftwerke durchlaufen, übrig. Der durchschnittliche Verbrauch liegt aber über 55GW (genauer: ca. 45-70GW, je nach Wetter, Tageszeit und Wochentag). Die Kohlekraftwerke liefen auf voller Leistung, Gas- und sogar Ölkraftwerke trugen ihren Teil bei. (ca. 18GW/17GW/0,6GW). 550g CO2/kWh markieren einen traurigen Spitzenwert.

Hat aber längst nicht ausgereicht. So importierte D an diesem Tag zwischen 10 und 15GW Strom aus den Nachbarländern, wo die Strompreise wie bei uns auf den Höchstpreis seit zwei Jahren hochschnellten. Um 17h waren es dann über 900€/MWh (90ct/kWh), Großhandelspreis, vor Abgaben, Netzentgelten etc. Wehe dem, der einen variablen Stromtarif hatte!

So zogen einige sehr stromintensive Betriebe, u.a. ein Stahlwerk, die Reissleine und machten den Betrieb kurzzeitig dicht. Aus Kostengründen, nicht weil ihnen jemand den Strom abgestellt hatte. Die Preise sind ja mindestens 24h im Voraus bekannt, und die Stromversorgen senden in solchen Fällen eine Warnung zu. Nebenbei: nur knapp 20% des Stroms werden überhaupt über die Börse verkauft, der Rest läuft über meist sehr langlaufende Verträge zum Fixpreis.

Das Echo in den Medien war gigantisch. Über 4000 Artikel erschienen dazu in den nächsten Wochen (genauer waren es knapp 500, wenn man die Dupletten herausrechnet). bei nicht wenigen wurde vor extremen Blackouts gewarnt oder die Energiewende für gescheitert erklärt (insbesondere Springerpresse und Focus).

 z.b: FAZ Welt Focus WiWo und viele mehr.

Nur wenige versuchten, sachlich Fakten darzustellen oder die Hintergründe zu beleuchten. Statt dessen wurde prognistiziert, dass uns "Schweden und Norwegen den Stromhahn" abdrehen wird, wir nur dank der französischen AKWs noch am Leben sind, bei der nächsen Dunkelflaufe reihenweise der Strom abgestellt würde etc.

Die kam übrigens über die Weihnachtsfeiertage, und keiner hat's gemerkt. 

Tatsache ist, dass solche Extremsituationen natürlich absehbar sind. Im Winter ist es immer dunkel, kalt außerdem was den Stromverbrauch in die Höhe treibt, und mit Flautentagen ist auch zu rechnen. Zwar sind letztere selten so extrem, leider manchmal aber deutlich länger anhaltend. Und dann reicht das bisschen, was wir an Speicher aufbieten können, nicht annähernd.

Tatsache ist, dass man nicht alle konventionellen Kraftwerke  (AKWs und Kohle) einfach abschalten kann, ohne eine neue Reservekapazität aufzubauen. Ob man da in letzter Zeit immer clever vorgegangen ist, kann durchaus in Frage gestellt werden. Dass das nicht kostenlos zu haben ist, steht auch außer Frage. Leider konnte die (nicht nur am Ende) völlig zerstrittene "Ampel" die entsprechenden Gaskraftwerke nicht auf den Weg bringen. 20-30Mrd Euro stehen als Baukosten im Raum.

Ist die Energiewende also gescheitert? Der Strom nachhaltig zu teuer? Müssen neue AKW her?

Die Zahlen sprechen eine ganz andere Sprache.

1. "Strom gibt es nur im Sommer, dann aber viel zu viel. Wir  zahlen drauf, den loszuwerden und kaufen ihn später zu zehnfachen Preis zurück"

Richtig: jede Menge Solarstrom im Sommer um die Mittagszeit lässt die Strompreise deutlich purzeln. Davon profitieren aber alle. Am Ende ergibt sich ja eine Durchschnittskalkulation.

Deutschland hat 2024 rund 77TWh importiert, für rund 5,3Mrd. Macht knapp 69€/MWh. Im Schnitt lag 2024 der Preis pro MWh bei ca 82€. Das war also kein schlechter Deal. Exportiert haben wir rund 48.5TWh für 3Mrd. Preis im Schnitt 62€. Also gut 10% weniger. Das ist nun wirklich nicht die Welt.
Quelle: ach gut, sicher kein linksversifftes Nachrichtenblatt.

(Um sauber zu bleiben: da kommen noch einige Posten für abgeregelten Strom hinzu. Welch eine Verschwendung. Aber das wird der Markt in naher Zukunft regeln. Konzerne haben längst entdeckt, dass man mit Batteriespreicher gute Arbitragegeschäfte machen kann. Sie werden nur noch von der Bürokratie ausgebremst...)

Der meiste importierte Strom ist übrigens CO2 arm. Da ist sicher auch Atomstrom dabei. Aber längst nicht nur. Das meiste ist Wind- und Wasserstrom aus dem Norden.

2. "Jetzt kam es raus: bei Flaute müssen die Kohlekraftwerke für die Erneuerbaren einspringen und produzieren Unmengenen an CO2!"

Umgekehrt wird ein Schuh daraus, Wir hatten seit über 60 Jahren nie so CO2-armen Strom wie 2024. Aus wenigen Tagen eine Bilanz zu ziehen ist Unsinn. Insgesamt haben die Sonnen- und Windkraftwerke jede Menge Kohle verdrängt. Und zusätzlich die AKWs ersetzt. Nur manchmal klappt das eben noch nicht. Daran muss gearbeitet werden. Eine solche Umstellung lässt sich nicht in wenigen Jahren durchziehen und erfordert ganz neue Technologien.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/energiewende-in-deutschland-kohlestrom-auf-rekordtief-boom-bei-photovoltaik-a-f6257bf3-f062-40bb-ad5b-655f5df280ee

3. "Der Strompreis ist so teuer wie noch nie! Harbeck tötet unsere Industrie"
Nein, der Industriestrom ist wieder auf das Niveau von 2017 zurückgegangen. Allerdings sind die Kosten andere - weniger die Erzeugungskosten als die Netzkosten. Letztere sind gewaltige Investitionen, von denen wir über Jahrzehnte profitieren werden.

4. "Wir brauchen dringend neue KKWs!"

Wie gesagt, es ist diskussionswürdig, ob die Abschaltung der AKWs zum jetzigen Zeitpunkt eine gute Idee war, und für beide Seiten gibt es gute Argumente. Grundlage war allerdings ein breiter Konsens in der Bevölkerung und im Parlament.

Neue AKWs jetzt zu bauen hilft aber niemanden. Mit 15Mrd für das jüngste französische AKW kann man statt 2 dieser Teile (3GW) schon alle benötigten Gaskraftwerke beschaffen. Die produzieren dann tatsächlich teureren Strom, aber das nur wenige Tage im Jahr. So billig ist der AKW-Strom übrigens auch nicht: allein die Abschreibungen inkl. buchhalterischer Aufzinsung bringt die Kosten in die Größenordnung von kleinen Solaranlagen (150€/MWh). 

5. "Alle anderen Länder sind vernünftiger. Sie bauen AKWs statt unzuverlässiger Windräder"

Falsch. Längst sind die Zuwachsraten weltweit bei Erneuerbaren in der Größenordnung von 20% und mehr pro Jahr. Kernkraft hingegen stagniert.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/energiepolitik-warum-donald-trump-die-transformation-nicht-stoppen-wird-kolumne-a-b055c406-bd74-4f04-afe8-437143ea88b7  

6. "Mehr Windräder und Solarzellen bringen in der Dunkelflaute auch nichts!"

Das stimmt größtenteils. Will man allerdings die Elekrifizierung z.B. bei Wärme und im Verkehr deutlich voran bringen, braucht man weitere Stromkapazitäten. Und letztendlich führt kein Weg an power2x vorbei. Das wird sich mit "Überkapazitäten" an Sonnentagen oder windreichen Tagen zunehmend lohnen. Dann wird der Markt das richten.

7. "Deutschland hängt nun endgültig am Tropf der Nachbarstaaten. Ohne Stromimporte können wir den Laden dicht machen! Das ist asozial!"

Falsch. Richtig ist, dass D im Moment Nettoimporteur ist (s.o). Das ist erst seit etwa zwei Jahren (wieder) so und trifft zeitlich mit dem Abschalten der letzten Atommeiler zusammen. Aber nicht ursächlich. Kapazität wäre noch genügend vorhanden. Aber wenig Interesse. Der fossile Strom ist schlichtweg zu teuer. Der Großteil der Importe besteht aus billiger und CO2-armer Windenergie. Das ist Marktwirtschaft und erstaunlicherweise doch genau das, was die Polemiker, die grüne Politik so sehr verteufeln doch gerade wünschen... Abgesehen davon verdient z.B. Norwegen auch Milliarden durch den Export kostengünstige produziertem Strom aus Wind- und Wasserkraft.

In anderen Ländern zündet die Energiewende gerade, auch ohne staatliche Eingriffe. Wir in Deutchland haben ein gutes Stück dazu beigetragen, diese Technologien voran zu bringen, darauf sollten wir stolz sein anstatt ständig herumzunörgeln.

Pakistan zum Beispiel. Nicht vergleichbar, völlig klar. Aber bei uns wird es auch irgendwann passieren, dass allein der Preis die Energiewende zu Ende bringt.

Der Weg ist noch weit, und er ist nicht ohne Hindernisse. Aber die Energiewende ist sicherlich nicht gescheitert.

Ahnliche Aussagen findet man z.B. auch hier: https://www.capital.de/wirtschaft-politik/erneuerbare-energien--gruenstromrekord-ist-nicht-nur-grund-zum-jubeln-35359826.html - trotz des Titels. Auch wenn ich den Aussagen nicht allen zustimmen, vgl. oben zum "verschenkten Strom".

Ob die Energiekonzerne den Preis im Dezember durch künstliche Verknappung forciert haben, wird noch von der Bundesnetzagentur untersucht. Glaube ich eher nicht, eher eine Fehlkalkulation.

Dass Teile der Presse gezielt Stimmungsmache durch bewusst lückenhafte Informationen machen, scheint mir wahrscheinlich. Z.B. hier werden Zusammenhänge aufgezeigt, die den Einsatz der Springerpresse gegen Erneuerbare Energien in etwas anderem Licht zeigen: https://www.lobbycontrol.de/lobbyismus-und-klima/springer-konzern-nutzte-hauptaktionaer-kkr-den-medienkonzern-fuer-politische-einflussnahme-118529/


 

Samstag, 4. Oktober 2025

Soweit so weit, so ertragreich - die ersten 3 Quartale 2025

 Auch wenn ich 2025 nicht mit allem zufrieden war, die Performance lässt sich sehen. 9,6% (oder 13% als Jahresrendite) soweit. Das liegt an ein paar besonderen Faktoren.

- großes Glück hatte ich bei meinen Aktienanlagen. Hecla Mining war der Jackpot. Ich hatte mir ja einige Gedanken gemacht, dass der Siberpreis dem Goldpreis stark nachhängt, aber einen solchen Erforlg hätte ich mir nicht träumen lassen. Aus Risikobegrenzung habe ich nach und nach die Hälfte meines Bestands verkauft (schade eigentlich) und immer noch mehr Depotwert, als ich eingezahlt hatte.

- Auch die anderen Aktien/EFTs liefen sehr gut. Nicht durchgehend, aber in der Summe.

- Mit Ventus Energy habe ich eine echte Performanceperle. Dank Cashback über 20% p.a. 

- Auch Devon machen sich gut, wenn man auf die Ertragswerte schaut. Risikolos sind Immobilienfinanzierungen nicht. Dazu später mehr. Mal sehen, wenn die ersten Rückzahlungen ausstehen.

- Lendermarket ist wieder im Spiel, liefert knapp 18% ab und zahlt seit einem Jahr ziemlich pünktlich.

- Stickredit ist nun wieder Afranga. So recht weiß ich noch nicht, was ich davon halten soll. Vor allem fehlt der Zweitmarkt.

- Bei swaper drückt immer mehr der Cashdrag, mitunter bis zu 20%. Die Zinsen sind gefallen, und eine neuer Anbieter aus Peru bietet nur noch 10%. Schade. Ich hatte da ziemlich aufgestockt. Trotzdem mein höchster Cashflow unter allen Anlagen.

- Bondora hat den Laden dicht gemacht und bietet nur noch g&g. Ich habe mein g&g-Konto (6%) im Wesentlichen aufgelöst, da bekomme ich überall mehr. Außerdem haben sie mehrfach Ihre Versprechen gebrochen. Ich habe noch mittlere 5stellige Summen in den klassischen Krediten, bei denen ich nur noch com Spielfeldrand aus zuschauen kann. Die laufen noch bis zu 10 Jahre. Meine Einlagen habe ich alle zurück. Die Rendite soweit war zweistellig.

- Nordstreet, ein weiterer Immofinanzierer, hat mittlerweile einege Kredite im Verzug. Ausgerechnet Solaranlagen. Rückzahlungen waren bislang noch keine fällig. Man wird sehen.

- Estateguru rangiert mit ca. 5% ganz am unteren Ende. Die guten Kredite sind längst zurückbezahlt und haben sehr gute Rendite gebracht. Die Sorgenkinder sind geblieben. Sehr viel eigenes geld steckt aber nicht mehr drin.

Wenn ich mal 10 Jahre zurückschaue, haben sich meine Anlagen verfünffacht. Allerdings stammen nur 30% aus Erträgen, der Rest aus Zufluss aus anderen Einnahmen. 

 

Freitag, 5. September 2025

Ein Jahr Investment bei Ventus Energie, knapp 20% Rendite

Ventus Energie ist eine in Riga beheimatete Gesellschaft, die Energieprojekte (Strom & Wärme) entwickelt oder aus dem Bestand anderer Firmen übernimmt und sich im letzte Jahr ein erkleckliches Portfolio zusammengekauft hat. Die Finanzierung erfolgt zum größten Teil über Risikokapital, ab 1.000€ kann man sich beteiligen.

Die Zinssätze sind durchaus sehenswert, startend mit 18% p.a. ist man inzwischen 2x 1% runter gegangen und mittlerweile bei 16% angekommen. Das Investorenvertrauen ist anscheinend ausreichend vorhanden. Darüber hinaus gibt es fast immer Bonus-Aktionen, dazu später mehr.

Nach eine Jahr sind die Erfahrungen durchweg positiv und ich habe meine Anlagesumme kontinuierlich aufgestockt. Etwa 60% der Zinsen reinvestiere ich (geht serh einfach automatisch), 5€/Tag hebe ich etwa monatlich ab. 

Auffallend positiv ist die Kommunikation des CEO Henrijs Jansons, hauptsächlich über Telegram-Gruppe, zu der man als Investor schnell eine Einladung bekommt. Fragen werden oft innerhalb von Minuten beantwortet, die Informationen wirken echt und transparent. Einige Investoren haben die Firma und/oder einige Projekte besucht und wirkten überzeugt.

Der momentane Anlagehorizont ist etwa 5 Jahre, was für ein solches Startup schon sehr lange ist. Allerdings gibt es ab etwa 6 Monaten Haltedauer eine Exit-Option, wozu andere Anleger aber gefunden werden müssen. Sollte es Probleme geben, ist das eher keine Möglichkeit.

Es gibt weiterhin kleine Boni für Investoren ab 10k, 25, 50k (0,5% -1% zusätzlich) 

Dass diese  Anlage ein ziemliches Risiko darstellt, versteht sich von selbst. Im Fall finanzieller Probleme steht man in der Zahlungsschlage ganz hinten. Solange alles gut läuft, eine großartige Chance. Das muss jeder mit sich selbst ausmachen und man sollte, schon aus Liquiditätsgründen, kein Geld investieren, auf das man sich zur Not verlassen muss.

Zu den Bonusaktionen:

im Moment gibt es bis zu 7% Cashback, die einfach auf das Investment draufgerechnet werden. Genauer nachzulesen unter https://ventus.energy/en/profile/campaigns/birthday-campaign. Solche Sonderaktionen gab es bislang fast durchgehend, wenn gerade keine aktiv ist, würde ich unbedingt auf die nächste warten.

Allerdings sollte man dabei zwei Dinge beachten:

  • Den Bonus gibt es nur in Stufen. Wer also 4k investiert, bekommt auch nur 70€. Erst ab 5k gibt es dann 350€. Allerdings werden die Investments aufsummiert, solange die Aktion läuft.
  • Wer vorzeitig aussteigt, muss den Bonus teilweise zurückgeben - entsprechend dem Anteil der Zeit an der Gesamtlaufzeit. Da wollte einige ganz clever sein, insofern ist das verständlich.
  • Zusätzlich gibt es nochmal 1% Bonus für Neukunden, die sich über einen Einladungslink anmelden. Das gilt für Investitionen innerhalb der ersten 60 Tage.

Insgesamt also eine interessante Alternative für Hochrisiko-Kapital. Zwischen Zinsakkumulierung bzw. -auszahlung kann man für jede Anlage täglich wechseln. 

Mittwoch, 16. April 2025

Grüne Zahlen dank P2P-Anlagen

 Klar, ich habe auch ein paar ETFs, und die sind natürlich in den Sog des Zoll-Irrsinns gekommen. Diesmal haben meine EInzelaktien (Mutares, Hecla) noch ein bisschen was retten können (sonst war das fast immer umgekehrt), aber eine mittlere vierstellige Summe innerhalb einer Woche an Verlusten tut schon etwas weh.

In diesem Jahr bin ich dank meines solifen p2p-Portfolios aber noch gut im Plus.

Im Einzelnen meine Top-Anlagen:

Lendermarket: +23%, dank Bonusaktionen und Nachzahlung von letztem Jahr, sonst ca 17.5%
Seit einem Jahr keine Unregelmäßigkeiten mehr, natürlich risikobehaftet.

Ventus Energy +19,4% (zuzüglich cashback). High risk. Aber erster vorzeitiger Ausstieg lief wohl gut. Kapital kommt weiter in größeren Mengen rein. Auf cashback-Aktionen achten!

Swaper +15,8% (mit Loyalty-Bonus von 2% und etwas Cashdrag ab und zu) 


Stikkredit +12% (läuft aus), wird ersetzt durch Afraga V2, da etwas Steuer-Wirrwarr

Omaraha knapp +10%, Tendenz fallend

Estateguru +8,5%, neuerer Kredite laufen besser, aber ich habe noch Altlasten

Perrberry +9,3%, kaum noch risikoadäquat

Ach ja, Nordstreet  läuft auch 1a bislang. Dazu gibt es einen eigenen Beitrag. Für echte Renditewerte noch zu früh.

 

Wie immer empfehle ich per Link nur das, wo ich selbst mein Anlagen zumindest nicht reduziere und schon etwas Erfahrungen habe. Die Konditionen habe ich versucht, auch transparent darzustellen. Ich lebe in keinster weise von diesen Empfehlungen, sie beeinflussen meine Rendite auch nicht merklich, da es sich jährlich höchstens um gerade mal 3stellige Summen handelt ;)

 

 

 

 

Freitag, 7. Februar 2025

Valentinbonus bei Ventus Energie: > 20% Rendite möglich

Nach dem Bonus kommt der Bonus, das Anlagegeld sprudelt und die Anlager freuen sich über sehr satte Kredite.

Deutlich über 10 Mio hat man an Risikokapital von der Crowd inzwischen eingesammelt und sofort investiert. Nach eigenen Aussagen übertreffen die Erträge die happigen Zinsen deutlich. Ein kalter Winter und stark schwankende Strompreise lassen das Konzept bisher aufgehen.

Ich war seit Beginn dabei und bislang klappt alles wie am Schnürchen. Inzwischen lasse ich die Hälfte meiner Zinsen auszahlen und freue mich über 50€ passives Einkommen im Monat (reicht nach Steuern für ein Pizzaessen zu zweit).

Wie lange das mit Zinsen und Boni so weitergehen wird, ist nicht abzusehen. Ich kann mir gut vorstellen, dass man im Lauf des Jahres von 18% auf 12% reduzieren wird, wenn der Kapitalhunger kleiner wird. 

Die Zahlen sprechen für ein hohes Risiko. Von daher habe ich wenige Ambitionen,  mit 6stelligen Summen einzusteigen, aber es gibt inzwischen zwei Dutzend solcher Anleger.

Die Sonderaktion bringt 5% Bonus, aber vorsichtig: der wird in Stufen ausbezahlt. So macht es wenig Sinn, 2500€ anzulegen. Entweder 1000€ oder 3000€ usw., zumindest wenn der Bonus relevant ist. Kann allerdings auch gestückelt werden. Auch handelt es es um eine Einmalzahlung, die manchmal zum Abheben zur Verfügen steht, manchmal zusätzlich angelegt wird. Auch die Zinsen werden per Default kummuliert, kann man aber jederzeit ändern.

Es empfiehlt sich mit der Mindestsumme von 1k anzufangen, dann bekommt man auch eine Einladung zur Telegram-Gruppe, in der wirklich sehr viele Informationen geteilt werden.

Über den Einladungslink https://ventus.energy/join/tnOPz2Vu kommt ein weiters Prozent Bonus obendrauf (alle Anlagen 60 Tage nach der Registrierung).

Ich wünsche euch ein glückliches Händchen beim Investieren, egal ob ihr hier mitmacht oder nicht.

Hier noch die T&Cs der Bonusaktion: Keine Angst, es ist noch genug im Topf...

Bonuses are in the air

Love isn’t the only thing in the air this February—so are bonuses! Show appreciation for those who matter and give your funds some extra love with Ventus Energy’s “Bonuses Are in the Air” campaign. Climb our Bonus Ladder and boost your returns from 5% to 8%, growing your wealth to share even more with your loved ones.

Here’s how you can earn big from the Bonus Ladder:

  1. Total investment pool - € 5 000 000.00.
  2. Period - from February 3 to March 14 or until total manual investments reach € 5 000 000.00.
  3. The bonus percentage is 5% - 8%, and the monetary amounts per level range from € 50.00 to € 22 500.00, depending on your total invested amount.
  4. Special bonus thresholds of € 3 000.00, € 15 000.00, € 50 000.00, € 100 000.00, € 500 000.00 unlock even bigger rewards!
  5. Receive bonuses instantly.
  6. If you make a manual investment in any project and compound interest is enabled, the bonus amount you receive will be automatically reinvested as part of the compound interest feature, ensuring maximum returns on your funds.
  7. All manual investments - both first-time and repeated - across all projects count (except compound interest).
  8. All other rewards, like Invite & Earn and Affiliate Bonuses, combine with the Valentine’s bonus.
  9. No weird extra steps or additional registration processes — just invest, and we will take care of the rest.

Quelle: https://ventus.energy/en/profile/campaigns/valentine-s-campaign

Freitag, 17. Januar 2025

Nordstreet als Ersatz für Estateguru?

 Wer den Markt auch nur ein bisschen mitverfolgt hat, weiß, dass Estateguru nach vielen Jahren sehr guter Performance ziemlich den Bach runter ging. Eine Reihe von Fehleinschätzungen, ein gestresster Markt und insbesondere das rasante unreflektierte Wachstum auf dem deutschen Markt ohne die notwendigen Kenntnisse hat den Konzern knapp an der Pleite vorbei schlittern lassen.

Aber auch sonst erreichen die Insolvenzen (nicht unbedingt immer Ausfälle) Höhen, mit denen man nicht mehr gut schlafen kann. 50% sind in einigen Ländern eher die Regel. Zwar kommt das meiste wieder irgendwann zurück, aber das dauert Jahre und sehr oft werden ab dem Ausfall keine Zinsen mehr bezahlt.

Die seit 1,2 Jahren neu vergeben Kredite performen nicht soo schlecht. Aber eine zweistellige Rendite ist in weite Ferne gerückt. Zudem nervt Estateguru die Anleger mit allerlei Gebühren. Eine Abhebegebühr von 3€ wäre in Deutschland Wucher und hätte keinen Bestand.

Ich lege nur noch ab und zu auf dem Zweitmarkt an und ziehe mein Geld ab, sobald ein vierstelliger Betrag zusammen gekommen ist.

Eigentlich haben mir aber Immobilienfinanzierungen mit zweistelligen Renditen (und Risiko, natürlich) gut gefallen. Laufzeiten von 1-2 Jahren entsprechen meinen Liquiditätsbedürftnissen. Also habe ich mich nach Alternativen umgesehen.

Peerberry bietet so etwas. Nur sind die Zinssätze von anfangs 12%+ auch schon auf 8,5% gefallen. Kein Zweitmarkt. Ich bin schon investiert (zu noch zweistelligen Zinssätzen), da will ich kein weiteres Geld reinstecken.

Zur Zeit teste ich Nordstreet Die ersten zwei Auszahlungen von Estateguru habe ich hierhin verschoben. Bislang läuft alles sehr gut. Wie üblich kann man ab 50€ in verschieden Projekte anlegen, der Zinssatz beträgt in Schnitt gut 12% (je nach Risiko). Ausfälle konnte ich bislang keine feststellen.

Es gibt einen Zweitmarkt (habe ich noch nicht ausprobiert) und immer mal wieder cashback-Aktionen von 1-3%. Oft in einer unverständlichen Mail, google Translate hilft. Auch den Autoassistenten benötige ich im Moment noch nicht.

Von den Zinseinnahmen werden Steuern abgezogen (ca. 13%). Die kann man bei Finanzamt mit den KAP verrechnen lassen. Gebühren gibt es außer für den Zweitmarkt (2%) keine.

Die Seite sollte man auf englisch nutzen, die deutsche Übersetzung ist nicht vollständig und teilweise sehr holpig.

Nach einem halben Jahr bin ich zwar sehr zufrieden und werde mein Investment weiter aufstocken, für eine Empfehlung liegen mir aber zu wenige Daten vor. Falls jemand von Euch die hat, gerne kommentieren.

Für all diejenigen, die auch gerne mal Neues ausprobieren gibt es ein sehr gutes Angebot für die erste Investition von mindestens 100€: 30€ cashback.

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  • If your invited friend registers and successfully invests 100 € and more in the selected project – you and your friend will receive a 30 € bonus per person for your chosen investment.
  • The invited friend must be a new Nordstreet user, which means they didn't have to have an account on the site before.
  • The invited friend must access the Nordstreet website via a special personal link generated in your account.
  • The bonus for the selected investment is credited when invited friend invests in the selected project within 30 days after registration. If the invited friend invests later - no bonus will be calculated.
  • ...
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Hier ist besagter Link:

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Beispiel für eine Promomail

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Viel Spaß beim Investieren!

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

Den könnt ihr natürlich zusätzlich mitnehmen.

Freitag, 3. Januar 2025

Ergebnisse p2p in 2025

Insgesamt war 2024 für meine p2p-Anlagen ein hervorragendes Jahr. (Auch meine ETFs liefen gut, hier bin ich jetzt am Einzahlen, Einzelaktien hingegen waren überhaupt nicht gut)

Im Einzelnen die Renditen in der Übersicht:

Lendermarket: 25%, leicht gestiegen
Swaper:15,2% etwas abgefallen
Ventus Energie: 35% (durch Bonus-Startzahlungen)
Omaraha: 10,4% gleichbleibend
Stickredit: 10,9% leicht gefallen
Estatguru: 9,1% gleichbleibend
Peerberry: 10,2% fallend
Monacea: 10,6% Restbestände
Bondora ca.10% bei viel go&grow

Im Moment schichte ich um:

Estateguru -> Nordstreet
Peerberry -> Stickredit
Lendermarket -> Ventus-Energy

Und ziehe etwas Zinsen ab, um die Steuern zu bezahlen.

Donnerstag, 2. Januar 2025

Ventus Energy sattelt nochmals drauf: 18% +5+2% Bonus

 So, das Weihnachtsspezial ist abgelaufen, es lebe das neue Jahr!

Ventus Energy scheint auf den Geschmack gekommen zu sein. Über 10 Mio Risikokapital hat man inzwische eingesammelt und kauft weiter ein. Noch mehr Kraftwerke, das Bürogebäude, die Crowd finanziert das ja. Im Moment klappt das hervorragend, ein bischen ponzi-ish wird das langsam aber schon. Die Zinsen werden ja, immerhin 2 Mio bis jetzt, auch finanziert. Ein Kartenhaus? Das Gegenteil muss langfristig erst einmal bewiesen werden.

Kurzfristig aber erstmal Traumrenditen. Obwohl ich erst seit dem Herbst dabei bin, habe ich schon 10% eingesammelt. Da das Geld von Lendermarket kommt, ist mein subjektives Risiko nicht groß angestiegen ;)


Wie geht das mir dem Bonus? Wer im Januar anlegt, bekommt 5% Bonus auf die Anlagesumme (ab 1000€ allerdings). Wer sich zuvor noch über einen Werbelink anmeldet, erhält nochmal 2% obendrauf.

Wer weiß, was er tut und das Geld gerade nicht braucht finder ein (dem Risiko angemessenes) attraktives Angebot. Ich bin knapp 5stellig dabei. Manche haben weit über 100k investiert - das würde jetzt nicht meinem Sicherheitsgefühl entsprechen.

Die Kommunikation ist ausgezeichnet, Informationen bekommt man z.B. sehr regelmäßig über die Telegrammgruppe (nur für Anleger, auf Einladung).

Hier ist der Anmeldelink: https://ventus.energy/join/tnOPz2Vu

Samstag, 30. November 2024

Ventus Energy: 6% cashback --- ist zurück --- über 20% p.a. möglich

 Ich hatte ja in meinem letzten Beitrag schon kurz über ventus engery geschrieben, ein junges Unternehmen aus dem Balikum, das sehr schnell wachsen will und daher jede Menge cash benötigt. 

Startupfinanzierungen sind im Moment nicht einfach, und wer wie ich u.a. bei seedrs investiert hat, macht gerade die leidvolle Erfahrung, dass etliche Unternehmen mit an sich erfolgreichem Geschäftsmodell am mangelnden Kapital scheitert. Wer heute ein neues Geschäft aufbauen will, muss daher für Kapital tief in die Tasche greifen. Da gilt insbesondere für den letzten Teil der Finanzierung, der nicht so gut durch Sachwerte abgesichert ist.

Inzwischen haben einige Blogger die Firma besucht und sind mit positiven Eindrücken zurückgekommen. Das KANN gutgehen. Dann sind wir Investoren der ersten Stunde mit dabei und freuen uns, das Kapital zweistellig vermehrt zu haben. Sicher ist, dass die Zinsen nicht ewig so hoch bleiben können. Das müssen sie auch nicht, wenn die Firma erstmal richtig anläuft und gute Umsätze macht.

Es ist also ein Zock, das sollte jedem klar sein. Und der Mindesteinsatz von 1000€ ist nicht wenig. Von daher muss man an Rendite mitnehmen, was man geboten bekommt.

Im Moment sind das, dank wieder aufgenommener Cashbackaktion, nebst Zinsen von18% p.a. nominal, 5% (oder je nach Anlagesumme noch etwas mehr) instant cashback +1%, wer sich über einen Link registriert. Die 6%, wie auch die täglichen Zinsen können ausbezahlt werden (und das Risiko etwas mindern) oder cummuliert (um die Rendite zu maximieren).

Vielleicht lege ich noch etwas nach, möchte aber auf jeden Fall vierstellig bleiben.

Ansehen sollte man sich das auf jeden Fall, solche Angebote sind nicht alltäglich.

Hier besagter Link: https://ventus.energy/join/tnOPz2Vu bzw. Bonuscode tnOPz2Vu für das 1% Sahnehäubchen obendrauf.

Die bisherigen Erfahrungen waren bei mir durchgehend positiv, aber drei Monate ohne eine Fälligkeit sagen natürlich nichts aus.

 

Bisherige Bilanz..

 

Hier noch die Information aus der Aktionsmail:

With Christmas approaching, our GREENchy Xmas Campaign is in the air! Starting from today until December 31st, it's a fantastic way to make your investments work even harder and to earn cash for holiday presents!

 

Why Join?

  • Boost Your Returns: Earn bonuses of 5% to 7.5% from the invested amount,
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Track your progress easily with the Xmas tree ladder under the Christmas Campaign tab.

 

Your Impact

Your investments during the campaign will directly accelerate Ventus Energy projects - helping us secure equipment faster, speed up installations, and drive revenue generation - all while you enjoy higher returns.

Freitag, 22. November 2024

Wohin mit dem Geld von Lendermarket?

 Es ist wie in alten Zeiten: Lendermarket (V2!) läuft, wie man es sich vorstellt. Bei mir schon seit etwa 1/2 Jahr. Zins und Tilgung, fast immer genau nach Plan und in Ausnahmefällen um wenige Tage verspätet. Andere berichten mitunter von mehr Verzögerungen, aber keiner von langen. Auszahlungen sind spätestens am 3. Werktag auf dem Girokonto.

Trotzdem, das Kind wurde gebrannt und scheut etwas das Feuer. Weit über ein Jahr war die Liquidität bei Lendermarket erheblich gestört. Geld ging keines verloren, aber wer weiß. Wird das wieder passieren? Wird das Kartenhaus von Creditstar doch zusammenbrechen? Fast alle Anleger in der zugehörigen Telegram-Gruppe ziehen ihre Rückzahlungen ab. Mutigere bleiben teilweise oder ganz investiert, freuen sich über 17 oder 18% Zinsen. Wo gibt es schon vergleichbare Angebote?

Ich kenne im Moment genau eines, und das ist erst wenige Wochen auf dem Markt. Ich spreche von ventus.energy, einem jungen  baltischen Unternehmen, das auf dem Energiemarkt Geld verdienen will. Nicht ganz so grün, wie man sich gibt, kauft man doch relativ günstig abgeschriebene Gas- oder Holzpelletkraftwerke auf (im Megawattsektor), mit denen man bedarfsgerecht zu Spitzenzeiten (und versteht sich, zu Spitzenpreisen) Strom und Wärme z.B. in Riga produziert und vermarktet. Ein paar Solarzellen und Batterien sind mittlerweile auch mit im Angebot.

Und das Angebot ist verlockend,18% p.a., tägliche Zinsgutschrift, jeweils ab 1000€ Mindestanlage. Damit kommt man pro Tag 50ct Ertrag, auszahlbar oder sofort wieder angelegt, wie man wünscht.

Dass das Ganze nicht ohne Risiko ist, bei dieser Rendite offensichtlich. Immerhin gibt es eine Ausstiegsmöglichkeit nach einem halben Jahr (sofern sich Käufer finden). Ich habe in der Tat 5k dort investiert. Sogar noch 6% Bonus erhalten (dafür ist es nun zu spät, jetzt gibt es nur noch einen über Werbelinks von 1%). 

Die Kraftwerke jedenfalls existieren, einige Blogger haben sie besucht. Und die ersten Verträge sind auch notariell abgewickelt (erst einmal musste die Finanzierung stehen). Natürlich ist nicht die ganze Summe zu 18% finanziert, sondern es gibt jeweils Großanleger mit einem deutlich geringeren Zinssatz, aber auch dem Recht im Fall der Fälle zuerst ihr Geld zurückzubekommen. Wenn das schief läuft, bleiben also die P2P-Investoren außen vor.

 Mehr habe ich mich nicht getraut.

Alternative sind schwierig. Bondora: läuft gut, da habe ich aber schon mehr als genug drinstecken. Peerberry: kaum noch 10%, Cashdrag. Stikcredit: eigenlich ganz ok mit 12%, aber Cashdrag. Swaper. Auch da habe ich aber inzwischen mehr investiert als ich vorhatte. Luxusproblem. 16% ohne cashdrag. Ab 25k, bei mir war es noch weniger.

So bleibt auch bei mir ein Teil bei Lendermarket. Ich schaue halt, dass ich so nach und nach meine Einlage wieder auszahle. 70% sind schon geschafft. Und dann die Steuern, die ich für die (zugegebnen: üppigen) Zinsen zahlen musste.

Ich muss das noch durchdenken. Aber besser als meine ETFs ist das alles immer noch. Und gestreut...

Hier noch die Werbelinks, wer mitspielen will:

Ventus.Energie

Lendermarket

Swaper

Gibt jeweils 1% Bonus auf die Anlagesumme der ersten 30 Tage.
(Von den anderen hätte ich auch Links, aber die empfehle ich im Moment halt nicht).

Informiert euch aber selbst, das ist Pflicht. Hohe Rendite heißt IMMER vergleichsweise hohes Risiko. Bei mir ist das, worüber ich geschrieben habe, Hochriskokapital, das alles aus Zinserträgen stammt. Ein Verlust täte schon sehr weh, würde mich aber nicht aus dem finanziellen Gleis werfen.

 

Samstag, 12. Oktober 2024

Über 20% Rendite bei Lendermarket - starke Nerven erforderlich

 No risk, no fun - selten trifft diese Devise besser zu als bei Lendermarket.

Vor fast fünf Jahren hatte ich angefangen, dort zu investieren und seither einige Höhen und Tiefen durchgemacht. Letztendlich ist das Glück einmal mehr bei dem Tüchtigen, ein so wirklich passives Investment ist das nicht. Aber der Reihe nach.

Bei Lendermarket investiert man hauptsächlich in Kredite der Creditstar-Gruppe. Das sind eher kurzlaufende Kredite in Ländern wie Spanien, Finnland, Dänemark..., oft nur dreistellige Summen aber mit sehr hohen Zinssätzen. Die nochmal deutlich höher werden, wenn der Kredit nicht pünktlich bedient wird. Oder verlängert, oder erhöht, die üblichen Maschen eben. Ein sehr einträgliches Geschäft für Creditstar, aber auch eines, was viel Liquidität erfordert. So mancher Kredit wird eben erstmal nicht zurückbezahlt. Manchmal nur die Zinsen, manchmal gar nichts, manchmal erst durch den Gerichtsvollzieher.

Am Ende scheint die Strategie aufzugehen. Auf der Strecke braucht man aber Geld, Geld, Geld. So versucht CS auf viele Arten sich zu finanzieren. Über börsennotierte Anleihen (mit zweistelligen Raten, nicht immer ganz pünktlich bedient), über P2P-Plattformen wie Mintos oder eben Lendermarket. Wo auch nicht immer pünktlich bezahlt wird.

Denn eigentlich gibt es Verträge, nach denen die Anleger ihre Einlagen spätestens 60 Tage nach Fälligkeit verzinst zurück bekommen sollen. Eigentlich. Das wird seit etwa zwei Jahren massiv gedehnt. Erstmal wurden die Kredite mit eigentlich einer Laufzeit von 30 Tagen (+60 Tage mögliche Verzugszeit) bis zu 6 Mal (in der Regel genau 6 Mal) um je 30 Tage verlängert. Das ist legal, denn das steht so im Kleingedruckten. Wird auch verzinst, kein echtes Problem, wenn man kein Geld anlegt, das man zu einem bestimmten Zeitpunkt eingeplant hat (was man aber sowieso niemals machen sollte). Gut, aus 30 Tagen werden so also 9 Monate. Ob tatsächlich die Kreditnehmer verlänget hatten oder was im Hintergrung genau läuft, lässt sich nicht nachvollziehen. Bläck box Anlage, bei 15%+-Verzinsung mit "Garantie" muss man das schon hinnehmen.

Allerdings war die Liquidität da von Seiten Creditstar immer noch nicht gegeben. Die Kredite waren zurückbezahlt (oder auch nicht), aber Lendermarket bekommt das Geld von Creditstar halt nicht, um es an die Anleger weiterzugeben. Zunächst einmal greifen 10 Tage Karenzzeit, unverzinst, die hat man eingeräumt.

Eingefleischte P2P-Anleger werden sich erinnern: früher gab es Auszahlungen auch nur gebündelt, einmal im Monat und das auch noch mit mehreren Wochen Verzögerung. Bei Auxmoney zum Beispiel. Ärgert ein wenig, weil es die Zinseszinsen ausbremst, aber das wird eigentlich kompensiert. Die Zinsen bei Zahlungsverzögerungen sind nämlich irgendwie höher als die Nominalzinsen. Undurchsichtig zwar, aber wirklich kein Grund zur Klage. Nur dadurch komme ich auf die angegeben 20%+ IRR, denn nominal ist bei 18% Schluss.

Ab etwa Mai 2023 kamen dann aber weitere Verzögerungen hinzu. Erst musste man Wochen warten, bis angeforderte Auszahlungen auf das eigene Bankkonto ausgeführt wurden. Dann kamen die Pending Payments (PP). Das heißt schlicht und einfach, das Geld ist zwar luftgebucht, steht aber dem Anleger nicht zur Verfügung. Monatelang. Ohne konkrete Aussage, wie das weitergehen wird. Mit kleinen Abschlaszahlungen, ein- bis zweimal im Monat. Die in der Regel nicht mal die zwischendurch auflaufenden Zinsen abdecken. Nach der Freigabe landet dann das Geld in der neuen Plattformversion (V2), wo es ausgezahlt werden kann (mit üblichen Buchungszeiten, also nur 1-2 Tage) oder in neue Kredite investiert.

Fragt man sich, wer denn weiter investiert. Nun auch die PPs werden verzinst, mit 18% p.a., nach den 10 Tagen. Und auf der neuen Unterplattform V2 scheint es besser zu laufen. Keine Verzögerungen, die über ein paar Tage hinausgehen. Ungefähr also der Zustand, wie vor zwei Jahren. Hohe Renditen.

Das Problem mit den Gelder auf V1 ist aber weiterhin nicht gelöst. Doch Lendermarket hat ein Schlupfloch geschaffen: wer sein Geld auf V2 transferiert und es dort (zwingend, per Autoinvest) für etwa ein Jahr in neue Anteile investiert, kann es befreien.

Bei mir, und allen die ihre Erfahrungen mitgeteilt haben, hat das gut geklappt. So sollte also jeden Monat ein ordenlicher Anteil an Zinsen und Tilgung zurückkommen und wir sind wieder eher in der FUN-als in der RISK-Phase. Auszahlen oder wiederanlegen, dann endlich wieder eine freie Entscheidung.

Die Rendite war außerordentlich, die nervliche Belastung für viele aber zu viel. Ob man jemals dieser Plattform wieder vertrauen kann? Das hätte auch schiefgehen können. Und ja, man musste auch immer sich darum kümmern, das man seine Auszahlungen bekam. Ohne eine Rückfrage ab und an, wurde man wohl "vergessen".

Ich habe in den knapp 5 Jahren eine 5stellige Summe verdient. Diesen Gewinn werde ich wohl weiter auf der Plattform belassen. Das ist zwar reine Psychologie, denn welches Geld man im Fall der Fälle verliert, ist ja egal. Aber so könnte ich es besser meiner Frau verkaufen ;)

Nachtrag: die ersten größeren Zahlungen wurden heute, am 18.10. fällig. Und in der Tat kamen rund 3% an cash zurück, deutlich mehr, als ich die letzten Monate jeweils in Summe erhalten habe. Und das betraf nur rund 1/4 meiner Anteile… auch die unmittelbar getätigte Überweisung wurde binnen Stunden durchgeführt. So kann es gerne weitergehen.

Und das wären die nächsten geplanten Zahlungen auf LM2:

Abfrage1
Nächstes Zahlungsdatum SummevonGeschätzte nächste Zahlung
23.10.2024 110,39
24.10.2024 12
25.10.2024 3,59
28.10.2024 15,96
29.10.2024 1,29
30.10.2024 1,17
31.10.2024 24,94
01.11.2024 3,11
02.11.2024 25,69
03.11.2024 17,03
04.11.2024 6,68
05.11.2024 91,33
06.11.2024 1,57
07.11.2024 3,36
08.11.2024 362,55
09.11.2024 7,17
10.11.2024 7,85
11.11.2024 0,89
13.11.2024 2,23
14.11.2024 4,8
17.11.2024 662,72
18.11.2024 1,08
19.11.2024 187,63
29.11.2024 1,25

1556,28  

Das ist schon deutlich was anderes als die duchschnittlich vielleicht 250€/Monat aus LM1. Bei gleicher Anlagesumme, wohlgemerkt.

OK, wenn ihr da in Zukunft auch mit dabei sein wollt, obwohl ihr all das oben gelesen habt (weil die Gier halt überwiegt), habe ich noch einen Link für euch.

Da gibt es das übliche Cashback von 1% für euch und für mich obendrauf. Auch sonst gibt es immer mal wieder Bonusaktionen. Das kommt aber tatsächlich obendrauf. Könnt ihr dann den Baldriantee dafür kaufen :)

https://app2.lendermarket.com/de/empfehlung/6dqyz1ub

 


Freitag, 9. August 2024

p2p im Sommer 2024

So ein richtiger Sommer ist 2024 ja nicht gerade, aber ich brauche es auch nicht so heiß. Auch der Aktienmarkt ist in eine Abkühlungsphase eingetreten, da ist es immer gut, doch noch einiges Geld in p2p zu haben, das man gegebenfalls umschichten kann.

Schwierig ist das nach wie vor bei Lendermarket. Zwar kommen da mehr oder weniger regelmäßig, alle 2-4 Wochen, Rückzahlungen aus den pending payments (Zurückgehaltes Geld, mit dem sich Creditstar Cashbestände vorbehält, die ihnen nicht zustehen und die Anleger warten lässt), auch werden diese geperrten Gelder mit satten 18% p.a. verzinst, aber Liquidität ist da keine da. Mit der neue Version 2 soll das alles besser werden. Tatsächlich sind da bislang noch keine solchen Verzüge zu beobachten. Und es gibt auch bis zu 17% an Zinsen. Riskantes Spiel... wer es wagen will, erhält über den o.a. Link 1% auf die Anlagesumme der ersten 30 Rage an cashback obendrauf.

Bei swaper (gleiche Werbekonditionen für Neukunden: 1% auf die 30 Tage) sieht das ganz anders aus. Seit Jahren lassen sich alle Kreditanteile binnen Minuten auf dem Zweitmarkt verkaufen, das Geld ist spätestens am nächsten Tag zurück auf dem Girokonto. Ich habe weiter aufgestockt und geniese die 16% Festzinsen schon seit vielen Jahren (unter 25k: 14%). Nach Lendermarket meine Plattform mit der zweithöchsten Rendite. Der Betreiber ist zwar nicht gerade ein Ausbund an Transparenz, hat aber Anfangs des Jahres zwei lange Videointerviews gegeben, die zumindest etwas Klarheit bei mir schaffen konnten.
Seit einiger Zeit ist der Cashdrag deutlich zurückgegangen und beträgt nach wöchentlichen Angaben auf Telegram nun durchschnittlich nur noch 5% oder weniger (vorher waren es 10% und mehr). Liquidität hervorragend.
Aus meiner Sicht eine klare Empfehlung (Risiko muss jeder selbst für sich bewerten).

Wer es sicherer und unaufgeregter will, geht vielleicht zu afranga/stikcredit Hier hat man die Zinsen nach langer Durststrecke gerade auf 12% erhöht. Die Geschäfte laufen sehr gut, und bei 10% konnte man wohl nicht mehr genug Investoren anlocken. Ich habe bislang regelmäßig Teile der Zinserträge abgehoben und nie eine Verzögerung erlebt. Es gibt zwar einen Zweitmarkt, da war aber die ganze Zeit das Angebot größer als die Nachfrage. Das ändert sich vielleicht bei den jetzt höheren Zinsen, die 10%er wird man jedenfalls auch mit kleinem Abschlag nicht so schnell loswerden. Die Liquidität ist also ok, aber nicht brilliant. Ich selbst investiere noch beständig meine Rückflüsse auf dem Erstmarkt der Kredite.

Bondora bietet nur noch seine 6,75% mit go&grow. Wie gewohnt mit täglicher Zinsgutschrift und 1€ Abhebegebühr. Immerhin kann man nun bis zu 10k/Monat einbezahlen. Auch wenn das Geschäft brummt, ein Tagesgeldkonto ist das natürlich nicht. Fühlt sich nur so an. Solange keine sehr großen Turbulenzen auf dem Markt vorhanden sind. Bis dahin ist die Liquidität 1a und man schlägt der Inflation ein Schnippchen. Bei sinkenden Zinsen für eine gewisse Summe sicherlich eine Überlageung wert.

Das gilt im Moment weniger für Estateguru. Zwar kann ich persönlich nicht klagen, meine Gesamtrendite ist zweistellig, auch wenn von den Inkassoprojekten nicht mehr alles zurückkommt. Mit dem Einstieg am deutschen Markt (also auf der Finanzierungsseite, nicht den Anlegern) hat man sich gewaltig verhoben. Auch wenn das Neugeschäft seit über einem Jahr wieder gut läuft, sitzt man auf gewaltigem Aufwand und Kosten. Ein Teil wird über Gebühren an die Anleger durchgereicht. Zuletzt 3€ pro Abhebungsbuchung. Das ist unverschämt. Im Moment keine Empfehlung, bis der Laden wieder auf Vordermann gebracht wurde.

Peerberry werde ich zurückfahren. Die Zins/Risiko-Relation wird mir langsam zu schlecht. Inzwischen ist man bei Zissätzen von unter 10% angekommen. Ich habe noch viele Immobilienkredite aus Litauen, mit (für mich rollierenden) Laufzeiten von um die 2 Jahren. Die Kurzläufer sind hart umkämpft und aus geopolitisch riskanten Ländern. Zwar hat peerberry die Kredite aus der Ukraine/Russland gut abgewickelt (lediglich Zinsverluste), aber im Moment gibt es andere, bessere Möglichkeiten.

Insgesamt ein positives Bild für meine Anlagen. Auch das Finazamt wird seine helle Freude an der Steuererklärung 2023 haben. Verluste gab es nur im UK-Raum. Aber diese sind noch nicht fixiert genug, um gegengerecht zu werden.

Hinweis: die Links führen auch bei mir zu entsprechenden Gutschriften. Allerdings machen die Einnahmen bei mir nur unbedeutende Summen aus und ich empfehle immer nur Seiten, bei denen ich selbst gut investiert bin.

Donnerstag, 2. Mai 2024

Ecoligo Auszahlung - alles läuft glatt

Kurzes Update

Auch Ende April wurde alles bezahlt. Teilweise ein klein wenig verzögert diesmal, aber das mag auch an meiner Bank gelegen haben. Aber auch über den 2.5. kann man nicht meckern. Auch eine Schlusszahlung war diesmal dabei, meine erste.

Ende Januar war bei mir nun die 9. (quartalsweise) Auszahlung fällig. Wie im Oktober, knapp 200€ und etwa die Hälfte davon Zinsen. Alle Zahlungen erfolgten pünltlich un in erwarteter Höhe.

Für diese Jahr erwarte ich ungefähr noch 1000€ bei einer Anlagesumme von gut 10k. Meine Gesamtrendite nach Steuern liegt bei ca. 4,5%.

Insgesamt kann ich nicht klagen, bislang gab es keinerlei Zahlungsverzögerungen. Ich habe breit in rund 50 Projekte und verschiedene Länder gestreut. Ecoligo selbst wirbt auch mit einer Rückzahlungsquote von 100%.

Ein gewisses Risiko ist aber durchaus vorhanden. Die Rückzahlungen werden zu einem sehr hohen Prozentsatz (in der Regel 70% und mehr) erst mit der Schlussrate geleistet. Erst dann entscheidet sich, ob wirklich alles glatt lief. Auch sind die Projekte eines Landes miteinander verbunden. Es wird dringenst empfohlen, das Kleingedruckte genau zu studieren. Ein gute Verlauf in der Vergangenheit garantiert noch keine sichere Zukunft.

Ecoligo ist also eher für den Öko-Anleger, der vielleicht etwas CO2-Ausgleich für sein Konsumverhalten sucht, als für den konservativen Renditesuchenden.  Dass die Projekte alle in Entwicklungs- oder Schwellenländer liegen, sorgt zusätzlich für ein gutes Gefühl. Das Investment wird also sinnvoll verwendet, und die Rendite (wenn nichts schiefgeht) ok.

Mit den genannten Einschränkungen kann ich ecoligo also empfehlen. Im Moment lege ich meine Rückflüsse, etwas aufgerundet, wieder an.

Als Neukunde kann man, wie so oft, einen Freunsdchaftslink zur Anmeldung verwenden und bekommt aktuell einen Cashback von 20€ auf die erste Investition (Anteile sind generell ab 50€ möglich),

Hier der Link: Werbelink

Die Auszahlung erfolgt nach ein paar Wochen per Überweisung auf das Referenzkonto.

Mittwoch, 1. Mai 2024

Seedrs - Startups für Kleinanleger

Seedrs ist eine Plattform, bei der insbesondere britische Anleger in Startups investieren können, die meistens auch in GB angesiedelt sind. Seerds ist seit etwa zwei Jahren Teil von  Republic, die im selben Segment tätig sind aber deutlich breiter aufgestellt. Im Moment wird der Bereich aber noch weitgehend unabhängig fortgeführt.

Auch als Anleger der EU (oder anderswo) kann man dort investieren. Allerdings entgehen einem dann aber die bei den meisten Firmen ausgeschriebenen Steuervorteile (EIS etc.), die oft sehr wesentlich zum (finanziellen) Erfolg des Invests beitragen.

Größter Erfolg war bislang Revolut mit einer Papier-Bewertung von inzwischen knapp 30 Mrd €. Allerdings war bei der Zeichnung der Markt so überrannt, dass nur wenige Glückliche dabei sein konnten und bis heute wurde der mögliche Investorenkreis nicht ausgeweitet. In die Milliarden hat es sonst noch niemand geschafft, und manche 4stellige Zuwüchse gegenüber dem Ausgabewert sind eher virtuell den realisierbar (Beispiel s.u.).

Das Investieren ist sehr riskant. Der durchschnittliche Anleger macht vermutlich Verluste. Eine gewisse Streuung muss auf jeden Fall sein, allerdings sollte man sich in Machgang dann auf sehr erfolgversprechende Unternehmen konzentrieren. Der Markt ist im Moment in keiner sehr guten Verfassung, die Kapitalbeschaffung ist für viele sehr schwieig und das bricht einigen das Genick. Man kann das auch positiv sehen. Der Weizen schält sich aus dem Streu hervor, die Einstandbreise sind günstiger als noch vor ein bis zwei Jahren.

Generell geht man davon aus, dass die wenigsten Unternehmen die ersten 5 Jahre überleben. Oft wird von 90% Ausfallquote gesprochen. Was bedeutet, dass man in einigen Fällen das 20fache und mehr zurückbekommen muss, um insgesamt Gewinn zu machen. Bei gleichmäßiger Streuung.

Meine Erfahrungen und lerning soweit

Wie viele, bin ich anfangs auch eher naiv und zu breit eingestiegen. Ich bin bei knapp 200 Unternehmen mit dabei, allerdings alles andere als gleich gewichtet. Seedrs zeigt mir eine 9% Rendite. Das ist sehr sehr optimistisch. Im Moment würde ich von 30-40% Abschreibung ausgehen. Zwar wurden einige Gesellschaftswerte inzwischen auf Null gesetzt Genauer: 12 in wind up, 4 dissolver, 1 sold (mit 1/3 Verlust) und 1 an der Börse (auch ein deseaster). Also nicht die erwartete Ausfallquote bislang. Jedoch

  • mehrer Firmen hatten massive down-Runden, zum Teil bis 90%,
  • mehrere Firmen sind seit langer Zeit komplett inaktiv
  • einige sammeln verzweifelt immer wieder in neuen Runden Kapital ein ohne dass sich das so positiv auszuwirken scheint
  • viele werden am Zweitmarkt nur mit deutlichen Abschlägen angeboten, was trotzdem nicht immer heißt, dass die Anteile auch verkauft werden.

Zweitmarkt

Ohne Zweitmarkt hätte ich nicht und zumindest lange nicht in diesem Umfang bei seedrs investiert. Mit Abstrichen funktioniert er auch ganz gut.

  • Ermöglicht einem den Ausstieg, bevor tatsächlich eine Exit-Event ansteht
  • Damit auch Gewinnmitnahmen
  • Trading (wirklich sehr riskant!)
  • Zukauf bei Firmen, die einem (zumindest im Moment) überzeugen
  • Kauf eines sehr kleinen Anteils um die Informationen für Anleger einsehen zu können
  • Zumindest für Personen nich aus GB (also ohne Steuervorteile) oft einen etwas günstigeren Einstieg, insbesondere wenn die Briten nach drei Jahren ihre (Steuer)gewinne mitnehmen
     

Allerdings ist dieser außerbörsliche Handel wie ihr euch vorstellen könnt, sehr illiquide, sehr emotionsbelastet und eben kein echter Markt. Informationsvorsprung der Investierten gegenüber Käufern, die noch keine Anteile haben, aber auch gegenüber denen, die zu faul sind, die Entwicklung zu verfolgen.

Positive Entwicklungen

Einige Firmen haben sich durchaus positiv entwickelt, z.B. Happy Drinks, Beeline, Guest Ready... um nur einige zu nennen. Ich würde sagen, bei 10% bin ich deutlich im Gewinn (mehr als verdoppelt). Das reicht aber natürlich nicht und ist so auch nicht zu realisieren.

Natürlich ist mein Anlagezeitraum noch viel zu kurz um irgendwelche Schlüsse zu ziehen.

Dann gibt es noch Hypes wie Eversend (die teilweise auch mit dem maximalen Aufschlag stets ausverkauft waren, nun aber wieder zu haben sind und noch keine Aufwertung erfahren haben) oder Hydro Wind Energie, die nach der ersten Runde sehr schnell einen Zuwachs von 1600% verzeichneten und seither versuchen, bei einer Bewertung von deutlich über 100Mrd Geldmittel auf den verschiedensten Plattformen Geld einzusammen. Kontinuierlich. So dass auch kein Handel stattfinden kann. Ponzi lässt grüßen oder ist zumindest nicht auszuschließen.

Learnings

Ich wäre natürlich vorsichtiger. Nichts mehr, was mit Essen zu tun hat (Getränke laufen besser). Mehr Geduld beim Investieren, oft ist der Zweitmarkt im Nachgang billiger, zumindest bei Folgerunden.
Auf jeden Fall Verluste schneller begrenzen. Ein Verlust von 30-60% ist immer besser als einer von 100%. Das habe ich nur wenige Male hinbekommen.

Da nachinvestieren, wo die Kommunikation gut ist (aber Vorsicht, das alleine reicht nicht), sich bei den Zahlen eine gute Tendenz abzeichnet und das Konzept der weiteren Entwicklung überzeugt.

Ob diese Art der Investitionen eine Zukunft hat, weiß ich nicht. Ist nur etwas für Leute, die Spaß an der Investition an sich haben. Ansonsten gibt es sicher andere riskante Möglichkeiten mit liquideren und höheren Renditen. Es sei denn natürlich, man brütet doch mal ein Einhorn aus. Aber ob das bei seedrs anfängt?

Was negativ auffällt

  • seedrs macht nach den Finanzierungsrunden praktisch gar nichts mehr. Wieweit ihre DD sorgfältig ist, kann man nicht sagen. Zwar gab es schon abgelehnte Finanzierungen (Grund wurde nicht genannt), die daran scheiterten. Aber manchmal kam das Aus so schnell, dass man sich schon fragte ob das nicht dann schon absehbar war.
  • Da kann es sein, dass eine Firma ihren kompletten Betrieb einstellt, die Webseite seit Monaten abgeschaltet ist und seedrs gibt auch auf Nachfrage keine Reaktionen. Die üblichen Textbausteine, man gehe der Sache nach sonst passiert nichts. Wochenlang. Nicht dass es noch sehr viel ändern würde. Aber bei einer Insolvenz sind wir nicht zuletzt deshalb die einzigen, die einen Penny wiedersehen.
  • Man sollte sich im klaren sein, dass man ein absoluter Kleinstaktionär ist, und dass auch nur indirekt. Das heißt an Enscheidungen ist man i.d.R: nicht beteiligt (ich habe aber auch schon zweimal Abstimmungen erlebt). Seedrs vertritt uns. Ob immer in unserem Sinne bleibt intransparent.
  • Das gleiche gilt auch für Informationen aus vielen der Unternehmen. Natürlich wären da Berichte erstellt - die Risikokapitalgeber die sonst noch beteiligt sind, bestehen da sicher darauf. Allerdings erreichn diese, gerade bei größeren Firmen, die Anteilseigner bei seedrs nicht. Vorgeschobener Grund ist, da wären auch Konkurenten darunter, denen wolle man keinen Einblick gewähren. Klingt selten plausibel.
  • Während der Finanzierungsrunde(n) gibt es Unmengen an Informationen - meist kleine Erfolgsmeldungen. Danach ist dann Stillschweigen. Mitunter bis zur nächsten Finanzierung.
  • Bei manchen Zusammenbrüchen bleibt durchaus ein sehr schlechter Geschmack zurück. Das ist das Unternehmen bereits nach kurzer Zeit wieder auf dem Markt zurück. Frisch und fröhlich, schuldenfrei, mit weniger Miteigentümern. Und die Seedrsinvestoren gehen komplett leer aus.

 

  

Sonntag, 7. April 2024

Bondora Q1 2024

Bei Bondora gehöre ich zu den ganz wenigen, die noch klassisch in einzelne Kredite investieren. Per API ist das möglich, und laut dem CEO Pärtel Tomberg soll das auch so bleiben.

Also läuft alles automatisiert. Im ersten Schritt zumindest. Ich zeichne Kreditanteile von meist maximal 10€, oft mehrfach, aus Estland mit attraktiven Zinsen. Im Schnitt sind vielleicht 10% der Gebote erfolgreich. Trotzdem genug, um mehrere tausend Euro im Monat anzulegen.

Im zweiten Schritt verkaufe ich von Zeit zu Zeit einen Teil meiner Bestände. Mit Gewinn, meist zwischen 2 und 4%. Das bringt absolut gesehen nicht so viel, aber es erhält die Liquidität.
Ansonsten beträgt der Cashflow rund 1k/Monat.

Ein wenig spekuliere ich auch noch mit ausgefallenen Krediten, die ich lotweise mit hohem Abschlag kaufe und dann teilweise verkaufe (eher weniger, macht zuviel Arbeit bei den kleinen Anteilen) oder auf eine Rückzahlung hoffe.

Das zu monitoren kostet alles einiges an Zeit. Ob das einen vernünftigen Aufwand-Nutzen-Anteil hat, wage ich zu bezweifeln. Ist mehr Hobby. Andere Anlageplattformen laufen ohne Aufwand. Aber ich bin schon so lange bei Bondora, dass ich da nur schwer loslassen kann.

Leider ist deren Technik in Moment sehr auf den Hund gekommen. Da werden komplett unvollständige Daten ausgeliefert (was die Steuererklärung sehr aufwändig macht) und das System hängt immer mal wieder. Der Support ist technisch nicht kompetent und wiegelt eigentlich nur ab.

Und nun zu den harten Fakten: was kam im Q1 dabei rum? An investiertem Geld stecken unter 5k in meinem Account. Es haben sich aber seit 2012(!) viele Einkünfte angesammelt.


Bezahlte Zinsen: 2000€
Gewinne aus Verkäufen: 130€
Gewinne aus "roten Krediten" 150€ (mehr zurückbezahlt als der Kaufpreis)

Verluste durch komplett abgeschriebene Kredite: -780€

Aktuell eingesetztes Kapital (Kaufpreis - Rückzahlung - Zinsen) : Knapp 35k.
Berechnete Langzeitrendite vor Steuern: knapp 12% p.a.

Mit dem gleichen Kapitaleinsatz komme ich bei go & grow auf etwa 50% der Rendite. Ohne einen Finger zu rühren. Für Neuanleger gibt es sowieso nichts anderes mehr.

Im Vergleich erziele ich (bei erheblichem Risko!) im Moment
Bei Lendermarket ~20% (falls es gutgeht)
Bei swaper ~15%

Aber Streuen ist Trumpf.



Mittwoch, 17. Januar 2024

Lendermarket: No news is bad news

Lendermarket hat sich jetzt in den stealth-Modus geschalten. Keine Nachrichten, keine Auszahlungen, keine neuen Kredite. Weiterhin werden fleißig Zinsen luftgebucht. Das ist aber auch alles.


Erstellt mit Dall E

Die pending payments von Creditstar nehmen weiter stark zu, eine Reinvestition (sollte man das wollen) mangels geeigneter KreditE de facto auch nicht mehr möglich. Zwar gibt es noch etwa 400 Anteile zu kaufen, die sind aber ausschließlich aus Dänemark und Schweden. Nicht mal so unattraktiv, denn die scheinen regelmäßig zu zahlen. Nur kommt das Geld auch nicht an, sondern verschwindet im oben abgebildeten Strudel der pending payments. Die dann nach 10 Tagen zu 18% p.a. verzinst werden. 5€ pro Tag sind das bei mir mittlerweile. Kann ich mir nur nichts davon kaufen, das Geld steckt fest und es gibt absolut keine Aussage wann sich das ändern soll.

Wer Creditstar kennt, weiß das Zahlungsverzögerungen dazugehören. In diesem Ausmaß ist das jedoch schon sehr krass. ich bin sehr froh, dass ich nie meine Eier in nur ein Nest lege. Der Verlust würde weh tun, wäre aber verkraftbar - ungefähr ein Jahr p2p-Kreditgewinne.