Freitag, 9. August 2019

Anlegen bei swaper

Seit knapp drei Jahren lege ich bei SWAPER an und bin sehr zufrieden. Das Handling ist sehr einfach und die Rendite stimmt soweit. Das Risiko ist nach meinem Ermessen branchenüblich.

Zu den Details: SWAPER bieten Beteiligungsmöglichkeiten in hochverzinste Kredite in z.B. Polen und Spanien. Der Zinssatz ist fix mit 12% bei einer Anlagesumme bis 5000€ und 14% darüber. Für alle Kredite wird eine buyback-Garantie gegeben und spätestens 30 Tage nach Endfälligkeit bekommt der Anleger angelegtes Kapital und Zinsen von der Plattform erstattet.

Anlagen erfolgen in der Regel ausschließlich über Autoinvest. Davon können mehrere angelegt werden, bedient wird allerdings nur der erste, solange dieser nicht pausiert ist oder voll investiert.
Es können die üblichen Einschränkungen bezüglich Laufzeit und Länder etc. getroffen werden.

Bis vor etwa 3 Monaten war die Anlage nicht jederzeit möglich. Seither klappt das bei mir aber optimal. Jede Rüczuahlung ist meist am selben Tag, spätestens aber nach drei Tagen reinvestiert.

Die Webseite ist auf deutsch und es gibt auch eine APP, mit der man sich sehr schnell über den aktuellen Stand auf dem Handy oder Tablat informieren kann.

Ein Zinssatz von 14% bedeutet eine Kapitalverdopplung nach 5 Jahren. Wenn alles gut geht und die Plattform dann noch existiert. Ein Risiko bei diesen Zinssätzen existier selbstredend. Niemand sollte also sein ganzes Erspartes hier investieren.

Für mich ist diese Plattform eine sehr gute Ergänzung Sie macht mir überhaupt keine Mühe und funktioniert einfach. Ich habe deshalb dieses Jahr meine Anlagesumme nochmals deutlich aufgestockt. Allerding ziehe ich - um das Risiko ein wenig zu senken - regelmäßig die Hälfte aller Zinsen ab. Das geht dann in den Konsum im Luxusbereich :)
Ich habe statt dessen twino aufgegeben. Die Zielgruppe der Kreditnehmer ist sehr ähnlich, allerdings hatte ich dort immer wieder Probleme mit der Wiederanlage.
Ich investiere ausschließlich in Anteile mit einer Laufzeit bis zu 30 Tagen, so habe ich auch eine verhältnismäßig gute Liquidität, sollte ich mal Geld brauchen.

Hinweis: Die o.a. Links sind Werbelinks. Aus eigener Erfahrung kann ich  SWAPER  tatsächlich empfehlen. Das tue ich nur bei Plattformen, bei denen ich selbst investiert bin und auch bleiben will. In die Zukunft kann ich allerdings auch nicht sehen, deshalb das Risiko durchaus selbst prüfen!

Sonntag, 14. Juli 2019

HowTo BoxOfBondora: Kredite im Portfolio selektieren und verkaufen

Manchmal möchte man ein paar Kreditanteile verkaufen, um z.B. die Liquidität zu erhöhen oder das Risiko etwas herunterzuschrauben. Ich werde zwei Szenarien beleuchten, ein einfaches und ein komplexeres.
Die Vorgehensweise benötigt die Prämium-Version der BoxOfBondora, die gegen Spende zur Verfügung gestellt wird.

1. Alle C-Kredite aus Estland, deren Zinssatz unter 20% liegen sollen mit 1% Aufschlag in den Verkauf gestellt werden.

Zunnächst muss man alle eigenen Anteile laden. Dazu geht man auf MyInvestments, wählt falls noch nicht mit fett markiert, ALL aus. Danach befinden sich alle laufenden Anteile im Hauptspeicher. Sie können nun ohne erneutes Laden gefiltert werden, auch mehrmals.

Falls rechts kein Filter zu sehen ist, klickt man auf SEARCH. Nun kann man die entsprechene Auswahl treffen: Interest - 20%, Country nur EE, Rating nur C. Nun auf Filtern klicken.

Wie geht man mit den Anteilen um, die bereits im Verkauf stehen? Nun, man kann sie entweder ausblenden und damit ignorieren oder das Aufgeld neu auch auf 1% setzen.
1a) Ignorieren
Dazu scrollt man nach unten und findet links unten einen kleinen Button StM den man anklickt. Im Auswahlfenster waäilt man Retain und ..not in sale. Bestätigen, fertig.

Man kann übrigens einzelne Kreditanteile noch ausblenden und damit ignorieren indem man in der entsprechenden Zeile auf die erste Spalte rechts neben dem Rating klickt. Der Anteil verschwindet dann. Weiter gehts zum Verkauf (s.u.)

1b) Aufgeld ändern
Das ist ein wenig komplizierter und erfordert, dass man noch zweimal auf dem Zweitmarkt suchen darf (5 Suchen pro Stunde erlaubt Bondora zur Zeit).
Man geht auf MORE.
Man klickt auf das Feld links neben ABOUT. Dadurch werden die Verkaufspreise der eigenen Kredite eingelesen.
Man klickt auf remove sells (selected). Dadurch werden die ausgewählten Kredite aus dem Verkauf entfernt.
Man klickt erneut auf das Feld links neben about, denn Kredite die sich schon im Verkauf befinden, werden nicht erneut verkauft.

Der Verkauf
Nun klickt man auf Sell all with X markup, wählt z.B. 1 für 1% und nach einer weiteren Bestätigung, bei der auch steht wieviele Kredite verkauft werden sollen (aus gutem Grund! Da soll ja nichts schief gehen) werden die Kredite eingestellt.

2. Alle Kredite mit mindestens 10ct Prinzipal im Verzug seit mindestens 1 Woche sollen mit -5% verkauft werden

Im Prinzip ändert sich nur die Filtereinstellung. Diesmal wählt man kein Land, Rating oder Zinssatz aus. Dafür bei State "orange", Principal debt 0.1- und P.debt ago eine 7 (Tage). Der Rest wie oben beschrieben.

Wie das Leben so spielt: im Moment funktioniert das mit der Mindestverzugsumme noch nicht. Wird beim nächsten Update behoben.


Noch exotische Selektionen gehten mit selbst eingerichteten Strip-Off-Buttons.
Das ist ein bisschen kompliziert und ist in der Hauptanleitung beschrieben.

Disclaimer: Anwendung stets auf eigenes Risiko. Wer Kredite zu billig verkauft, kann sich nicht an mich wenden - weg ist weg und einen Widerruf gibt es bei Bondora nicht. Auch nicht bei technischem Versagen (und nicht einmal, wenn der Fehler bei Bondora lag).

Sonntag, 30. Juni 2019

Bondora - die API im Schongang

Am Ende kam es dann nicht ganz so schlimm wie befürchtet. Die API läuft (im Moment noch) weiter, allerdings in Zeitlupe. 5 Anfragen kann man nun pro Stunde machen, das betrifft die Investments sowie den Zweitmarkt.
Ensprechen sind die Zweitmarktaktivitäten auf etwa die Hälfte eingebrochen. Hätte schlimmer kommen können (und war es auch zwischendurch), wenn Bondora nicht massiven Widerstand der betroffenen Anleger erfahren hätte. So kann man einigermaßen damit leben. Meine Rückflüsse werden weiterhin über Bots angelegt, insgesamt eine mittlere vierstellige Summe im Monat. Da die Veränderungen alle betreffen, sind die Angebote nicht so viel geringer geworden.
Nur der frequentere Handel, der ist weg. Weniger Erträge auf dem Zweitmarkt stehen aber erhebliche Zeiteinsparungen gegenüber. Hat alles sein positives, wenn es so bleicbt kann ich mit leichtem Gebrummel damit leben.

Zencap (Funding Circle) - außer Spesen nix gewesen.

OK, ich habe mein Geld zurück. 13,1k€ hatte ich bei der damaligen Rocket Internet Tochter Zencap insgesamt investiert. In der Hoffnung, das man den Bereich Mittelstandsdarlehen professionell anging und in der anfänflichen Euphorie, weil alle Kreditnehmer pünktlich zu zahlen schienen. Das ging ein gutes Jahr lang gut. Dann kam es, wie es kommen mussten: die Anleger der ersten Monata bezahlten die Lernkurve für die Plattform.
Wie sich einmal mehr herausstellte, waren die ermittelten Bonitäten viel zu positiv, die gebotenen Zinsen für die Darlehen zu niedrig um einen vernünftigen Risikoausgleich zu ermöglichen.
Eine Aufklärung, wie das genau mit den verschleierten Zahlungsverzügen der ersten Zeit war, gab es übrigens nie. Das Unternehmen kommuniziert nicht offen mit seinen Anlegern. Es mag sein, dass die Risikobewertung inzwischen besser geworden ist, ein Vertraue konnte sich bei mir und vielen anderen nicht mehr entwickeln. Ich habe längst meine Investitionen eingestellt und werde sie sicher auch nicht wieder aufnehmen.
Die Rendite ist nach Steuern negativ. Immerhin habe ich inzwischen 16€ mehr zurückbezahlt bekommen als ich einbezahlt habe und noch gut 180€ an Zahlungen stehen aus. Neben etwa 1000€ Krediten im Inkasso, wenn die Zahlen die mir das Dashboard anzeigt so stimmen. Auch davon wird noch ein bisschen was zurückkommen. Dem stehen 1250€ Zinsen und damit knapp 400€ bezahlte Steuern gegenüber. Insgesamt ein Nullsummenspiel, ich habe in der Anfangszeit noch ein paar Prämien für Geldanlagen bekommen.
So im nachhinein kann das ja gar nicht gut gehen. Etwa 10% Zinseinnahmen über die gesamte Laufzeit (einige haben natürlich sehr schnell ihr Darlehen zurückbezahlt), das funktioniert nur bei einer sehr geringen Ausfallquote. Oder extrem effektivem Inkasso. Beides sehe ich bei FC nicht. Von daher, spart euch das Lehrgeld - von mir eine klare Empfehlung hier nicht zu investieren.

Donnerstag, 30. Mai 2019

Bondora: zurück in die API-Steinzeit!

Irgendwie scheint Bondora auch noch stolz darauf zu sein, ihr API gänzlich ruiniert zu haben. "Slingshot" heißt die "neue" Version und wie bei Bondora leider oft zu erfahren, neu heißt keineswegs besser.
Nun kann also jede Aktion nur einmal pro Stunde ausgeführt werden, und der Counter ist da gnadenlos. Kontostand abrufen, einen Kredit kaufen oder verkaufen, die Liste seiner Kredite ansehen, egal, jedes Mal heißt es danach 3600s warten.
Leute mal ganz ehrlich, da könnt ihr es wirklich ganz lassen.
Aber es gibt ja jetzt webhooks. Mit denen man neu eingestellte Kredite quasi frei Haus gelistet bekommt. Mal abgesehen von allemtechnischen (leider ebenfalls bondoratypischen Pfusch) - von dieser Liste kann ich mir nun einmal pro Stunde einen Kredit raussuchen und kaufen?!
Eine echte Steinschleuder. Im Glashaus oder so.

Richtig absurd wird es, wenn man Bondoras FAQ zu den entprechenden Änderungen liest. Der Vorschlag ist, aufgrund aller Ereignisse per webhooks eine lokale Datenbasis zu führen um so Aussagen über Kontostand und gehaltene Anteile machen zu können. Ja klar. Jeder einzelne. Was soll dass? Ich kann meine Käufe auch in eine Excel-Tabelle einpflegen.

Das war absolut nix, Bondora. Entweder ihr stampft das ganz schnell wieder ein, oder ihr könnt euch wirklich auf die Go&Grow-Kunden konzentrieren. Andere Plattformen haben bessere Anlagemöglichkeiten. Und Kundenfreundlich, da wart ihr mal groß. Aber dieses Teil ist nur eines: peinlich.