Samstag, 28. Juli 2018

MINTOS in der Kritik

Gehörte mintos seit langer Zeit eigentlich regelmäßig zu den am meisten geschätzten P2P-Plattformen, so hat sich das Blatt seit zwei Wochen radikal gewendet. Auch ich habe bereits 40% meiner sowieso nicht allzu großen Anlage abgezogen.

Der Grund war zunächst einmal gar kein besorgniserregender: mogo, der größte Anbieter der Plattform, hat auf dem Kapitalmarkt eine größere Anleihe plazieren können (was positiv ist), dadurch aber deutlich günstigere Rückfinanzierungsmöglichkeiten als die Kapitalanleger mit bis zu 14%. Also hat man nicht nur die Konditionen für neue Anlagen drastisch gesenkt, sonder auch in sehr großem Umfang bestehende Anlagen zurückgekauft. Das entspricht den AGBs, ist aber für Anleger sehr sehr ärgerlich. Denn plötzlich gibt es keine attraktiv verzinsten Anlagemöglichkeiten mehr. Der strengen Regel von Angebot und Nachfrage folgend senken natürlich auch die anderen bei mintos vertretenen Anbieter ihre Zinsen. So dass bislang gut funktionierende Autoinvestitionen nicht mehr greifen und auch von Hand das Geld nicht mehr gut anzuleen ist.

Gleichzeitig gibt es noch andere Dinge, die verärgern. Zum Nachteil der Anleger wurden die Spielregeln geändert, was Zinszahlungen für buyback-Kredite angeht. D.h. es gibt Beträge und Zeiträume, für die ein in Verzug geratener Kredit nicht mehr verzinst wird. Das kann die Rendite durchaus verhageln, vor allem bei kurzen Laufzeiten. Auch ist die Vorgehensweise nicht gerade transparent.

Jede Menge an Kreditanbietern, das war mir schon lange zu viel. Und paydayloans in Botswana oder demnächst vermutlich Venezuela brauche ich auch nicht. Mogo war für mich ein durchsichtiges Geschätsmodell, dass die Firma eng mit mintos verzahnt ist sah ich nicht unbedingt als Nachteil.

Nun, die Abbuchung geht schnell. Auch mit transferwise, was ich ebenfalls eher seltsam finde. Zuviele Anlageplattformen möchte ich sowieso nicht beobachten. Wenn sich die Umstände wieder ändern, bekommt man das ja schnell mit - dann ist auch schnell wieder Geld einbezahlt.

Donnerstag, 19. Juli 2018

0% Loss rate- based on total amount lost after recovery attempts

Das behaupten Flender und in ähnlicher Form auch estateguru. Bei Verzinsungen von größtenteils über 10%  wäre das natürlich sehr lukrativ. Inwieweit kann man das für bare Münze nehmen?

# Bei Flender läuft alles, soweit ersichtlich, wie am Schnürchen. Falls nicht von Flender selbst Raten vorfinanziert werden (kann man leider nie ganz ausschließen, da es entsprechende Beispiele schon bei anderen Plattformen gab), ist praktisch jede Rate pünktlich. Bis jetzt. Auch bei Moneything lief ja die ersten Jahre alles super und nun hagelt es Ausfälle. Bei Flender wird aber im Gegensatz zu Moneything (und auch estateguru) über die Laufzeit getilgt. Da sieht man die Schwierigkeiten eher kommen und zumindest hat mim Fall der Fälle einen Teil des Geldes zuzüglich zu den Zinsen bereits wieder.

# Bei estateguru ist die Aussage zwar bislang auch wahr, verscheiert aber bestehende Probleme. Viele (und damit meine ich deutlich mehr als 20%) der Kreditnehmer zahlen die Zinsen nur schleppend. Bei etlichen Krediten ist die komplette Zahlung inklusive Zinsen sowieso erst am Ende der Laufzeit fällig. Bei einem stark überwiegenden Teil der Kredite geht das gut. Zwar kann man sich auf den angegebenen Endzeitpunkt nicht so arg verlassen, aber der Rendite tut ein späteres Bezahlen dank Verzugszinsen eher gut (positiver Unterschied zu den deutschen Anbietern!).
Trotzdem sin inzwischen mindesten drei der Kreditnehmer in massiven finaziellen Schwierigkeiten (und ein weiterer ist wohl in ein Kapitalverbrechen verwickelt). Das Geld wird Jahre brauchen bis es, hoffentlich vollständig, nach Zwangsversteigerung und entgegen eingelegter Rechtsmittel bei den Kreditgebern wieder ankommt. Das ist einzupreisen und kürzt die Rendite um geschätzte 1-2%. Das ist im gesamten Umfeld nicht weiter tragisch. Wenn es nicht überhand nimmt. Was noch keiner weiß.
Estateguru würde gut daran tun, offen und vorallem zeitnah über die Vorgehensweise zu informieren. Anleger wollen nicht erst nach 2-3 Wochen Bescheid bekommen, dass die Versteigerung nicht geklappt hat, oder es aus Foren oder der Presse erfahren. Und die sehr häufig aufpoppenden Meldungen, Kreditnehmer XY hat versprochen an jenem Datum garantiert nachzuzahlen sind die Lesezeit nicht wert. Das funktioniert nämlich so gut wie nie. Fakten zählen, nicht Versprechungen.

Mein Favorit unter den beiden steht damit fest. Neues Geld fließt zu Flender. Dort gibt es zudem schöne cashback-Aktionen mit bis zu 10% Prämie. Und auch für Neukunden gibt es Cashback von 5% für die Anlage der ersten 30Tage (bei estategugu 0,5-1% für die ersten 3 Monate).

Referrallinks hierfür: https://flender.ie/referral-program?invitation=I772190E3892
und Estateguru.

Samstag, 30. Juni 2018

Flender Autobid nun mit cashback

Nur für Benutzer von Autoinvest, vermutlich werden in nächster Zeit viele neue Kredite kommen:

Cashback offer:
  • 5% cashback for all autobids €150 and above
  • 10% cashback for all autobids €300 and above 
for the next 30 days, only valid if Autobid is used.
Zwar war ich in letzter Zeit fast bei jedem neuen Kredit dabei, 150-300€ hätte ich aber nicht in jedem Fall investiert. Trotzdem probiere ich die Aktion mal aus. Cashback ist immer ein erheblicher Rendite-Turbo und bislang läuft Flender, wie bereits berichtet, absolut top.

Wer noch nicht bei Flender angemeldet ist, kann die Rendite durch einen Werbelink nochmals durch einen 5% Bonus in die Höhe treiben. Einfach einen Werbelink zur Anmeldung verwenden, z.B. https://flender.ie/referral-program?invitation=I772190E3892
Nachdem der Kredit vollständig investiert wurde, werdn dann 5% der Anlagesumme auf das Anlagekont gutgeschrieben, kumuliert also bis zu 15%! Dieser Betrag kann zunächst nur für weitere Investitionen genutzt werden (ggf. mit erneutem cashback), aber nicht gleich ausbezahlt werden. Das ist aber dann mit den ersten Rückflüssen möglich (zusätzlich muss man sich bei Flender mit Ausweiskopien authentifizieren bevor eine Auszahlung möglich ist).

Viel Spaß beim Investieren!

Freitag, 29. Juni 2018

Bondora 1HJ 18

Bondora setzt im Moment voll auf Go&Grow, eine BlackBox mit auf 6,5% gedeckelten Zinsen und steurerlicher Optimierung (da keine ggf. nich anrechenbaren Verluste anfallen. Das mag für den einen oder anderen interessant sein, vor allem da von einer hohen Liquidität ausgegangen wird (aber auch diese ist nicht garantiert). Für Bondora selbst auf jeden Fall eine tolle Sache, nicht zuletzt durch massive Werbung konnte man ordentliche Kapitalzuflüsse generieren und hat bei der Anlage mehr oder weniger freie Hand.

Also ehrlich, für mich ist das nichts. Zum einen traue ich dem Modell nicht so recht, schon gar nicht, solange man nicht die Zusammensetzung des g&g Portfolios offenlegt. Wer weiß, was für spanische HR-Kredite da drinstecken. Da bekomme ich bei anderen Plattformen per buyback-Garantie mit zumindest gefühlt nicht höherem Risiko glatt die doppelte Rendite. 6,5% sind mindestens 4% zu wenig, bevor ich da auch nur drüber nachdenke.

Mein Portfolio entwickelt sich weiter auf eine Endrendite von 11-12% zu. Im Monat Juni 18 hatte ich die bislang höchsten Zahlungen aus dem Inkasso und da eine einzige Zahlung sehr groß war und nur aus Zinsen bestand, waren es auch die höchsten Zinszahlungen aller Zeiten. So weit so so schön. Das gab für den Juni ein dickes Plus von über 10% an Zahlungen gegenüber den (Ausfälle eingepreisten Erwartungen). Allerdings waren die regulären Zahlungen eher mau und gegen Ende des Monats kam es leider auch zu so vielen Ausfällen, dass die Inkassorückzahlungen die Summe des ausstehenden Kapitals im Default nicht verringern konnten. Immerhin geht es auch nicht mehr groß nach oben.



Ab diesem Monat habe ich die Strategie für mein Hauptportpolio umgestellt und gehe beim Risiko vom Gas:
- ich kaufe keine "roten Kredite" mehr und will sehen, ob sich die Inkassosumme auf Jahressicht merklich verringert.
- ich behalte alle neugekauften kredite, die noch keine Zahlungsverzüge hatten.
- ich versuche Kredite mit längeren Zahlungsstörungen möglichst frühzeitig wieder loszuwerden.


 Damit das einfacher geht, versuche ich die maximal bislang vorgekommene Verzugsdauer aus der globalen Statistik einzubinden und grafisch als farbiges Dreiecksymbol darzustellen.

Ansonsten lege ich weiterhin meine Rückflüsse ausschließlich auf dem Zweitmarkt an. Insgesamt habe ich meinen Zeitaufwand durch diverse Automatisierungen deutlich reduziert.



Mittwoch, 20. Juni 2018

500km auf dem pedelec...

aber nicht am Stück :)

Nach dem USA-Urlaub letztes Jahr hatte ich noch einige US$ auf meiner Revolut-Kreditkarte. Und dann sah ich dieses Gerät:
Quelle: http://www.ebike-base.de/ebike-pedelec-news/sondors-kommt-auch-nach-deutschland.html

Ein Sondors-Fold und alles andere als ein Kinderfahrrad wie es auf den ersten Blick vielleicht wirkt. Die Reifen sind echt fett.

Noch im August bestellt (in den USA, trotz Einfuhrsteuer und ordentlichen Versandkosten für nur ca. 1000€) folgten erstmal bange Monate bis Ende Oktober, dann war es da.

Mit einem bis zu 500W Motor beschleunigt das Bike trotz seines ordentlichen Gewichts von fast 25kg (und meines ist auch nicht ohne) fantastisch. Die Geschwindigkeit ist, der StVO geschuldet, auf 25km/h gedeckelt, sonst wären Versicherung, Schild und Helm Pflicht und man dürfte keine Radwege mehr benutzen.

Licht und einen Gepäckträger habe ich nachgerüstet. Ansonsten ist das Teil wirklich absolut gut. Naja, für mich könnte es ein bisschen höher sein, ohne Motor kann fast gar nicht fahren und die einzige Federung sind die Reifen. Aber selbst auf höchster Stufe hält der Akku über 2h und damit über 50km. Mit etwas weniger speed werden es das auch 70km.

Vor allem die älteren Herren in unserer Kleinstadt sind immer ganz begeistert. So ein Gerät hat hier noch niemand gesehen,

So jetzt wisst ihr, wohin meine swaper-Zinseinnahmen gegangen sind. Der p2p-Anleger kann sich solche Dinge leisten.

Noch ein paar Videos (nicht von mir):