Mittwoch, 20. Juni 2018

500km auf dem pedelec...

aber nicht am Stück :)

Nach dem USA-Urlaub letztes Jahr hatte ich noch einige US$ auf meiner Revolut-Kreditkarte. Und dann sah ich dieses Gerät:
Quelle: http://www.ebike-base.de/ebike-pedelec-news/sondors-kommt-auch-nach-deutschland.html

Ein Sondors-Fold und alles andere als ein Kinderfahrrad wie es auf den ersten Blick vielleicht wirkt. Die Reifen sind echt fett.

Noch im August bestellt (in den USA, trotz Einfuhrsteuer und ordentlichen Versandkosten für nur ca. 1000€) folgten erstmal bange Monate bis Ende Oktober, dann war es da.

Mit einem bis zu 500W Motor beschleunigt das Bike trotz seines ordentlichen Gewichts von fast 25kg (und meines ist auch nicht ohne) fantastisch. Die Geschwindigkeit ist, der StVO geschuldet, auf 25km/h gedeckelt, sonst wären Versicherung, Schild und Helm Pflicht und man dürfte keine Radwege mehr benutzen.

Licht und einen Gepäckträger habe ich nachgerüstet. Ansonsten ist das Teil wirklich absolut gut. Naja, für mich könnte es ein bisschen höher sein, ohne Motor kann fast gar nicht fahren und die einzige Federung sind die Reifen. Aber selbst auf höchster Stufe hält der Akku über 2h und damit über 50km. Mit etwas weniger speed werden es das auch 70km.

Vor allem die älteren Herren in unserer Kleinstadt sind immer ganz begeistert. So ein Gerät hat hier noch niemand gesehen,

So jetzt wisst ihr, wohin meine swaper-Zinseinnahmen gegangen sind. Der p2p-Anleger kann sich solche Dinge leisten.

Noch ein paar Videos (nicht von mir):







Sonntag, 10. Juni 2018

Ein Jahr bei Flender

Seit einem Jahr investiere ich bei der irischen p2p-Plattform Flender. Die durchschnittliche Rendite von 10% wird bei mir (noch) durch keinen einzigen Ausfall getrübt. Erste Kredite sind auch schon zurückbezahlt. Zahlungsverzögerungen sind äußerst selten.

Leider weiß ich aus früheren Erfahrungen (lendico, zencap...) dass so etwas nicht so bleiben muss, ansonsten wäre Flender aus meiner Sicht die perfekte Ergänzung zu den baltischen p2p-Plattformen.

Man investiert durchgehend in kleine Unternehmen. Der Zinssatz erscheint daher für beide Seiten fair. Das Kreditangebot ist nicht gerade üppig, selten sind mehr als 1-3 Angebote gleichzeitig auf dem Markt. Trotzdem ist flender noch so unbekannt, dass die Finanzierung sich manchmal über Wochen zieht. Das hat den Nachtteil, dass das Geld (das vom Anleger bei Gebot eingezogen wird) in dieser Zeit nicht verzinst wird. Das ist aber auch schon der einzige Manko.

Inzwischen habe ich schön streuen können und bin bei über 30 Firmen dabei. Es handelt sich durchweg um Ratenkredite, bei denen während der Laufzeit getilgt wird, so dass das Geld auch nach und nach wieder verfügbar ist.

Immer mal wieder gibt es bei Flender cashback-Aktionen von 10% auf den dann angelegten Betrag. Das sind natürlich Promotionangebote, die seltener werden, leider ;)

Auch für Neukunden, die sich über einen Referrel-Link anmelden, gibt es 5% on Top. Ebenso für den Werbenden. https://flender.ie/referral-program?invitation=I5874U994 Sollte man sich nicht entgehen lassen ;)

Flender schafft es neben Mintos und swaper aktuell unter meine drei am besten zu handhabenden und sehr gut performenden Anlageplattformen.

Wie immer: zweistellige Renditen stehen auch für entsprechendes Risiko. Selbst informieren und nicht alles auf eine Karte setzen ist Pflicht.

Sonntag, 6. Mai 2018

Bondora - Transparenz selbst gemacht

Schon lange will Bondora davon weg, Kreditnehmer anzuzeigen. Nicht einmal in der anonymisierten Form BOxxx. Mit dem jüngsten Update - Buchungen nach Anteilsbruchteilen - wurde das nun, vielleicht von einigen unbemerkt, vollzogen:


In daily cashflow ist jetzt nur noch die Kreditnummer sichtbar. Schön ist die Zusammenfassung ganz oben, aber das ist ärgerlich. So kann man sich keinen Überblick mehr über alle Kredite eines Kreditnehmers im Depot mehr verschaffen, wie das bislang möglich war. Auch die Suche nach weiteren Krediten auf den Zweitmarkt ist nicht mehr so einfach möglich. Erst wenn man dem Link über die Kreditnummer folgt, wird die Information, falls so konfiguriert, sichtbar.

Auch im Report der Zahlungen ist diese Information nun ausgeblendet - als Zahlender taucht jeweils "Bondora Capital" auf. Eine Nachfrage bei Bondora ergab, dass man das mit Absicht geändert habe. Das warum erschließt sich mir nicht. Es müsste schon massive Proteste der Anleger geben, um diese Änderung wieder rückgängig zu machen. Im Sinne der hochgelobten Transparenz.

Hat mir natürlich keine Ruhe gelassen und mich zwei Stunden Codingzeit gekostet. Jetzt sind die Informationen in der BoxOfBondora wieder sichtbar und sogar noch mehr:


Wie man sieht, ist in der zweiten Spalte der jeweilige Kreditnehmer angezeigt. Handelt es sich um ein Zweitmarktgeschäft, beginnt der Name mit einem "!" und es gibt keinen Link zum Anteil im Deport. In diesem Fall kann man per mouseover auch den Handelspartner sehen. Die Kreditnummer führt auf das Depot, der Status ist der letzt verfügbare Wert (s.u.) Beim Zahlungsbetrag kann man, wie bei mintos, per mouseover den exakten Betrag ansehen. Der Pfeil in der letzten Spalte führt zu Angeboten zu diesem Kreditnehmer im Zweitmarkt. So wollte ich mein Statement haben.

Wie funktioniert das technisch? Zunächstmal wird versucht, die Daten aus der Liste der eigenen Kredite auszulesen (Dazu muss man sie über MyInvestments geladen haben). Klar, der Status kann sich durch die jüngste Zahlung geändert haben. Aber das ist ja nicht so schlimm, das kann man sich ja denken, wenn da Extra Interests aufgeführt ist.
Bei den verkauften Anteilen wird man da nicht fündig. Deshalb wird beim Starten des Plugins eine Liste mit Kreditnummerdaten/Namen geladen, die ich halt in regelmäßigen Abständen (bestimmt nicht täglich) generieren und hochladen muss. Damit sind dann fast alle Fälle abgedeckt und Kredite vor ihrer ersten Zahlung sind ja auch nicht so wichtig. Der Status kann in diesem Fall natürlich ziemlich veraltet sein.

Man sieht also, eine API und eigene Kreativität erlaubt einem eine maßgeschneiderte eigene Oberfläche. Bis Bondora die nächste Änderung bringt.

Montag, 30. April 2018

Estateguru zahlt 1% Bonus

Im Moment scheint Estateguru etwas Mühe zu haben, alle neuen Projekte in der doch recht knappen Finanzierungsphase voll zu bekommen. So hat man sich etnschieden, einen Bonus von (einmalig) einem Prozent anzubieten:

Increase your returns from investments! By investing in the currently open projects, you receive 1% of your investment back immediately, once the project gets funded. 
The Cashback bonus will be effective for the following projects, starting from today: Lubja str. bridge loan, Zilu bridge loan, Adruvahi bridge loan and Kiviloo Manor refinancing loan.

Beim letzteren ist zu beachten, dass damit ein bestehender Kredit abgelöst werden soll, dessen Rückzahlung sagen wir mal deutlich verzöger ist. Immerhin hat der Kreditnehmer zuverlässig Zinsen und Verlängerungsstrafen gezahlt, so dass sich für die bisherigen Anlager eine schöne Rendite ergibt. Auch denke ich, dass das wunderschöne Anwesen eine gute Sicherheit darstellt. Da muss man sich schon überlegen ob man sich darauf einlässt, ich werde das nicht tun.

Insgesamt sind bei Estateguru nur drei Ausfälle bekannt, wovon einer sehr schnell und zur vollsten Zufriedenheit der Anleger gelöst wurde. Die anderen beiden ziehen sich hin, die Deckung durch die Hypotheken scheint aber hinreichend zu bestehen. Zahlungsverzögerungen gibt es immer wieder. Bei Hypothekendarlehen hätte ich eigentlich nicht mit dieser Menge gerechnet. Solange aber, wie es bislang aussieht, praktisch alles samt Verzugzinsen nachbezahlt wird, sollte das kein echter Aufreger sein - schließlich ergeben sich zweistellige Renditen.

Für Neuanleger  gibt es z.B. über diesen Werbelink nochmal zusätzlich 0,5% auf die Anlegesumme der ersten drei Monaten.

Donnerstag, 5. April 2018

Tallinn ist eine Reise wert!

Etwas offtopic, aber ohne p2p hätte meine Reise nach Tallinn wohl nicht stattgefunden. Jetzt kann ich nur sagen, es wird nicht mein letzter Besuch dort gewesen sein. Meine Frau und ich haben uns sofort in die Talliner Altstadt verliebt und jede Minute dort genossen.

Ankunft
Der Flughafen Tallinn ist gut zwei Flugstunden von Frankfurt entfernt. Auch von anderen deutschen Städten gibt es Direktflüge. Viele Kreuzfahrtschiffe legen in Tallinn an, aber nur ein Kurzbesuch ist eigentlich schade.
Vom Flughafen kommt man sehr einfach mit Bus oder Straßenbahn in die Innenstadt.

Verkehr
Tallinn hat ein sehr gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz. Das ist für die Einwohner der Hauptstadt sogar kostenlos, für Touristen hatte man dafür angeblich die Preise erhöht. Davon haben wir aber nichts bemerkt, im Gegenteil gab es für 6€ (+2€ einmalig für die NFC-Karte) ein 5-Tages-Ticket. Da bezahle ich z.B. in Karlsruhe schon für einen Tag mehr.
Es gibt wohl auch Einzelfahrscheine beim Fahrer, aber wir sind recht viel Straßenbahn und Bus gefahren und mit dem Ticket muss man sich nur mal schnell neben die Erfassungssäule stellen - pling.


Schwarzfahren sollte man nicht - wir kamen eines Abends in eine Kontolle und das war auch ein Erlebnis. Die Staßenbahn hielt mitten auf der Strecke neben einem Minibus voller Kontolleure. Türen auf, Bahn blieb stehen bis alle kontrolliert waren, blitzschnell.
Viele der Bahnen sind alte deutsche Straßenbahnen, da liest man schon mal "Türöffner". Alles bltzblank, wie auch die Straßen ohne Müll.

Mitterlalterliche Altstadt
Ein ganzes Viertel ist noch von mittelalterlichen Gebäuden dominiert. Hier kann man sich im Wesentlichen nur zu Fuß bewegen, das tut der Atmösphäre gut. Überall gibt es Türmchen und Kirchen zu bestaunen, erstere erinnerten mich an das Carcassone-Spiel.


Zum Glück hatten wir herrliches Wetter, zwar Ende März Temperaturen um den Gefrierpunkt, aber fast immer Sonnenschein und das wunderbare Licht des Norden.


Vom Domberg hat man eine tolle Aussicht. In der Altstadt sind u.a. die ganzen Botschaften untergebracht, auf dem Domberg selbst (ein größeres Gelände mit eigener Stadtmauer) auch die Regierungsgebäude. Natürlich gibt es jede Menge Cafes, Restaurants und Touristenläden. Ich habe mir zwei Norwegerpullis (natürlich in Estland gefertigt) geleistet, zu fairen Preisen.

Restaurants sind einen Tick billiger als in Deutschland. Wir wurden stets sehr freundlich behandelt und man spricht durchgehend gut Englisch. Am Anfang wird man oft darauf hingewiesen, wie lange das Zubereiten des Essen dauern wird (war die ersten Tage kein Problem). Es gibt internationale Küche und östliche/nordische Spezialitäten.

Den ersten Teil der Woche war es noch ziemlich leer, wir hatten manche Straßen für uns alleine.


Ab Karfreitag wurde es dann sehr voll und es war kaum noch ein Platz zu finden. Außerhalb der Saison ist also ein guter Tipp.

Am Karsamstag war dann der Rathausplatz gut belebt (immer noch knapp über 0 Grad).

An der Ostsee
Ein besonderes Erlebnis, das nicht jedes Jahr zu bestaunen ist, war die zugefrorene Ostsee. Natürlich nur in Küstennähe. Man hat uns erzählt, dass zwar die großen Fähren recht gut durchs Eis kommen, es allerdings sogar eine "Straße" auf dem Eis zu den estnischen Inseln gab (auf dieser waren besondere Regeln zu beachten, z.B. nicht anschnallen). Ein paar Eindrücke:





Den echten Esten kann das natürlich nicht schocken. Da ging tatsächlich jemand im Eis schwimmen!
Wir dachten zunächst, das sind Aufnahmen für ein Werbeplakat oder so, aber das war echtes Leben:


Kultur
Natürlich gibt es jede Menge Museen, Kirchen, Galerien. Wir haben uns allerdings meistens draußen aufgehalten, nur ab und zu zum Aufwärmen ins Innere.


Tallinn war insgesamt ein überaschendes Kleinod. Ähnlich ging es mir nur vor ein paar Jahren mit Istanbul, das mir damals auch sehr sehr gut gefallen hat aber heute ja erstmal nicht mehr zu bereisen ist. Von mir 5 von 5 Sternen. Ein Top-Tipp ist auch die Stadtführung, die immer um 12h vor der Touristeninfo startet (gegen ein Trinkgeld). Die sollte man sich keinesfalls entgehen lassen.

 Alle Bilder mit meiner geliebten Sony DSC-TX30 fotografiert.