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Samstag, 15. Juli 2017

Bondora - ein halbes Jahr Trading-Bot

Mittlerweile ein halbes Jahr läuft bei mir ein ständiger An- und Verkauf von kleinen Kreditanteilungen, weitestgehend automatisiert. Zeit mal einen vertieften Blick darauf zu werfen.

  • Es gibt mehrere Gründe Kredite auf dem Zweitmarkt zu kaufen. Man kann ein (subjektiv) besseres Portfolio aufbauen oder man kann traden. Die Stregien unterscheiden sich ein wenig. Beim Traden liegt der Gewinn hauptsächlich im Einkauf, denn das zu erzielende Aufgeld ist sehr begrenzt. Die Qualität der Kredite ist hingegen nicht so wichtig, solange man sie gut wieder zu einem höheren oder im Notfall zumindest zum gleichen Preis verkaufen kann. Und zwar am besten vollständig.
  • Micromanagen von Anteilen unter 5€ ist zu aufwendig. Das muss sehr weitgehend automatisch ablaufen.
  • Beim Traden muss die Liquidität erhalten bleiben. D.h. die Haltezeit sollte z.B. deutlich unter einer Woche liegen. Das Aufspüren und Kaufen von Krediten ist absolut zeitkritisch, der Markt sehr eng.
  • Beim Anlegen ist das anders. Hier ist auch eine etwas höhere Kaufpreis akzeptabel, wenn der Kredit einen vergleichsweise höheren Zinssatz und eine excellente Zahlungsgeschichte bietet. Und Liquidität will man ja gerade vermeiden.

Von daher gibt es von meinem Zweitmarktbot auch zwei Versionen. Während ich selbst im Moment noch überwiegend auf's Traden setze sind vier weitere Anlager eher im Anlegemodus unterwegs.

Meine Erfahrungen
  • Funktioniert grundsätzlich. Allerdings muss man damit rechnen, dass nur etwa 80% der Anteile tatsächlich verkauft werden. Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig, ob ich nicht vor dem Zahlungstermin radikal rausschmeißen soll. So bleiben halt doch orange und rote Kredite, die die Bilanz belasten. Schließlich betreiben die Käufer bei mir auch Cherrypicking. Im Herbst werde ich das Glattstellen mal testen.
  • Skalierbar ist das nicht. Ich schäze mal, dass mehr als 5-10€/Tag Gewinnspanne vor Ausfällen nicht möglich ist. Bei etwa 300-500€ Umsatz. Der Markt ist hart umkämpft. Und verkäufliche Kredite mit Abschlag sind nur sehr selten zu ergattern, vielleicht 1-2 pro Tag.
  • Ein bisschen Anlegen tue ich natürlich auch. 
  • Im Schnitt beträgt meine Liquidität etwa 300€. Das schwankt zwischen 0 und 1000€. Wenn der Bot mal ausfällt sammeln sich nach einer guten Woche auch mal 3000€ an.
  • Ich habe inzwischen deutlich über 1000 Anteile im Verkauf, fast alle sind unter 25€.
Von den Anlegern die außer mir den Bot nutzen habe ich bislang sehr positive Rückmeldungen bekommen. Anscheinend scheint es genug Angebote zu geben und die sind nicht ganz so zeitkritisch. Allerdings würde sich das ändern, wenn hunderte von Anlegern auf diese Weise investieren, es sei denn sie suchen sich unterschiedliche Nischen. Ich werde das im Auge behalten. Ob die nach starker Filterung vermeidlich  hervorragenden Anteile sich am Ende auch so gut halten wird man sehen müssen. Auf jeden Fall spart ein Bot sehr viel Zeit um zum selben Ergebnis zu kommen wie beim händischen Heraussuchen.

BTW: Die Idee im dem Firefoxplugin ist jetzt drei Jahre alt. Sie kam von "Biertrinker" aus dem p2p-Forum und hat mir ein neues Hobby beschert. Programmieren ist irgendwie nie am Ende :)

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