Freitag, 1. April 2016

Bondora Q1 2016

Ich bin im Moment sehr zufrieden mit der Entwiklung meiner Anlagen bei Bondora. Von den Zahlen her spricht nichts dagegen, dort weiter zu investieren und die Rendite ist vermutlich die höchste von all meinen Anlageformen. Allerdings ist der Zeitaufwand schon recht hoch. Ich werde versuchen, diesen wieder zu veringern.

Erstmals seit etwa einem Jahr hat die Summe aus Krediten ohne Verzug und Cash wieder die Schwelle von 10k überschritten - ohne dass ich neues Geld investiert habe. Das Minimum im letzten Jahr war bei knapp 7k. Darunter sind allerdings eine ganze Reihe von Krediten, bei denen die erste Rate noch nicht fällig war. Vorallem der Anteil der Kredite in Verzug ist deutlich gefallen und die ausgefallenen Kredite sind kaum angestiegen. Ich kaufe im Moment auch keine oder zumindest nur sehr wenige hinzu, da das interesante Angebot abverkauft ist. Recovery läuft weiter ganz gut und bislang schlagen die Veränderungen (Gebühren an DCAs, keine Strafzinsen mehr) bei mir noch nicht sichtbar durch. Im März habe ich etwa 50€ an Zinsen aus ausgefallenen Krediten bekommen - das ist insofern bemerkenswert, da diese ja erst ganz am Ende des Inkassovorgangs stehen. An Prinzipal waren es knapp 300€, so dass ein erheblicher Teil der monatlichen Einnahmen mittlerweile zuverlässig aus Inkasso kommt. Das muss auch so sein, denn wie erwähnt sind über die Hälfte meines Depots "ausgefallen".

Ich trenne mich aber auch von aussichtslosen ausgefallenen Krediten, zum Teil mit schmerzhaften Verlusten bis zu 80%. Steuerlich ist das interessant, weil ich das mit den Gewinnen aus Verkäufen am Zweitmarkt ausgleichen kann, und die sind auch kontinuierlich vorhanden.

Das es anders nicht mehr funktioniert, habe ich jetzt auch einen Bot im Einsatz, der regelmäßig interessante Angebote aus dem Zweitmarkt fischt. Hauptsächlich handelt es sich um "grüne" Kreditanteile mit einem Rabatt von 5% oder mehr. Wie man in einer händische Suche leicht feststellen kann, geraten diese eigentlich gar nicht mehr auf den freien Markt und leider  tut sich da auch automatisiert lange nicht mehr soviel wie früher. Ich habe aber die Kaufkriterien recht eng gesetzt und bislang noch ganz wenig gekauft, was ich nicht auch von Hand gekauft hätte. Spanier sind z.B. ausgeschlossen. Vieles verkaufe ich gleich mit 1-0% Rabatt wieder. So kommen über 100€ an Einnahmen pro Monat zusammen. Der Verkauf ist noch nicht automatisiert, das sollte ich noch umsetzen.

Inzwischen habe ich vier Mal einen komletten Loan (je 530€) gekauft. Das schein mir auf dem Erstmarkt die einzige Möglichkeit zu sein an attraktive kleine Kredite aus Estland heranzukommen. Sieht auf den ersten Blick sehr riskant aus. Im Vergleich zu meinem Gesamtportfolio sind aber wohl inzwischen Anlagen in 5€-Anteile eher lächerlich. Und wenn ich mir überlege, welche Stückelung ich ganz am Anfang, 2008, bei smava hatte...

Blick über den Tellerrand: auch meine Anlage bei twino und mintos läuft zufriedenstellend mit zweistelliger Rendite. Dort habe ich längst nicht soviel angelegt. Vielleicht sollte ich mal aufstocken. Der Zeitaufwand ist dort vernachlässigbar.



Kommentare:

  1. Hallo Oktaeder,

    benutzt du auf Bondora die auto-invest möglichkeit oder suchst du anhand eigener Kriterien Kredite aus dem Marktplatz?

    Gruß

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  2. Wie du anderen Blogeinträgen entnehmen kannst, seit 2 Jahren nicht mehr automatisch. API oder auf dem Zweitmarkt, keine Spanier mehr.

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