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Samstag, 15. August 2015

Bondora schafft penalties ab

Zugegeben, der Erfolg war (zumindest bei meinen Anlagen) nicht sehr groß, allerdings das Potenzial schon. Die Rede ist von Strafzinsen, die bei nicht pünktlich gezahlten Raten anfallen und zu sehr hohen Summen führen, sobald der Kredit in die 60+ Verspätung geriet.
Das System war sicherlich sehr ungerecht. Die wenigen Kreditnehmer, die am Ende all ihre Schulden auf Heller und Pfennig beglichen, mussten oft mehr als das Doppelte ihrer Schuld begleichen. Andere zahlen einfach gar nichts. Allerdings waren die Strafzinsen aus Kreditgebersicht ein gewisser Ausgleich auf das doch beträchtliche Inkassorisiko.
Liest man den Blogeintrag unter https://www.bondora.com/blog/legal-structure-what-are-we-changing/ und die Kommentare dazu fällt einem auf, das Bodora einmal mehr herumeiert.
Immerhin gibt man zu, dass man mit dem aktuellen Inkassoergebnis unzufrieden ist (was vorallem die Kredite außerhalb von Estland betrifft). Allerdings scheint man einmal mehr sich auf das Experimentieren zu verlegen anstatt ein klares Konzept zu fahren. OK. Man will externe Inkassogesellschaften durch eine Gewinnbeteiligung "motiviereren". Das kann funktionieren, kostet aber die Kreditgeben zunächst erheblich.

Und hier ist meiner Meinung nach der enscheidende Punkt: man hat uns nicht gefragt. Einseitig ändert man wesentliche Vertragsbestandteile, so wie es aussieht rückwirkend. Das geht so nicht. Und die Kommunikation darüber ist auch alles andere als klar.

Für mich sieht es so aus, als wolle sich Bondora den Inkassoärger billig vom Hals schaffen. Das ist legitim für neu abzuschließende Verträge. Für den Bestand ist es allerdings unlauter.

Ob das ganze zum Vor- oder Nachteil ausgehen wird ist unklar. Bislang spielen Strafzinsen im Vergleich zu den regulären bei mir eine stark untergeordnete Rolle und beeinflussen meine Rendite mit gerade mal 0,05%. Darauf kann ich gerne verzichten, wenn das Inkasso besser läuft. Wenn. Allerdings erwarte ich schon, dass bis zur Beitreibung von 100% der ausstehenden Summen an mich Maßnahmen ergriffen werden. Ansonsten ist die Inkassoquote viel zu hoch als dass ich beiter bei Bondora investieren möchte.

Es ist wie immer die Sache mit dem Spatz in der Hand vs der Taube auf dem Dach. Wenn es aber dann am Ende nur ein Mückenschiss in der Hand ist, würde ich doch lieber auf die Taube spekulieren - zumal diese das war, mas man mir anfänglich versprochen hatte.
Das Potenzial meiner (ich weiß, so nicht eintreibbarer) Verzugszinsen ist eine knapp 5stellige Summe. Das sind keine peanuts. Und ein Teil davon war einberechnet um Ausfälle auszugleichen.

Schaun wir mal. Insgesamt wird mich Bondoras Arroganz, einfach nach Gutdünken zu ändern, allerdings dazu bringen, erstmals Geld abzuziehen.

Abgesehen davon sehe ich durch die geplante API den "normalen" Anleger sowieso deutlich in Hintertreffen geraten. Wieder eine p2p-Plattform weniger für mich. Schade.

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