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Dienstag, 18. Oktober 2016

Aufregung um Mintos und Twino

Die beiden wegen ihrer Ausfallgarantie beliebten baltischen p2p-Plattformen bekamen in der vergangenen Woche einigen Gegenwind zu spüren, wenn auch aus völlig unterschiedlichen Gründen.

Twino hat seine Webseite erneuert. Wie leider absolut branchenüblich geht die Seite live, bevor auch nur die gröbsten Fehler ausgemerzt sind. Schick muss die Seite daherkommen, Funktionalität und Usability stehen hinten an. So sucht man eine Weile, bis man versteht, wie man z.B. die Details zu einem Kredit ansehen kann. Und muss dieser Film im Hintergrund beim Laden der Seite wirklich sein?
So nach und nach werden die Fehler ausgebessert. Noch immer findet man aber absurde Renditeversprechungen unmittelbar nach dem Einloggen:


Dass man diesen Bug nach zwei Tagen immer noch nicht behoben hat, ist schon sehr peinlich.
(Edit: nach einer Woche hat man nun den Monat auf Jahr geändert)

Auch das folgende würde ich nicht unbedingt als erfolgreiche Aktion bezeichnen:

 

Ansonsten läuft aber im Hintergrund alles nach Plan, der Autoinvestor investiert, Zinsen trudeln ein, Kredite im Verzug werden zurückgekauft.
Wären da nicht die Wucherzinsen auf Kreditnehmerseite, wäre twino die anlegerfreundlichste Plattform. Sofern sie zahlungsfähig bleiben. Was wiederum dank der Wucherzinsen kein Problem darstellen sollte. Teuflischer Interessenskonflikt.

Ganz genau um den Punkt Zahlungsfähigkeit geht es bei einem recht agrressiven Blogeintrag zu Mintos: auf http://mintos-independent-review.blogspot.de/2016/10/peer-to-peer-lending-platform-mintos.html  werden schwere Vorwürfe gemacht. Inwieweit da jemand sein eigenes Süppchen kocht (um z.B. billige Kredite auf dem Zweitmarkt kaufen zu können oder eine persönliche Fehde auszutragen) oder tatsächlich fundierte Kritik geäußert wird bleibt auf den ersten Blick schwer zu bewerten.So ein bisschen erinnert mich das Ganze mit nur einem Blogeintrag an das Bashing der Wirecard-Aktie im Frühjahr. Im Interesse von Short-Spekulanten...

Mintos nimmt übrigens in einem Foreneintrag hier http://www.p2p-kredite.com/diskussion/warnung-mintos-aktionaere-und-buyback-t4433.html auch gleich dazu Stellung.

Interessant ist jedenfalls die mir bislang nicht bekannte Verflechtung verschiedener Unternehmen durch personelle Überschneidungen. Auch wenn ich den postulierten "Bankrott" von Mintos für weit überzogen halte, ein bisschen nachdenklich stimmt der Bericht doch.

Ansonsten war der Wegfall der buyback-Ganrantie bei mogo sicherlich keine gute Idee. Auch die generell sinkenden Zinsrate bei Mintos sorgen für Kritik und führen zu Geldabzug. Inwieweit sich das wieder einpendelt, wird man sehen. Geld ist insgesamt ja genug da und auch 8% sind bei nicht allzu hohem Risiko eine sehr attraktive Rendite - da ist also noch ganz schön Luft nach unten.

BTW: über einen ungewöhnliche Geldregen kann sich gerade Bondora freuen. Ob das wohl am neuen Freunde-Werbe-Programm liegt? Jedenfalls sind seit etwa einer Woche alle neu aufgelegten Kredite innerhalb weniger Minuten vollständig finanziert.

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