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Samstag, 9. Juli 2016

Gebührentransparenz bei Bondora verbessert

Seit den jüngsten Änderungen bei Bondoras Mahn-/inkassoverfahren (vgl. http://p2p4oktaeder.blogspot.de/2016/03/bondoras-verbesserungen-beim-inkasso.html) wurden die Anleger hinsichtlich der an die DCA abgeführten Gebühren von Bondora völlig uninformiert gelassen. Nach heftiger und anhaltender Kritik ist man nun den notwendigen Schritt gegangen, diese aufzuführen. Und das gleich an mehreren Stellen: konfigurierbar bei der Portfolio-Übersicht, bei jedem einzelnen Kredit in der Detailansicht sowohl beim Überblick als auch im Zahlungsplan:

Write off= abgeführte Gebühren
Was hier angezeigt wird ist also für den Kreditgeber unwiderbringlich verloren. Was ich bislang gesehen habe ist es in der Regel ein Teil der Zinsen und damit irgendwie verschmerzbar.

Aber erinnern wir uns:
  • Bis vor einem Jahr gab es bei Zahlungsverzögerungen, insbesondere nach Default, erhebliche Zusatz-Strafzinsen. Diese werden nicht mehr erhoben.
  • Inzwischen zahlt man als Kreditgeber auch für die Eintreibung von Zahlungsrückständen, und das bereits nach wenigen Tagen.
  • Man mag das als ungerecht empfinden oder nicht (schließlich verursacht der KN diese Kosten durch sein regelwidriges Verhalten), Bondora redet sich auf gesetzliche Regelungen heraus. Wenn man die Zinssätze betrachtet die in der Regel deutlich alles überschreiten was der normalen Lebenserfahrung entspricht, mag das so hingehen. Das neue Risiko muss dann aber auch beim Zinssatz eingepreist werden.
  • Von der Tendenz her geben die Zinssätze seit vielen Monaten immer weiter nach. Zum einen passen sie sich damit natürlich dem Gesamtumfeld an. Zum an deren sind die Zinsen aber in vielen Fällen deutlich mehr Risikoausgleich als Renditebringer. Das heißt es scharf zu beobachten.
  • Bondora argumentiert da sehr blauäugig (oder bewußt optimistisch). Stolz zu verkünden, dass die Renditen der in 16Q1 verkauften Kredite höher liegen als die von 15 ist schon frech. Viel Zeit zum Ausfallen gab es ja da noch nicht.
  • Trotzdem erscheinen mir zweistellige Renditen vor Steuern immer noch gut möglich.
Zurück zum eigentlichen Thema. Hier noch ein Detail der DCA-Gebühren:

 Das ist ein Kredit, den ich komplett gekauft habe, ein KN, der schon lange bei Bondora ist und bis jetzt immer leicht unpünktlich, aber nie mehr als vier Wochen zu spät bezahlt hatte. Dummerweise bin ich hier eingestiegen, bevor Bondora die Regeländerung bekannt gegeben hatte.

Was kann man hier erkennen?
  • Die DCA wurde lt. anderer Angabe am 12.5. eingeschaltet. Da waren noch gut 5€ ausstehend.
  • Von diesen gingen dann knapp 40% an die DCA. Der Rest kam sehr pronto.
  • Der KN ist inzwischen wieder in Verzug und diesmal hat das Einschalten der DCA nichts gebracht.
  • Nach meinen Erfahrungen hätte der KN auch so bezahlt.
  • Was genau kann die DCA für 2,05€ leisten? Nicht mehr als einen automatisch generierten Mahnbrief schicken. 
Also ob frühe Einschreiten der DCAs zum Vorteil für die Kreditgeber wird wage ich weiter zu bezweifeln.  Da hat man sich eher bei Bondora auf Kosten der Anleger aus der Pflicht genommen. Schön (eigentlich aber selbstverständlich), dass die Gebühren jetzt angezeigt werden. In einem Jahr kann man dazu wohl mehr aussagen.

Vermutlich ein Bug, aber bislang scheint es nur WriteOffs auf Zinsen zu geben. Bei mir beträgt die Summe Stand 10.7.16 übrigens 89,02€. Das ist nicht dramatisch viel, aber es sind ja auch erst ein paar Monate. Ich werde das beobachten.

Auch beim eigentlichen Inkassoverfahren werden Gebühren fällig. Nach dem, was ich bislang gefunden habe, sind davon (bis jetzt) hauptsächlich finnische Kredite betroffen, und 80€ gehen auf dieses Konto. Die höchste Abschreibung bei meinen Krediten fand bei diesem Anteil statt:

 Jedoch, so muss man sagen, war hier das Inkasso insofern durchaus erfolgreich, dass zumindest ein Verlust für den Anleger vermieden werden konnte. Und ein Hauptteil der Rückzahlungen hängt tatsächlich mit dem DCA zusammen:

Das ist insgesamt sicher im Sinne des Anlegers.

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