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Freitag, 6. Mai 2016

p2p - wie lief der April 2016?

Durchaus unterschiedlich. Insgesamt aber wenig Veränderungen.
  • Von lendico und zencap habe ich mich endgültig verabschiedet. Bei zencap leider auch ein Teil meines Geldes. Beide Plattformen erweisen sich weiterhin als sehr unzuverlässig. Lendico informiert überhaupt nicht mehr über Ausfälle, viele Anleger berichten auch dass ihre Anfragen seit Wochen nicht beantwortet wurden. Es würde mich nicht wundern, wenn lendico bald ganz vom Markt verschwindet.
    Auch bei Funding Circel (ehemals zencap) wartet man vergeblich auf Erfolge beim Geldeintreiben. Auch rund 20 Tage nach dem Zahlungstermin stehen viele Zahlungen aus, nicht eine wurde nachbezahlt. Zwei meiner Kreditanteile sind mittlerweile im Inkasso. Keine Ahnung, wie das weitergeht. Ich habe nur wenige Hoffnungen, da die Reste von meinem Geld wieder zu sehen. Bürgen mit persönlicher Haftung - das hätte ich mir anders vorgestellt.
  • Ein paar neue Anlagemöglichkeiten bei ablrate und estateguru. Bei beiden läuft alles sehr unaufgeregt. Fällige Raten werden pünktlich oder mit sehr geringer Verzögerung bezahlt. Bei beiden Plattformen bislang keine Ausfälle. Zinssätze zwischen 8 und 13%, gerade für Anfänger empfehlenswert. Hierhin fließen meine Rückzahlungen der deutschen Plattformen (so sie kommen).
  • Auch bei twino und mintos geht alles vollautomatisiert seinen Weg. Ausfälle werden durch die Garantie aufgefangen, dadurch bleibt die Rendite stabil bei gut 12%. Irgendwie mag ich trotzdem nicht mehr investieren.
  • Bondora läuft ganz gut. Weiterhin kommen gute Rückzahlungen aus dem Inkasso. Leider gelingt es mir nicht, den Inkassobestand abzubauen, er nimmt aber auch nicht groß zu. Die Rendite vor Ausfällen bleibt bei 30%, die Rendite die Bondora nach Ausfällen bei gleichbleibender Zahlungsquote aus dem Inkasso (aber wohl ohne neue Ausfälle) berechnet steht bei 16%. Das Ergebnis wird durch Zweitmarktaktivitäten aufgehübscht, wobei ich mich von aussichtslosen Anteilen (write off) auch mit hohen Verlusten trenne (aus steuerlichen Gründen).
    Die Möglichkeiten der Neuanlage auf Erst- und Zweitmarkt bleiben gut. Ich habe keinerlei Probleme, meine beträchtlichen Rückflüsse (auch durch Verkäufe) relativ zeitnah wieder anzulegen. Leider ist vieles bei Bondora weiter undurchsichtig. So werden Gebühren an Inkassounternehmen immer noch nicht ausgewiesen. Fallen diese massenhaft an, wird die Anlage bei Bondora uninteressant.
    Immerhin könnte ich wohl die Hälfte meines angelegten Geldes zeitnah verflüssigen. Der Rest steckt in Krediten mit Spätzahlung oder im Inkasso. Die Spannung in wieweit das gut geht wird wohl noch Jahre anhalten.
  • Smava und auxmoney laufen weiter aus. Längst habe ich alles eingezahltes Geld zurück. Die verbliebenen Restsummen lohnen eine weitere Beschäftigung kaum. Vom verbliebenen Anlagekapital kommen jetzt <90% zurück.
  • Als neue Anlageplattform werde ich jetzt moneything testen. Bislang habe ich nur sehr kleine Beträge angelegt. Der Zinssatz beträgt 10-12%, die Laufzeiten sind nicht sehr lang bzw. es gibt einen gut funktionierenden Zweitmarkt (nur zu pari). Allerdings alles in Pfund. Das macht die Sache etwas komplizierter und riskanter.
Insgesamt lege ich deutlich weniger an als die Jahre zuvor. Man kann nicht immer nur sparen ;)

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