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Samstag, 13. Februar 2016

Fischzüge auf Bondoras Zweitmarkt

Im Dezember habe ich über mein short-term Investitionen auf Bondoras Zweitmarkt berichtet. Insgesamt zeitintensiv, aber auf den ersten Blick gewinnträchtig. Der zweite Blick kann erst in ein paar Monaten erfolgen, wenn man absehen kann, was an Beifang im Netz hängen blieb und nun als default zum Balast geworden ist.

Schon damals hatte ich vermutet, dass diese Schnäppchenmöglichkeiten nicht lange bestehen würden, und so ist es auch gekommen. Der Zweitmarkt schein fest in der Hand von Bots und per Suche arbeitenden Schnäppchenjäger.

Ein paar Beobachtungen:
  • In den letzten Wochen waren ständig zwischen 5500 und 6200 Anteile im Angebot. Darunter viel Schrott mit viel zu hohem Aufgeld.
  • Viele Loans werden zyklisch neu eingestellt. Ich habe meine Frequenz inzwischen deutlich heruntergefahren. Es gibt ja jetzt eine Reihe von neuen Suchmöglichkeiten (das ist auch fair so), so dass der Fokus auf neu eingestellte Anteile deutlich abgenommen hat.
  • Es sind definitiv Bots am Werk. So ist es fast aussichtslos, "grüne" Anteile mit 5% oder mehr Rabatt zu finden - mit -4% sind aber ständig welche im Angebot. Das trifft auch auf andere attraktive Suchkombinationen zu.
  • Sogar der Markt der ausgefallenen Anteile wird stark abgefischt. So gibt es z.B. kaum Anteile mit 50% oder mehr Rabatt, die in den letzten Wochen etwas bezahlt haben. Umgekehrt verkaufen sich solche dann auch ganz gut, selbst wenn die Zahlung äußerst gering war. 51% Rabatt scheint ein guter Wert zu sein :)
  • Zwischenzeitlich hatte ich dutzende slovakische Anteile, bei denen noch nie ein Cent bezahlt wurde, zu -90% gesehen. Alle verkauft.
Trotz allem gibt es genügend Anteile um relativ risikolos einige tausend Euro mit einer Rendite von 12-15% zu investieren.

Der Zweitmarkt ist stark schwankend. In Zeiten großer Liquidität (um den 10.) verkaufen sich Anteile viel besser als um den Monatswechsel.

Die Käufer handeln nicht immer rational oder sie folgen einer völlig anderen Investmentstrategie als ich. Ich wundere mich immer wieder, dass der eine oder andere Anteil mit diesem Preis verkauft wurde und andere, aus meiner Sicht deutlich attraktivere liegen bleiben. Obwohl billiger, nicht im Verzug und mit besserer Zahlungsgeschichte. Das bedeutet aus meiner Sicht, dass für einige Marktteilnehmer die Informationen noch nicht transparent genug sind.

Inzwischen gibt es auch wieder gute Anlagemöglichkeiten am Erstmarkt, nur Anteile mit Kreditsummen unter 2000€ aus Estland sind schon vor Erscheinen in der Regel durchfinanziert.

Insgesamt erscheint mir Bondora, trotz um etwa 3-5% gefallenen Zinssäzen, attraktiver als vor einem halben Jahr. Allerdings gibt es auch ganz andere Stimmen, die schon beunruhigend wirken: http://rahafoorum.ee/en/bondora-default-rates-and-statistics/

Bondora scheint nun vermehrt wieder Anleger zu suchen, das sieht man auch an der geschaltetenen Werbung und den schlechter finanzierten Angeboten auf dem Erstmarkt. Da wird man wohl einiges Vertrauen wieder herstellen müssen. Und Konkurrenz ist z.B. mit twino oder mintos auch da.

1 Kommentar:

  1. Ja, Zweitmarkt ist prinzipiell interessant, mir aber in der Regel viel zu zeitaufwendig.

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