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Sonntag, 6. Dezember 2015

Trading auf Bondoras Zweitmarkt

Seit 10 Tagen läuft meine API-App so gut, dass ich den Zweitmarkt komfortabel durchsuchen, Anteile mit Abschlag kaufen und teurer ohne großen Aufwand wieder einstellen kann. Lohnt das die Mühe?

Spärliches Angebot

Natürlich bin ich mit dieser Strategie nicht alleine unterwegs. Um Schnäppchen unter den rund 50.000 Angeboten zu finden, sind gute Suchfilter notwendig. Doch estnische Kredite ohne Zahlungsverzug mit Abschlag gibt es nicht so viele, oder?


Vorsicht, die Tücke liegt im Detail. Die abgebildeten Anteile sind alle rescheduled und daher sowohl stärker ausfallgefährdet als auch schlechter verkäuflich. Erst wenn einige Raten wieder bezahlt worden sind, werden sie attraktiver. Und spärlicher.

Anteile, die immer pünktlich zahlen und einen Abschlag haben, findet man natürlich gar keine. Oder man muss viel Glück haben, dass gerade jemand sein Portfolio ausräumt oder dass der KN vor kurzer Zeit nachbezahlt hat.

Meistens sind natürlich Angebote im Verkauf, die schon mal mit dem Bezahlen zu spät dran waren oder sogar noch mit ihren Raten im Verzug sind. Auch ausgefallen Anteile gibt es inzwischen mehr als genug, die meisten mit absurden Preisvorstellungen.

Anteile die man los wird

Den echten Trader interessiert es natürlich weniger, ob der Kredit am Ende ausfällt oder nicht. Er möchte ihn ja möglichst schnell zu einem höheren Preis wieder verkaufen.


Das klappt natürlich am besten, wenn der Abschlag beim Kauf recht hoch war (10% oder mehr), so dass man ihn auch mit einem Abschlag wieder anbieten kann. Warum man ihn dann überhaupt zu diesem höheren Preis los wird, kann an drei Gründen liegen:
  • Der Anteil war beim Kauf noch nicht lange im Markt.
  • Der KN hat nachdem der Anteil eingestellt wurde nachbezahlt.
  • Der neue Käufer sucht bei neu eingestellten Angeboten und hat den Anteil vorher im Heuhaufen nicht gefunden.
Ich habe in der Zeit von gut einer Woche ca. 30 Anteile gekauft und zu Testzwecken gleich wieder in den Verkauf gestellt. Die Abschaffung der Gebühren auf dem Zweitmarkt machen diese Aktionen natürlich erst interessant. Das sind meine ersten Ergebnisse:

  • Nur ganz wenige Anteile (ca. 5) konnte ich am selben Tag wieder verkaufen
  • Etwa die Hälfte liesen sich noch nicht weiterverkaufen
  • Kleine Anteile laufen besser, am besten 10-20€
  • Die Gewinnspanne lag meistens bei gut 5%, in wenigen Ausnahmefällen bis 20%.
  • Der Gewinn lag insgesamt im mittleren zweistelligen Bereich
Man muss also ganz schön Liquidität mitbringen (am besten vierstellig) und trägt ein erhebliches Risiko. Ich habe daher auch fast nur Anteile gekauft, die ich auch bereit war zu behalten. Und die waren zum Verkaufen eigentlich fast schon zu schade.

Das Tradingmodell skaliert kein bisschen. Und auf automatische Prozesse würde ich mich sehr ungern einlassen - bzw. den Rahmen sehr eng stellen. Dann kommt man aber wieder nur auf 2-3 Angebote pro Tag.

Übrigens wird massiv nach hohen Abschlägen gesucht. Auch "rote" Kredite mit Abschlägen von über 80% sind meistens ganz schnell weg. Egal wie schlecht das Zahlungsverhalten aussieht. Eine gute Gelegenheit also, mal den Kreditekeller auszumisten. 

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