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Sonntag, 13. Dezember 2015

Auxmoney und das Geld anderer Leute

War nicht so geplant, aber es scheint eine Serie zu werden.

Bei auxmoney ist die Sachlage noch schlimmer als bei bondora, denn auxmoney bedient sich bewusst an Geldern, die ihnen nicht zustehen. Wie das?

Kreditnehmer, besonders solche die bei auxmoney landen, machen Fehler. Sie zahlen zu spät, sorgen nicht für ausreichend Deckung auf ihrem Konto so dass Lastschriften platzen etc.
Aus diesen Fehlern generiert auxmoney Gebühren. 15€ pro Rücklastschrift (sehr zweifelhaft, ob das vor Gericht durchkommt), 8€ pro Mahnung (mag je nach Aufwand angemessen sein). Diese Gebühren hat selbstverständlich der Kreditnehmer zu tragen, und auxmoney müsste sie bei ihm einfordern. Auxmoney löst das Problem aber sehr viel einfacher: sobald irgendeine Zahlung (Überweisung, Lastschrift des Folgemonats, Inkassozahlung) eingeht, wird dieser Betrag einfach abgezwackt und den Kreditgebern vorenthalten.

Diese Praxis ist nicht durch die Verträge mit den Kreditgebern gedeckt und würde im Fall eines Gerichtsverfahrens vermutlich kassiert. Nur - wer klagt schon wegen ein paar Cent? In Einzelfällen gab es tatsächlich Bestrebungen gegen diese Praxis per Anwalt vorzugehen. Diese Versuche endeten mit einem Angebot von auxmoney, dass der Kläger nicht ablehnen konnte - und einer Verschwiegenheitsvereinbarung. Also nichts genaues erfährt man nicht.

Auf entsprechende Fragen antwortete auxmoney immer sehr ausweichend. Schließlich würden die Kreditgeber das Geld ja bekommen, sobald der Kreditnehmer wieder auf dem Laufenden wäre, spätestens zum Ende der Laufzeit.

Ob das wirklich stimmt, lässt sich schwer nachprüfen, da viele Zahlungspläne bei Unregelmäßigkeiten nicht überarbeitet werden. Und es gibt eigentlich auch keine Grund, warum man sich solange gedulden müsste. Außerdem werden halt nicht alle Kredite zuende bezahlt. Bei Ausständen zum Inkassozeitpunkt gucken die Kreditgeber daher regelmäßig in die Röhre.

Das alles ist wohlbekannt und einer der Gründe, warum ich auxmoney sicherlich nicht meinen Freunden oder auch nur Bekannten empfehlen möchte. Was ich diesen Monat allerdings gefunden habe, ist wirklich ein Skandal.

Bei einem Kreditnehmer, der seit vielen Monaten zuverlässig und im vollen Umfang zahlt (Vor weit über einem Jahr gab es Unregelmäßigkeiten), wurde die Auszahlung gekürzt. Ohne ersichtlichen Grund.

13.10.2015 13.10.2015 -515,34 Auszahlung Anleger +2,58
26.10.2015 01.11.2015 -2,50 Servicegebühr
30.10.2015 02.11.2015 +517,84 Lastschrift
12.11.2015 12.11.2015 -515,34 Auszahlung Anleger +2,58
25.11.2015 01.12.2015 -2,50 Servicegebühr
30.11.2015 01.12.2015 +517,84 Lastschrift
11.12.2015 11.12.2015 -395,34 Auszahlung Anleger +1,98

Da haben sich für mich 60ct, oder insgesamt immerhin 120€, in Luft aufgelöst. Nach einigem Recherchieren habe ich dann aber herausgefunden, dass auxmoney offensichtlich Geld brauchte und sich einfach am Geld seiner Kunden bediente:

31.07.2013 31.07.2013 -30,00 Gebühr
30.07.2013 01.08.2013 -2,50 Servicegebühr
30.07.2013 01.08.2013 +2,50 Servicegebühr
29.10.2013 29.10.2013 -30,00 Gebühr
28.10.2013 01.11.2013 -2,50 Servicegebühr
29.11.2013 01.12.2013 -2,50 Servicegebühr
29.11.2013 01.12.2013 +545,34 Lastschrift
12.12.2013 12.12.2013 -540,34 Auszahlung Anleger +2,70
17.12.2013 17.12.2013 -30,00 Gebühr
28.01.2014 01.02.2014 -2,50 Servicegebühr
31.01.2014 01.02.2014 +515,34 Lastschrift
13.02.2014 13.02.2014 -512,84 Auszahlung Anleger +2,56
26.02.2014 01.03.2014 -2,50 Servicegebühr
28.02.2014 01.03.2014 +517,84 Lastschrift
13.03.2014 13.03.2014 -515,34 Auszahlung Anleger +2,58
26.03.2014 01.04.2014 -2,50 Servicegebühr
31.03.2014 01.04.2014 +517,84 Lastschrift
14.04.2014 14.04.2014 -515,34 Auszahlung Anleger +2,58
29.04.2014 29.04.2014 -30,00 Gebühr
Also 4x 30€ Gebühr?! Zum Teil über zwei Jahre rückwirkend?

Sorry, aber das ist ein mehr als nur fragwürdiges Vorgehen. Abgesehen davon, ob man das nach dieser Zeit überhaupt noch in Rechnung stellen darf, abgesehen davon für was diese Gebühren eigentlich waren, das aber einfach von der Auszahlung einzubehalten ist .... ich will es hier nicht aussprechen.
Wenn für auxmoney alles gut geht, merkt der Kreditnehmer ja gar nichts von diesen "Gebühren". Er ist ja vorerst gar nicht betroffen.

Eigentlich hatte auxmoney viele der Gebührenschneidereien vor einiger Zeit eingestellt. Dieses Beispiel zeigt aber, dass man zu unseriösen Praktiken zurückkehrt. Es mag sich jeder selbst überlegen ob er bei solch einem Unternehmen Geld anlegen oder gar ausleihen will.

Nachtrag (19.12.15)
Inzwischen sind die Gebühren wieder verschwunden und die 120€ werden nächsten Monat an die Anleger ausbezahlt. Kommentarlos. Besser aber nicht gut.

Bei einem anderen Kredit:
"10.12.2015 10.12.2015 +118,01 Zahlung aus Zwangsvollstreckung"
 Auszahlungen? Fehlanzeige. Huch?
Ach so ja. Mahngebühren, RLS-Gebühren, Kreditkündigungsgebühren, Briefmarkenableckgebühren...
Auxmoney bedient sich immer zuerst.

Nachtrag (1.1.16)

Gerade entdeckt:

17.09.2010 16.09.2010 +423,31 Sonstige Gutschrift
11.12.2015 11.12.2015          -369,31 Auszahlung Anleger +5,54
Nein, keine Auslasssung dazwischen. Da hat doch tatsächlich nach gut fünf Jahren mal jemand eine Schublade wieder aufgemacht und dort einen Umschlag mit gut 400€ darin gefunden?!
Oder könnte es viellecht sein, dass endlich aufgeflogen ist, dass sich A.M. über Jahre hinweg die Rückerstattung der RKV einfach so sagen wir mal unter den Nagel gerissen hat?

Ich bin raus.

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